16.07.2018, 1793 Zeichen
Die Deutschen gehen eigentlich auf Nummer sicher: Mehr als die Hälfte würde ihr Gold in einem Bankschließfach lagern. Doch fast jeder Zehnte vergräbt es sogar im Garten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Kantar-Emnid im Auftrag der Deutschen Börse Commodities.
Seit Wochen begleiten der handfeste Handelsstreit zwischen den USA und China sowie die politischen Spannungen in Deutschland und der Europäischen Union die Finanzbranche. 37 Prozent der Deutschen können sich aufgrund der aktuellen Lage vorstellen, in Gold zu investieren – trotz des zuletzt gesunkenen Goldpreises. Denn Gold gilt bei unruhigem Fahrwasser als sicherer Hafen für Anleger. So lässt sich das private Vermögen auch in Krisenzeiten absichern.
„Unsere steigenden Goldbestände in diesem Jahr bestätigen das Interesse der Anleger", sagt Steffen Orben, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities. Mit Xetra-Gold bietet das Unternehmen Europas führendes Wertpapier, das mit physischem Gold hinterlegt ist. „Aktuell lagern wir 181 Tonnen im Zentraltresor für deutsche Wertpapiere in Frankfurt – das sind sieben Tonnen mehr als noch zu Jahresbeginn", so Orben. Auf Wunsch können sich Anleger ihr Gold auch ausliefern lassen.
Gold-Wertpapiere mit physischer Hinterlegung wie Xetra-Gold sind mittlerweile eine beliebte Alternative zu Goldbarren oder -münzen, da sie kostengünstig über die Börse gehandelt werden und Anleger sich nicht um die Lagerung kümmern müssen. „Gerade die sichere Aufbewahrung ist für viele Deutsche ein wichtiges Thema“, sagt Orben mit Blick auf die aktuelle Umfrage: 53 Prozent der Befragten würden Gold in einem Bankschließfach lagern, 22 Prozent zu Hause in einem gesicherten Safe oder Tresor. Der Rest zieht auch Schubladen und Schränke in Erwägung – oder eben ein Loch im Garten.
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Goldbarren, Tresor (Bild: OeNB/Niesner)
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