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Stada: Klappt es dieses Mal? (Michael Vaupel, Christoph Scherbaum)

Autor:
Christoph Scherbaum

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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15.08.2017, 2669 Zeichen

Da will es aber einer wissen: Bei Stada (WKN: 725180 / ISIN: DE0007251803) waren bekanntlich im Frühsommer “Bain Capital“ und „Cinven“ (über ihre Erwerbsgesellschaft Nidda Healthcare Holding AG) mit einem Übernahmeangebot für Stada knapp gescheitert. Bei dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot war die Mindestannahmeschwelle auf 67,5% herabgesetzt worden und die Annahmefrist verlängert worden. Es hatte nichts genützt.

Ende Juni 2017 hatte Stada mitgeteilt, dass 65,52% der Stada-Aktien angeboten worden waren – zu wenig, denn es lag unter der Schwelle. Übernahmeangebot gescheitert. Anfang Juli dann hieß es von Seiten von Stada, dass „Bain Capital und Cinven Antrag auf Befreiung von einjähriger Sperrfrist zur Abgabe eines erneuten freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots“ erwägen.

Stada-Chart: boerse-frankfurt.de

Stada: Wechsel im Vorstand

Dann – Zack – legten Anfang Juli der Vorstandsvorsitzende und ein weiteres Mitglied des Vorstands bei Stada ihre Ämter nieder. Warum, hat das was mit den Übernahmeplänen zu tun? Offiziell wurde nur mitgeteilt, die Amtsniederlegung erfolge aus persönlichen Gründen. Das kann alles und nichts bedeuten. Interessant jedenfalls: Einige Tage später dann der Antrag von Bain Capital und Cinven bei der Bafin, die einjährige Sperrfrist zur Abgabe eines erneuten Angebots zu verkürzen – „mit Zustimmung von Stada“! Und wieder ein paar Tage später dann schon das neue Angebot:

Laut Stada werden 66,25 Euro pro Aktie geboten (davon 65,53 Euro Angebotspreis plus 0,72 Euro Dividende). Die Mindestannahmeschwelle soll diesmal bei 63% liegen. Und wieder einige Tage später die Meldung von Stada: „Vorstand und Aufsichtsrat der STADA empfehlen Annahme des erneuten Übernahmeangebots“. Klappt es also diesmal? Die Chance ist meiner Einschätzung nach besser als beim letzten Mal – da das Angebot laut Stada 0,25 Euro über dem vorigen Angebot liegt und die Angebotsschwelle auf 63% gesenkt wurde. Doch offensichtlich sind einige skeptisch, denn der Kurs der Stada-Aktie steht bei knapp 64 Euro und damit doch spürbar unter der Höhe des Angebots.

Und hier noch das Zitat zum Tag:

„Der Wein erfreut das Herz des Menschen. Nur das Übermaß schadet.“ Benedikt von Nursia

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Michael Vaupel, diplomierter Volkswirt und Historiker (M.A.), Vollblut-Börsianer. Nach dem Studium Volontariat und Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Internet, Derivate, Rohstoffe). Er ist gefragter Interview- und Chatpartner (N24, CortalConsors). Ethisch korrektes Investieren ist ihm wichtig.
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