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Inbox: Ausblick auf die US-Märkte


01.07.2017

Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

In den nächsten Tagen stehen zahlreiche Konjunkturdaten an. Im Mittelpunkt des Interesses wird eindeutig der Arbeitsmarktbericht für Juni stehen. Nachdem der Beschäftigungszuwachs im April mit 138 Tsd. deutlich unter den Erwartungen geblieben war, ist für Juni mit einem besseren Ergebnis zu rechnen. Wir gehen von einem Beschäftigungsplus von 170 Tsd. aus und sind damit etwas vorsichtiger als die Mehrheit der von Bloomberg befragten Analysten. Die Arbeitslosenquote dürfte ihr im Mai erreichtes 16-Jahrestief von 4,3 % gehalten haben. Besonders interessant bleibt der Blick auf die Lohnentwicklung, die zuletzt enttäuscht hatte. Für Juni zeichnet sich wegen eines günstigen Kalendereffekts ein deutliches Lohnplus von 0,3 % p.m. bis 0,4 % p.m. ab. Die Vorjahresrate sollte auf 2,7 % geklettert sein.

Beim ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe deutet unser Modell, in das unter anderem diverse regionale Stimmungsumfragen sowie der Ölpreis eingehen, für Juni auf ein deutliches Plus hin. Unsere Prognose von 56,5 Punkten liegt deutlich über der Konsensschätzung. Der ISM Index für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe dürfte im Juni dagegen leicht nachgegeben haben. Wir erwarten einen Rückgang auf 56,5 Punkte.

Genauestens werden die Markteilnehmer das am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehende Sitzungsprotokoll der FOMC Zinsentscheidung vom 14. Juni studieren. Man dürfte sich Hinweise zum einen darüber erwarten, ob der avisierte dritte Zinsschritt in diesem Jahr von den Währungshütern eher im September oder erst im Dezember verortet wird. In den letzten Wochen hatte es hier unter- schiedliche Meinungen aus dem FOMC gegeben. So hatte sich der Präsident der New York Fed, William Dudley, gegen eine Pause bei den Zinsanhebungen ausgesprochen. Auch die Präsidentin der Cleveland Fed, Loretta Mester, sieht keine Notwendigkeit, bei der geldpolitischen Normalisierung eine Pause einzulegen. Auf der anderen gab es Stimmen unter anderem von Robert Kaplan (Präsident Dallas Fed), James Bullard (St. Louis Fed Präsident) und Charles Evans (Chicago Fed Präsident), die sich gegen eine baldige weitere Zinsanhebung aussprachen. Aufschluss könnte das Sitzungsprotokoll auch darüber geben, wel- ches der wahrscheinlichste Zeitpunkt für den Beginn der Bilanzreduzierung ist. Bisher ist nur klar, dass die Fed noch in diesem Jahr mit dem Abbau ihres riesigen Anleiheportfolios beginnen möchte. Wir gehen davon aus, dass das Sitzungsprotokoll zeigen wird, dass die Mehrheit der FOMC-Mitglieder eher zu einem baldigen Start des Anleiheportfoliorückbauprogramms neigt und dafür bei den Zinsanhebungen eine Pause einlegen möchte. Dagegen, dass die Fed bei der geldpolitischen Normalisierung wegen zuletzt leicht rückläufiger Inflationsraten gänzlich auf die Bremse steigt, wie dies derzeit am Markt zum Teil gepreist wird, sprechen Äußerungen von Fed-Präsidentin Janet Yellen, ihrem Vize-Präsidenten Stanley Fischer sowie San Francisco Fed Präsident John Williams. Alle drei haben ungewöhnlich klar gesagt, dass sie eine Gefahr in den ihrer Meinung nach teils sehr hohen Bewertungen von Aktien, Immobilien und Unternehmensanleihen sehen. Die geldpolitische Normalisierung vor dem Hintergrund erster Überhitzungserscheinungen am Arbeitsmarkt nur wegen einer voraussichtlich vorübergehenden, angebotsseitig bedingten, schwachen Inflationsentwicklung zu unterbrechen, wäre hier sicher das falsche Signal an die Märkte.

Behalten wir mit unseren Einschätzungen zu Daten und Sitzungsprotokoll recht, dürfte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe ihr im Fahrwasser des deutlichen Anstiegs der Rendite deutscher Bundesanleihen erreichtes Niveau von 2,3 % in den nächsten Tagen zumindest halten.




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(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)

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    01.07.2017

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    In den nächsten Tagen stehen zahlreiche Konjunkturdaten an. Im Mittelpunkt des Interesses wird eindeutig der Arbeitsmarktbericht für Juni stehen. Nachdem der Beschäftigungszuwachs im April mit 138 Tsd. deutlich unter den Erwartungen geblieben war, ist für Juni mit einem besseren Ergebnis zu rechnen. Wir gehen von einem Beschäftigungsplus von 170 Tsd. aus und sind damit etwas vorsichtiger als die Mehrheit der von Bloomberg befragten Analysten. Die Arbeitslosenquote dürfte ihr im Mai erreichtes 16-Jahrestief von 4,3 % gehalten haben. Besonders interessant bleibt der Blick auf die Lohnentwicklung, die zuletzt enttäuscht hatte. Für Juni zeichnet sich wegen eines günstigen Kalendereffekts ein deutliches Lohnplus von 0,3 % p.m. bis 0,4 % p.m. ab. Die Vorjahresrate sollte auf 2,7 % geklettert sein.

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