15.11.2013

Michael Hörl ist Wirtschaftspublizist aus Salzburg und hat am 2.7.2012 sein neues Buch, „Die Gemeinwohl-Falle“ veröffentlicht. Es sei als fundierte Antwort auf die Aussagen von Christian Felber, Jean Ziegler oder der Arbeiterkammer zu sehen.

Salzburger SPÖ-Chef Steidl: Ist das Schüren von Abstiegsängsten unehrlich?

Im SN-Interview vom 14.11.2013 [1] sieht sich Salzburgs SPÖ-Parteiobmann, Walter Steidl, „als Opfer seiner Ehrlichkeit“. Stellt man Steidls Warnungen „vor der wachsenden Kluft“, den „riesengroßen Spannungen in der Bevölkerung“ und „der weiter auseinander gehenden Ungleichheit im Land – aber Fakten gegenüber, erwachsen an seiner Selbsteinschätzung (über ein „zu viel“ an Ehrlichkeit) Zweifel.

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, BMASK, hat unter seinem Minister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) 2013 wortwörtlich festgestellt: „Österreich hat eine deutlich gleichere Verteilung als der EU-27-Durchschnitt. In Österreich und in der EU-27 bleibt die Ungleichheit seit 2005 relativ konstant.“ (c) Eurostat
Aus: Gute Grafiken, Q4/13
http://www.finanzmarktfoto.at/page/index/715#bild_11874




„Materiell Deprivierte“: In 5 Jahren -50% Waren 2008 noch 6,4% der Österreicher materiell depriviert („wirklich arm“, nach EU-Definition), so waren es 2010 nur mehr 4,3%, 2011 gar nur mehr 3,9% (c) Eurostat
Aus: Gute Grafiken, Q4/13
http://www.finanzmarktfoto.at/page/index/715#bild_11873
 

SPÖ: Geschürte Abstiegsangst – wie in den 1920ern?
Die sozialen Spannungen, die hier wieder einmal von einem SPÖ-Vertreter an die Wand gemalt werden, entbehren jeder Faktenbasis. Sie können als alt(“bewährt“)es Polit-Instrument gesehen werden, Wut und Angst in der Bevölkerung zu schüren, um sich dann als gerechter Retter in der Not zu positionieren.

Solch eine Politik ist nicht nur unehrlich, sie ist auch unmoralisch – und sie spielt mit dem Feuer. Wer die 1920er studiert hat, weiß, wozu eine aufgestachelte Bevölkerung fähig ist. Nicht erst einmal ist in der Geschichte ein „linker“ Sozialismus in einen „rechten“ gekippt.

Michael Hörl ist Wirtschaftspublizist aus Salzburg. In seinen Büchern wendet er sich gegen die geschürte Abstiegsangst durch den „linken Mainstream“.

 

 

www.michaelhoerl.at


Bildnachweis

1. Michael Hörl

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Ist das Schüren von Abstiegsängsten unehrlich? (Michael Hörl)


15.11.2013

Michael Hörl ist Wirtschaftspublizist aus Salzburg und hat am 2.7.2012 sein neues Buch, „Die Gemeinwohl-Falle“ veröffentlicht. Es sei als fundierte Antwort auf die Aussagen von Christian Felber, Jean Ziegler oder der Arbeiterkammer zu sehen.

Salzburger SPÖ-Chef Steidl: Ist das Schüren von Abstiegsängsten unehrlich?

Im SN-Interview vom 14.11.2013 [1] sieht sich Salzburgs SPÖ-Parteiobmann, Walter Steidl, „als Opfer seiner Ehrlichkeit“. Stellt man Steidls Warnungen „vor der wachsenden Kluft“, den „riesengroßen Spannungen in der Bevölkerung“ und „der weiter auseinander gehenden Ungleichheit im Land – aber Fakten gegenüber, erwachsen an seiner Selbsteinschätzung (über ein „zu viel“ an Ehrlichkeit) Zweifel.

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, BMASK, hat unter seinem Minister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) 2013 wortwörtlich festgestellt: „Österreich hat eine deutlich gleichere Verteilung als der EU-27-Durchschnitt. In Österreich und in der EU-27 bleibt die Ungleichheit seit 2005 relativ konstant.“ (c) Eurostat
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