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10.11.2013, 1347 Zeichen

Henry Blodget schätze ich sehr. Der einstige Analyst ist unter die Journalisten gegangen. Er hat das Börsenblog „Business Insider“ in New York aufgebaut. Blodget erhielt finanzielle Rückendeckung von Amazon-Gründer Jeff Bezos für das Projekt.

Ich wunderte mich jetzt jedoch über Blodgets Warnung vor einem Börsencrash um 40 bis 55 Prozent. Ich halte diese Warnung für übertrieben.

Vor fünf Jahren kollabierte die Börse um 50 Prozent. Einen solchen Absturz erleben wir normalerweise nur zwei bis drei Mal innerhalb eines Jahrhunderts. Warum so zügig nach diesem Desaster ein neues Desaster uns heimsuchen soll, verstehe ich nicht.

Ich glaube nicht daran. Natürlich kann man nie alles ausschließen. Möglich ist alles. 

Ich halte eine Korrektur um eher 10 oder 15 Prozent für wahrscheinlicher.

Ja, die Bewertungen sind nach fünf Jahren Bullenmarkt etwas teuer geworden. Eine Blase sehe ich trotzdem nicht. Eine Aktienblase haben wir dann, wenn am Taxistand und im Friseursalon alle Aktien besitzen. Davon sind wir weit entfernt.

Noch sind die KGVs weitgehend gerechtfertigt. Die Unternehmen haben wenig Schulden, die Kassen sind proppenvoll. Es sprudeln vielerorts Dividenden mit zwei bis drei Prozent Rendite.

Selbst wenn es zum Crash kommen sollte, Langfristanleger sitzen das besser aus. Denn genaues weiß man nicht.

Fazit: Keine Panik auf der Titanic.




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Bildnachweis

1. Haare rauf, Chart, Crash ? "   >> Öffnen auf photaq.com

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Autor
TIm Schäfer
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