19.06.2013, 2035 Zeichen
Bei der Behavioral Finance handelt es sich um einen Forschungsansatz, der versucht, das Geschehen auf den Finanzmärkten unter Einbeziehung der spezifischen menschlichen Verhaltensweisen zu erklären. Dabei werden neben ökonomischen Aspekten explizit auch Methoden und Erkenntnisse der Psychologie und der Soziologie berücksichtigt.
Die Kernfrage ist, ob die Irrationalität der Marktakteure das Gesamtergebnis des Marktprozesses beeinflusst. Ansonsten würde sich die Forschung nicht für dieses Thema interessieren. Es könnte ja sein, dass selbst wenn ein Teil der Marktakteure sich irrational verhält, der Markt in der Lage ist, diese Irrationalität auszugleichen und damit würde der Einfluss auf die Marktpreise verhindert. Handeln also erstens Märkte und zweitens Individuen wirklich rational?
Die Beweisliste für die Unzulänglichkeiten der orthodoxen – auf Rationalität der Akteure basierenden – Theorie wird heute etwas euphemistisch als „Anomalien“ bezeichnet, also Beobachtungen, die mit effizienten Märkten nicht vereinbar sind und im Widerspruch dazu stehen. Es gibt inzwischen eine Vielzahl solcher entdeckter Anomalien, die zeigen, dass Märkte sehr wohl irrational sein können. Noch eindeutiger kommt in vielen Experimenten und Beobachtungen zum Ausdruck, dass auch Individuen sich in manchen Situationen höchst irrational verhalten.
Wir arme Anleger: Gerade unsere Handlungen machen es uns so schwer, einen Anlageerfolg zu erreichen. Die Leichtigkeit unseres Seins, unsere Beeinflussbarkeit ist gerade das Problem. Unser größter Feind sind wir selber! Märkte scheinen zudem ziemlich ineffizient zu sein. Das ist eine tolle Erkenntnis für alle Banker und Anleger: Man kann den Markt schlagen! Es kommt sehr wohl darauf an, wie man investiert. Mann oder Frau hat es also selber in der Hand.
Text von Prof. Dr. Teodoro D. Cocca. Dieser basiert auf einem Vortrag, den er zum Thema „Der Einfluss der Psychologie auf die Finanzmärkte“ auf dem Zertifikate Kongress 2013 gehalten hat - der Newsletter des ZFA ist HIER ABONNIERBAR )
Was noch interessant sein dürfte:
Was beim europäischen Zertifikate-Gipfel in Wien passierte
Welche Zertifikate bei hoher Volatilität? (Markus Kaller)
Link-Mix vor Marktstart, 20.6.: VC/PE-Award 2013 Sieger, Valneva, Erste Group, Fed
Wiener Börse Party #1211: ATX fester, starke Andritz überholt Do&Co (war mehr als 1100 Tage vorne) in unserer 25-Jahres-Wertung
1.
Teodoro D. Cocca
, (© Norbert Novak für das ZFA) >> Öffnen auf photaq.com
Aktien auf dem Radar:Kapsch TrafficCom, Palfinger, Lenzing, Austriacard Holdings AG, Semperit, CPI Europe AG, CA Immo, VIG, Fabasoft, Strabag, EVN, Amag, Andritz, AT&S, Bawag, FACC, Marinomed Biotech, RBI, BKS Bank Stamm, DO&CO, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Telekom Austria, UBM, ATX, adidas, Infineon, Siemens Energy, DAIMLER TRUCK HLD..., Mercedes-Benz Group, Fresenius.
A1 Telekom Austria
Die an der Wiener Börse notierte A1 Telekom Austria Group ist führender Provider für digitale Services und Kommunikationslösungen im CEE Raum mit mehr als 24 Millionen Kunden in sieben Ländern und bietet Kommunikationslösungen, Payment und Unterhaltungsservices sowie integrierte Business Lösungen an.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
Wiener Börse Party #1199: ATX schwächer, Sommerloch als Beleidigung, oekostrom-Season startet, Bawag-Serie und am Ende Only You
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Ryuji Miyamoto
Kobe 1995 After the Earthquake
1995
Telescope
Masahisa Fukase
Sasuke
2025
Atelier EXB
Moi Wer (Moi Ver, Moses Vorobeichic)
Ci-contre
2004
Ann und Jürgen Wilde