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RBI: Gewinn im Halbjahr um 25 Prozent gesteigert

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31.07.2026, 2937 Zeichen

Die Raiffeisen Bank International (RBI) erreichte im 1. Halbjahr 2026 ein Konzernergebnis (ohne Russland) in Höhe von 708 Mio. Euro, was einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode (567 Mio. Euro) entspricht. Der Zinsüberschuss stieg im Periodenvergleich um 6 Prozent auf 2.187 Mio. Euro, der Provisionsüberschuss um 10 Prozent auf 1.068 Mio. Euro. Die Forderungen an Kunden im Kernkonzern stiegen im Vergleich zum Jahresende 2025 um 6 Prozent auf 107 Mrd. Euro. Die harte Kernkapitalquote der RBI ohne Russland betrug zum Ende des ersten Halbjahres 2026 15,5 Prozent. Bei der Berechnung dieser Kennzahl geht die RBI von einem Worst-Case-Szenario aus, in dem sie die Raiffeisenbank Russland entkonsolidieren muss und dabei deren gesamtes Eigenkapital verliert. Die NPE Ratio liegt bei 1,6 Prozent zum Ende des 2. Quartals 2026 (1,7 Prozent Ende 2025). Die Risikokosten im Kernkonzern betrugen im 1. Halbjahr 2026 110 Mio. Euro und lagen somit auf einem ähnlichen Niveau wie in der Vergleichsperiode (108 Mio. Euro).

„In den kommenden Monaten werden wir intensiv an unserer neuen Strategie arbeiten, die einen klaren Fokus auf Wachstum und Profitabilität legen wird“, sagte RBI-Vorstandsvorsitzender Michael Höllerer.

Die beiden M&A-Projekte (Addiko, BBVA Garant) entwickeln sich laut der Bank planmäßig. Die RBI hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass ihr zum 29. Juli 2026, 17:00 Uhr, Annahmeerklärungen für insgesamt 10.831.435 Aktien der Addiko zugegangen sind und die Mindestannahmeschwelle für die Annahme des Angebotes überschritten wurde. Nach der Veröffentlichung des finalen Ergebnisses kann die nächste Phase eingeleitet werden. In den kommenden Monaten werden die aufsichtsrechtliche Genehmigung und die Fusionsfreigabe angestrebt. Parallel dazu besteht eine dreimonatige Nachfrist für die Annahme des Angebotes. Aktionäre, die das RBI-Angebot bisher nicht angenommen haben, können das in der Nachfrist noch tun. Bei der Übernahme von BBVA Garanti in Rumänien schreitet der Genehmigungsprozess voran, so die Bank. Das Closing wird für Anfang Oktober erwartet, und die Integrationsschritte werden bereits geplant, so die RBI.

Für das Gesamtjahr wird ein Zinsüberschuss  bei über 4,4 Mrd. Euro und ein Provisionsüberschuss von 2,2 Mrd. Euro erwartet. Die RBI geht davon aus, dass die Forderungen an Kunden um rund 7 Prozent wachsen (ohne Berücksichtigung von Akquisitionen). Die Neubildungsquote dürfte bis zu 35 Basispunkte betragen. Der Konzern-Return-on-Equity dürfte 2026 bei rund 9,5 Prozent liegen.  Zum Jahresende 2026 erwartet die RBI eine harte Kernkapitalquote von rund 14,3 Prozent* (unter Berücksichtigung der geplanten Akquisitionsprojekte). Mittelfristig strebt die RBI einen Konzern-Return-on-Equity von mindestens 13 Prozent ohne Russland und ohne Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten in Polen an, wie es heißt.



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Raiffeisen Bank International RBi


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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