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27.03.2013, 3595 Zeichen

(Von: Tim Schaefer )

Ich finde der Deal in Zypern ist der Hammer. Der Staat greift einfach in die Konten der Menschen, bedient sich am Sparguthaben. Wer mehr als 100.000 Euro auf dem Konto hat, muss mit einem Verlust von bis zu 40 Prozent seines Guthabens rechnen.

Das ist ein Verstoß gegen die guten Sitten. Das ist wie ein moderner Bankraub. Nur dass der Täter Bürokraten sind, die mit der Krise völlig überfordert sind. Ein Staat sollte diesen Schritt niemals gehen. Es geht um Begriffe wie Vertrauen, Verlässlichkeit, Menschenwürde, Demokratie.

Problem ist aber: Unsere Politiker sind überfordert. Das Krisenmanagement ist ein Desaster.

Nehmen Sie unsere Bundeskanzlerin Angela Dorothea Merkel. Sie hat in ihrer gesamten politischen Laufbahn das Wort "Aktie" nie benutzt, vermute ich. Da herrscht Schweigen im Walde. Ich habe in Gesprächen mit führenden deutschen Politikern Wissenslücken festgestellt, wenn es um den Kapitalmarkt geht. Das ist erschreckend.

Nach dem Debakel in Zypern ist das klassische Bankwesen am Ende, zumindest in Zypern. Wie dort das Vertrauen der Menschen wieder gewonnen werden soll, ist mir schleierhaft. Ich denke, die Insel wird in eine tiefe Depression fallen.

Solche Bankschließungen und Raubzüge kennen wir nur von Argentinien (1989, 2001), Ecuador (1999), Uruguay (2002), Brasilien (1990). Aber jetzt hat auch die EU bei einem Mitglied die Banken geschlossen. Über eine Woche sind die Türen schon zu. Das ist krass.

Die bislang längste Bankenschließung fand in Südamerika für fünf Tage statt. Die Zustände in Zypern sind also ein Weltrekord – echt der Wahnsinn.

Es dürfte nun die Angst in anderen Wackelstaaten wie Italien zunehmen. Wenn ab sofort die Politiker einfach in die Konten ihrer Bürger greifen können, ist jede Hemmschwelle genommen.

Erstaunlich ist, wie die Börsen trotz der Eurokrise munter nach oben marschieren. In den USA sind wir wieder nahe an neuen Bestmarken im Dow-Jones-Index. Während der Krise vor drei bis vier Jahren wäre der Dow Jones nach solch negativen Nachrichten aus Zypern glatt um 15 oder 20 Prozent in wenigen Tagen abgestürzt. Aber die Panik ist gewichen. Die Angst ist weg.

Die Wall Street läuft wie ein Schnürchen immer weiter nach oben. Woran das liegt? Die Menschen sind zuversichtlicher. Die Arbeitslosenquote sinkt in Nordamerika, der Häusermarkt erholt sich.

Außerdem gibt es keine Alternative zur Aktie. Wohin sollen sonst die Anleger ihr Geld tun? Sparanlagen rentierten mit Null Prozent. Staatsanleihen lohnen sich real nach Abzug der Inflation nicht. Spargroschen im Marmeladenglas sind der Inflation ausgesetzt.

Wo also hin mit dem Geld? Es bleibt im Endeffekt nur die Börse. Daher gehen die Kurse durch die Decke. Zypern hin oder her. Wen juckt das schon in den USA?

In Europa dürften sich jetzt die Reichen ein paar Gedanken machen, wohin sie ihr Geld transferieren sollen. Ich denke, wir werden zunächst einen stetigen Abfluss aus dem Euro sehen. Die Reichen suchen nach „sicheren“ Alternativen. Vermutlich wird mehr Geld nach Asien und Nordamerika fließen. Der Dollar klettert ja schon.

Aber vor der Inflation können Sie sich nirgendwo schützen. Papiergeld wird im Endeffekt über die Geldentwertung stetig weniger wert. Es ist vergleichbar mit einem heimlichen Banküberfall. Still und heimlich schwindet das Sparguthaben. Zwei bis drei Prozent Inflation richtet auf Sicht von ein paar Jahrzehnten einen massiven Schaden an. Daher sollten Sie Ihr überschüssiges Cash gut anlegen – in Sachanlagen, Immobilien, Aktien, Grundstücke, Kunst, Rohstoffe, Ackerland...





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    Zypern ist der Hammer, Bankraub durch überforderte Politiker (Tim Schaefer)


    27.03.2013, 3595 Zeichen

    (Von: Tim Schaefer )

    Ich finde der Deal in Zypern ist der Hammer. Der Staat greift einfach in die Konten der Menschen, bedient sich am Sparguthaben. Wer mehr als 100.000 Euro auf dem Konto hat, muss mit einem Verlust von bis zu 40 Prozent seines Guthabens rechnen.

    Das ist ein Verstoß gegen die guten Sitten. Das ist wie ein moderner Bankraub. Nur dass der Täter Bürokraten sind, die mit der Krise völlig überfordert sind. Ein Staat sollte diesen Schritt niemals gehen. Es geht um Begriffe wie Vertrauen, Verlässlichkeit, Menschenwürde, Demokratie.

    Problem ist aber: Unsere Politiker sind überfordert. Das Krisenmanagement ist ein Desaster.

    Nehmen Sie unsere Bundeskanzlerin Angela Dorothea Merkel. Sie hat in ihrer gesamten politischen Laufbahn das Wort "Aktie" nie benutzt, vermute ich. Da herrscht Schweigen im Walde. Ich habe in Gesprächen mit führenden deutschen Politikern Wissenslücken festgestellt, wenn es um den Kapitalmarkt geht. Das ist erschreckend.

    Nach dem Debakel in Zypern ist das klassische Bankwesen am Ende, zumindest in Zypern. Wie dort das Vertrauen der Menschen wieder gewonnen werden soll, ist mir schleierhaft. Ich denke, die Insel wird in eine tiefe Depression fallen.

    Solche Bankschließungen und Raubzüge kennen wir nur von Argentinien (1989, 2001), Ecuador (1999), Uruguay (2002), Brasilien (1990). Aber jetzt hat auch die EU bei einem Mitglied die Banken geschlossen. Über eine Woche sind die Türen schon zu. Das ist krass.

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    Erstaunlich ist, wie die Börsen trotz der Eurokrise munter nach oben marschieren. In den USA sind wir wieder nahe an neuen Bestmarken im Dow-Jones-Index. Während der Krise vor drei bis vier Jahren wäre der Dow Jones nach solch negativen Nachrichten aus Zypern glatt um 15 oder 20 Prozent in wenigen Tagen abgestürzt. Aber die Panik ist gewichen. Die Angst ist weg.

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