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Börsenkonzert - Aufführung für Jazz-Ensemble, zwei Schauspieler, eine Schauspielerin. Bühnenbild: Börsencharts (Alfred Zellinger)

Magazine aktuell


#gabb aktuell



24.03.2013, 29957 Zeichen

__________________Alle Rechte vorbehalten / Bühnenaufführungsrechte: Thomas Sessler Verlag, Wien__________________Die Finanzwirtschaft steht wieder im Zentrum des öffentlichen Interesses. Börsentrader, die Vermögen aus dem Nichts schaffen und auch wieder verspielen, früher oft bewundert als  „Masters of the Universe“, werden heute heftig kritisiert. Und jedermann ist heute ein Banker, weiß, was ein Banker zu tun hat, vor allem, was er nicht zu tun hat.Zeit, ein paar Börsentrader selbst zu Wort kommen zu lassen.Im „Börsenkonzert“ kommentieren sie ihren Job, geben Privates preis, führen einen inneren Monolog am Trading Floor.Der Trader an der Börse von Tokyo vom 11.3. 2011, als das große Erdbeben ausbricht und er inmitten der Erdstöße die letzte Viertelstunde bis zum Börsenschluss für seine Geschäfte nutzt.Der Trader an der Frankfurter Börse vom 3.11. 2011 als die Griechenlandkrise wieder einen Höhepunkt erreicht und er inmitten einer politischen Schaukelbörse seinen Job tut.Der Daytrader in der Londoner City in der Woche vom 8. bis 12. August 2011 als Moody’s eben die USA herabgestuft hatte und an den Börsen der Weltuntergang erwartet wird. Er absolviert die Woche mit gewohnter Coolness, fällt kurz darauf dennoch einer der großen Entlassungswellen im Finanzbereich zu Opfer.Börsenkurse werden im allgemeinen als Kurven dargestellt -die allerdings nur unvollkommen leisten was Musik, was Instrumente und Stimmen zu leisten vermögen: Emotionen zu kommunizieren. So entstand die Idee zu diesem Konzert, das den Sirenengesang der Märkte zu seinem Ausdruck bringen soll – mit Börsencharts als Partitur.Franz Koglmann zur Musik:Das Instrumentalensemble des Börsenkonzerts ist ungewöhnlich besetzt:Trompete in Bb (auch Flügelhorn)VioloncelloFagott (auch Kontrafagott)Schlagzeug (Drum Set)Dazu kommt (in der Minimalbesetzung) ein Sprecher/Schauspieler der auch bis zu einem gewissen Grad über gesangliche Fähigkeiten verfügen sollte. Die Musiker sollten ein gesteigertes Jazz- und Improvisationsverständnis mitbringen. Das betrifft auch die vorzüglich „klassischen“ Instrumente Cello und Fagott. Der Charakter der Musik ist als „jazzy“ zu bezeichnen. Die Musik ist partiell in konventioneller Notenschrift verfasst, teilweise ist sie zu improvisieren, zum Teil handelt es sich aber auch um „Koordinatenmusik“, bei der die herkömmlichen Notenzeilen durch die Koordinaten der Börsencharts ersetzt werden.In seiner derzeitigen Fassung enthält das Börsenkonzert 4 Zitate:„Money, money, money“ (ABBA)„The Times they are a-changin“ (Bob Dylan)„Pennsylvania 6-5000“ (Glenn Miller)„Blues All’Alba“ (von Giorgo Gaslini aus Michelangelo Antonionis Fim „La Notte“)Alles übrige ist von Franz Koglmann komponiert bzw frei zu improvisieren.1. SatzDIE LETZTE VIERTELSTUNDETOKYO STOCK EXCHANGE 11/3/2011PARTITUR: Nikkei 225, 11/3/20112. SatzEIN BÖRSENTAGBÖRSE FRANKFURTPARTITUR: DAX 3/11/20113. SatzDAYTRADERS WEEKLONDON STOCK EXCHANGEPARTITUR: DAX 8–12/8/20113.1.DON’T GO FOR A COFFEE / WHILE STARTING A FLASH CRASH4. SatzGAME OVERLONDON, CITY, 30.10.20124.1.DAYTRADERS BLUES1. SatzDIE LETZTE VIERTELSTUNDETOKYO STOCK EXCHANGE 11/3/2011PARTITUR: Nikkei 225, 11/3/2011PROLOGDer Chefstratege der Sumitomo Corporationsagte in einem Interviewzu den  Vorfällen in Tokyo am 11. März 2011:Das Erdbeben begann um 14h45und bis zum Börsenschluss blieb noch eine ViertelstundeUnsere Trader hielten ihre Computer festklammerten sich an die Tische  -und machten weiter.Sie nutzten die erwarteten Kursbewegungenkauften und verkauftentaten ihren Jobund machten ihren Schnitt.TRADERMusik: Erdbeben. tiefe, gerade noch hörbare Frequenzen,dann RhythmusDie Erde bebt wieder unter Tokyodieses Haus gilt als sicher……doch jetzt wirds schlimmer als sonstim Büro lacht keiner mehrKollegen hocken unter ihren TischenRegale kippen umMauerteile lösten sichFuck! Meine Kaffeetasse ist umgefallen!Auf NHK die Nachricht:Erdbeben, Stärke 9 / nördlich von Tokyo.Tsunamiwarnung für die Küste von FukushimaNoch 15 Minuten / bis zum Börsenschluss!Diese Viertelstunde muss ich nutzen!auch wenn die Erde bebt.Mit einer Hand halt ich mich festden ergonomischen Sesselwie einen wilden Büffel / über die Erdstöße reitendmit der andern Hand / bediene ich die Tasten.Wer hat Fabriken im Norden?Sony / Toyota / Honda / Nissan..Verkaufen!Welche Branchen leiden unter Erdbeben?Tokyo Electric Power? Toshiba Kraftwerke? Tepco?Verkaufen! Verkaufen! Nippon Steel? Hat ProduktionsausfälleVerkaufen!Japan Railways? Zerstörte Infrastruktur.Verkaufen!Versicherungsaktien?Werden fallen. Verkaufen!Öl? Raffinerien zerstört, der Ölpreis sinkt.Verkaufen!Solarenergie?Verkaufen…. halt: Kaufen natürlich!Windkraft?Kaufen Und wer reibt sich nach Erdbeben die Händein Vorfreude auf einen fetten Wiederaufbau?Welche Branche profitiert davon?Die Baubranche!So kaufe ich also / in den letzten Börsenminutendieses denkwürdigen FreitagsAktien von Baufirmensoviel ich kriegen kann.Fukada?Kaufen!Ueki Corporation?Kaufen!Taiheiyo?Kaufen!Kajima?Kaufen! Kaufen! Closing Bell / EnterGeschafft!(break; die Closing Bell der NYSE wird gespielt)EPILOG(Musik spielt den steilen Fall des Nikkei 225)Rauch über der Stadtschief steht der Tower of Tokyodie Telefonnetze sind totdas Internet funktioniert nochNHK zeigt den Tsunami:Fahrzeuge auf der Flucht vor den Wassernein Auto rast zu auf die anbrandende Flutdie der Lenker noch nicht siehtBoote liegen kreuz & quer über StraßenAutos werden zu Haufen gespültmitten im Strudel / dutzende LKWs /  in auffälligem Gelbes geht doch nichts / über eine merkfähige / Corporate Colourein Schiff wird gegen ein Haus gespült / bringt es zum Einsturzein anderes läuft auf Grund-auf dem Dach einer FabrikhalleSchiffe pflügen die Felder bei Fukushimadie Flut wälzt sich hoch das Land Häuser drängen die Straßen entlangFeuer schwimmen auf Wasserneine brennende RaffinerieUnd was da vorbeitreibt ist ein Stadtviertelvon dessen Dächern Menschen winkenmit weißen Tüchern.Die Ästhetik der Fernsehberichte wird bestimmtvon den Amateurvideos auf Youtubees gibt die ersten Clips vom Geschehendie gelten als Zeichen von Authentizität.Gut dass Freitagabend ist!Das erspart uns morgen die Börsenpanik.Und was zeigen jetzt die Indices?Kurssturz des Nikkei:minus 6% innerhalb von 5 MinutenEinbruch bei Energieversorgern, Autos, Elektronikgewonnen haben Solar- und Windenergieund natürlich -die BaubrancheNach jeder Katastrophe ein schöner WiederaufbauSagt ich’s doch Und jetzt ein Glas ChampagnerAuf den heutigen SchnittLET’S TRADE THE WORLDLadies and GentlemenYess! 2. SatzEIN BÖRSENTAGBÖRSE FRANKFURTPARTITUR: DAX 3/11/20119hKann ein heißer Tag werdenDie G20 tagen in CannesZugleich Ministerrat in AthenKrisensitzungGriechenland ist nicht eben vertrauensbildenddas Referendum irritiertbei „Nein“ ist das Land bankrottdie Hilfskredite sind vorerst mal eingefrorengibt Griechenland den Euro aufsind Italien und Spanien das nächste ZielDer Euro steht schwächer als gesterndarunter leidet der DAXals der Handel eröffnet.fällt er rapideDie Währungsunion könnte wanken Der ehrenwerte Mr. Paul Krugmanunentwegter Prophet seines Gottes Keyneskennt natürlich das Rezept,mit dem die Krise –schwupps- verschwände:Einfach soviel Geld drucken wie gewünscht wird….Haha, wenns den nicht schon gäbemüssten wir Trader ihn für uns erfinden…Wo Keynes übrigens recht hat: In the long run we all are dead.Bob Dylans Song fällt mir ein:It will soon shake your windows and rattle your wallsfor the times they are a-changin’10hGute Nachrichten aus Athenman rechnet mit dem Rücktritt von Papandreoudamit wäre die Abstimmung vom TischUnd das beflü-hügelt die Börsen Evangelos Venizelos beruhigt:Das Volk stimme nur übers Sparprogramm abund nicht über den Verbleib beim EuroEin Austritt der Griechen sei nicht zu erwartenDen Euro, den wollen sie behaltenden Euro, den wollen sie behalten Merkl & Sarkozy haben ihren Job getanund Papandreou bearbeitetDer sagt jetzt das Referendum abDer DAX steigt Es zeigt sich die Verflechtung / von Markt und Politikdie Anleger reagieren / auf jedes Wortman sagt, die Politik tanzt nach der Pfeife der Märkteheute ist es umgekehrtHa! Da beklagt man die Übermacht der USA an den Finanzmärktendann kauft die Deutsche Börse die New York Stock Exchangeund was macht Europa? Will das verhindern.1100Auch Berlusconi / werde zurücktreten / hört man aus Romdas macht die Börsen frohnach Irland, Portugal und Griechenlandfällt jetzt also auch ItalienDie Märkte stürzen Regierungen.und nicht die OppositionDer Markt hat immer recht!Die Kurse drehen ins Plus. Zeit, mal den Ratingagenturen zu dankendie gern für ihre Botschaft gescholten werdenden schuldenseligen Politikern wird jetzt langsam klardass sie ihre Länder nicht ungestraft in die Pleite führen können Die G20 beschließen / Schattenbanken zu regelnvor allem / die Hedgefonds / ohne Lizenz.30 Banken gelten weltweit als systemrelevantdie müssen ihr Eigenkapital erhöhenund ein Testament vorbereiten / für den Konkursfallauch Ratingagenturen sollen geregelt werdendoch das wird noch dauern:die Politiker nutzen sie gern /  als bequeme SündenböckeUnd draußen die Typen von Occupy FrankfurtIhre Human-microphone-Taktik wirkt  eher als Stille Post:Hat der jetzt gesagt: Meet the rich! oder: Greet the rich!Hat er gesagt: Gutes Leben statt Profit! oder: Gutes Leben und Prosit!1200Ein Gerücht geht um in EuropaMario Draghi, Chef der EZBwerde gleich zu Beginn seiner Amtszeitdie Zinsen senkenum 25 Punktedie Devisenhändler rechnen schon damitDer Euro-Kurs steigtDer Markt entwickelt sich günstigJetzt kaufen! Haha, die EZB spielt den DJund die Börsen feiern Party…Nein, es geht schon  wieder bergabKeine Ahnung warum der Kurs sich verhältwie er sich eben verhältalles ist PsychologieDie Börsen wissen nicht wohin.Ist die Angst vor der Krise größerals die Angst Gewinne zu verpassen?Heute hat die Politik den Markt im Griffdas griechische Drama /  raubt allen die Nervender Erynnien Gesangbegleitet eine politische Schaukelbörsevolatiler / geht’s nimmer.A million… a billion… Its easy to get lost in the zerosDie Karikaturen in der Herald Tribune sind die besten:Occupyler zum Kapitalisten: Wir haben genug!Kapitalist zum Occupyler: Wir auch.Warum können übrigens Banker auch an Revolutionstagenungestört um 7h früh ins Büro fahren?Weil die Revolutionäre immer bis wenigstens 11h pennen müssen.1300BBC meldet den Rücktritt Papandreousein Austritt Griechenlands aus der Eurozonesei jetzt kein Tabu mehrdie Anleger fassen Mut.jetzt schnell reagieren!der DAX steigt über 6000 Punkte.werde mal kurz long gehen!Und draußen skandieren die Occupyler:Tax the Rich! Tax the rich! Na gut. Schon besser als Eat the rich!Wahrscheinlich bekömmlicherOccupyler an Kapitalisten: Wir zahlen nicht für eure KriseKapitalist an Occupyler: Das könnt ihr sowieso nicht.1400Es wurde bestätigt:Die EZB senkt die Zinsen / im Euro-Landum ein ViertelprozentSignal, dass Mario Draghials Retter des Euroin die Geschichte eingehen will.Ein Signal aber auch:die Krise ist ernster als angenommen.Und jetzt heißt es:Rücktritt Papandreous wieder abgesagtDer DAX sackt wieder ab auf 6000 Punkte.Die Berg- und Talfahrt geht weiter Bis jetzt galt die Regel:Politische Börsen haben kurze Beineseit der Schuldenkrise in Europaspielt Politik aber die tragende Rolle.Und draußen skandieren die Occupyler:Make Jobs, not War! Make Jobs not war!Klang früher schon smarter, da hieß das noch: Make Love, not war!Karikatur in der Herald Tribune:Penner zum Banker: Ich lebe von Staatsknete. Du auch?Banker zum Penner: Ich geb dem Staat bloß die Kredite dafür.1500Das griechische Fernsehen meldet:Papandreou werde nun docheiner neuen Regierung zustimmen,unter Beteiligung der Oppositionunklar ist noch, ob unter seiner FührungDas Signal für die Anleger ist klar:Mit der Opposition im Bootwird das Referendum nicht stattfinden.Sofort reagieren die Märkteder Dax springt nach oben.6.200 Punkte!Von nun an gehts bergauf.ein Kursfeuerwerk bricht los.ich warte abWas die Masse macht ist immer falsch.Und ich brauch heut noch einen Haircuthoffentlich bricht deswegen / nicht gleich eine Bank zusammen.Und draußen rumoren wieder die Occupylerwenn die wüssten: Mit einem Hack des High Frequency Tradeswäre das Finanzsystem binnen Minuten auszuhebeln.Empfehle dazu bloß ein Studium der Mathematik in Harvardoder wenigstens der Economics an der LSE1600Ein turbulenter Börsentag mit gutem Ausgang:plus 2,8 Prozent!Positiv stimmtendie Leitzinssenkung der EZBdie Absage des Referendums in Athenauch die Aussicht auf Berlusconis Rücktritthob deutlich die LauneEs lebe das Swingtradingnein, ist nichts Erotischesjede Kursbewegung besteht aus einzelnen Swingsdie man nutzen kann Doch die Volatilität ist hoch wie niediese Schwankungen machen mich ratlossie lassen sich rational /nicht nachvollziehen Eine Episode letztlich im Lauf der EurokalypseJetzt runter in die Fressgassaufs beste Steak in Frankfurtbevor die Nachtschicht beginnt.3. SatzDAYTRADERS WEEKLONDON STOCK EXCHANGEPARTITUR: DAX 8–12/8/2011Montag: EnttäuschungWird ein heißer Tag werdenhab schon Order platziert.Sonntag nachts noch auf Asiens BörsenMoody’s hat eben / die USA herabgestuftdie Wallstreet ist nervösman fürchtet die Rezessionund geht über in den Krisenmodusdie Politik versucht / die Märkte zu beruhigendie EZB kauft Staatsanleihendoch das genügt uns nichtSorry, we don’t buy / this rescue planwir wollen die Eurobonds!Ich rechne, dass die Kurse fallendie Frage ist nur, wie viel?als Daytrader ist es mir egalob die Kurse steigen oder fallen.in beide Richtungen lässt sich verdienen.(Opening Bell der NYSE wird  eingespielt) Opening Bell /Alles hält den Atem an:Der Kurssturz bleibt aus!Der DAX bewegt sich kaum nach unten.Die Welt geht doch nicht unterKeine Panikverkäufe. Kein KursfiaskoNervosität / doch nicht Hysterieleichte Beruhigung sogar / bei hoher Volatilitätwerde mich heute zurückhaltenund aus der zweiten Reihe zusehenfalls es doch noch zum großen Ausverkauf kommtverkaufe Gold: Cash is king.Wird der Weltuntergang erwartettritt er bestimmt nicht ein. Der Tag war eine Enttäuschungfür alle  / die auf ein Gemetzel gesetzt hatten.Die Kurse fielen weniger als erwartetund ich hab weniger verdient als erwartetund jetzt steht mir noch die Nacht bevor.Ginge ich schon um 22h nach Hausefragten die Kollegen wiederob ich hier etwa nur halbtags arbeite.Money never sleeps!Ich brauch Kaffee bitte!DIENSTAG / PANIKEine blutrote Nachtgegen Morgen wurden alle panischFear and loathing an der Wallstreet Habe viel Geld verlorenin 2 Stunden war  alles vernichtetwas ich in Wochen verdient hatteEs geht immer schneller runter als raufPanikattacken in Europa / Schock in den USAKursgemetzel überalldie Alarmglocken schrillendie Dämme brechendie Leute spielen verrückteine NervenschlachtHysterie in Hochgeschwindigkeitdie Kurse fallen und ich denke, das muss bald aufhörenaber es geht immer weiterder Dow verliert 500 PunkteBlutbad, Crash, Market meltdownEndzeitstimmungDas Tor zur Hölle ist aufgeht die Welt jetzt bankrott?Ein Kurssturz den die Fakten aber nicht rechtfertigen:genau genommen ist ja nichts passiertdie Anleger verloren bloß die Nervenim irrationalen ÜberschwangMein Schuhputzer ist da? Soll nur reinkommender Weltuntergang ist leichter zu ertragenin gut polierten Schuhenund ich habe dabei die Screens im BlickDie Börse funktioniert einfach:Ist die Gier größer als die Angst, geht’s nach obenist die Angst größer als die Gier geht’s nach untenLloyd Blankfein von Goldman Sachs sagt, Banker täten Gottes WerkNa gut, aber was machen dann bitte die atheistischen Banker?oder die Jungs vom Islamic Banking?oder Fernando Pessoas anarchistischer Banker?Ich trade im Moment nur kurzfristigob Gott oder nichtwill auch die kurzen Runs nutzenHin und Her macht Taschen leer sagt man allerdingsIch kann auch nicht mithaltenmit dem high frequency trading / der Computerdas schneller abschöpft als ich denken kannBin dafür, das zu regulierendie Mindesthaltezeit für Positionen sollte per Gesetzerhöht werden -auf  wenigstens 1 SekundeVor der Nachtschicht geh ich mal runterbrauch  jetzt einen Drink.MITTWOCH / NERVOSITÄTZuerst AufatmenKursfeuerwerk  zwischendurch heißkalte Wechselduschendann setzt sich die Talfahrt fortmit unverminderter Geschwindigkeit Auf den Schirmen das Blutrot fallender KurseAngst treibt das Gold / auf 1900 Dollar.die EZB stemmt sich gegen die Krisekauft vergiftete Anleihen von Schuldnerstaatenlangsam legen sich die PanikattackenDie Börse ist eine Herdenveranstaltung:auf  ein Signal hin stürmt die Meute losgesteuert von Angst oder GierDer Tag war schmerzfrei für michinvestierte in Realwertekaufte Edelmetall und Aktiendie in der Rezession zwar verlierensicherte mich aber ab / mit Verkaufsoptionenso verliere ich nichts und bekomme noch Geldmit dem ich billig nachkaufe.kaufte auch Rohstoffean denen man verdient / wenn die Wirtschaft boomtund es zur Knappheit kommtan denen man aber auch verdient / wenn’s bergab gehtweil die Regierungen dann Geld druckenund die Anleger in Sachwerte investierenaus Angst vor InflationAls Daytrader muss man aggressiv sein und gelassen zugleich Hmm, die City wird 3000 Leute abbauen,Wallstreet stellt 9000 neu ein.muss mal meine Standortfrage überdenkenGenug für heute!So, und jetzt runter auf ein Steak ins Gouchos!nein, lieber ins Hawksmoordort gibt’s jetzt die besten Steaks von LondonDONNERSTAG / BERUHIGUNGWas soll denn das!Der DAX startet im Plus!Und wann beginnt bitte der tägliche Absturz?Die Panikanleger sind wohl noch nicht munterDie Kurse wollen sich erholendoch die Schuldenstaaten vermiesen weiter / allen die Launewieder Herzflimmern und nervöses Zucken Die Märkte werden immer schnellerauf  Information / reagiert man / just in timeDie Meldungen der Agenturen kenne ichehe sie auf dem Bildschirm erscheinen.bin online mit Analystenüberall in der WeltComputer kaufen indessen /einander rauf und runterDie Trader haben einen sicheren Weg gefundendie Zukunft vorherzusagen: Sie gestalten sie sich selbstDer DAX ist weiter auf Berg- und Talfahrtund kurz vor Schluss geht ihm die Puste ausPsychologie! Anders ist das nicht zu erklärenEs gilt nicht mehr: Buy low, sell highEs gilt: Buy low, dont sell highIrgendwann wird man bemerken:die Unternehmen verdienen ja  immer noch GeldDer Friseur wartet? Gut. Soll reinkommen.Verluste tragen sich leichter, mit einem frischen HaircutIst doch wieder ganz gut gelaufenHab heute 200 Order eingegebenund jeden Future nach einer Minute verkauft.war bullisch auf Rohstoffe und Edelmetallehab gewonnen mit Anleihen, Goldaktien und Schweizer Frankenmich mit CDS abgesichertdie Verluste vom Montag sind wettgemachtThe trend is your friend! The trend is your friend!Ah, Donnerstag Abend!Runter in den Pub / zum üblichen Umtrunk unter KollegenDie Börsen der Welt sind letztlich / eine globale Gerüchteküche.FREITAG / ERHOLUNGNach einer Woche des Grauenssind die Börsen wieder gut gelauntLaunische Diven, diese Börsen!Doch der Bullenmarkt ist am Endeein Bärenmarkt hat begonnenTake your money and run Die Börsen gehen freundlich ins WochenendeJetzt auf Bullenfallen achten:kurzfristiger Anstieg, der zum Einstieg verlocktWer die entscheidende Viertelstunde der letzten Tage versäumt hathat alles versäumt.Was für eine Woche:USA verlieren ihr Triple ABanken leihen einander kein Geld mehrdie Anleger spielen verrückt.Doch die Panikattacken sind abgeklungenman möge doch bitte beim nächsten Malgleich dämpfende Drogen verteilenUnd Europa rückt zusammen!Lasst uns hier mal ausdrücklich den sog. „Märkten“ danken!Für ihre Verdienste um die europäische Einigung.Das hätte die Politik in Jahrzehnten nicht geschafft.Heuer werden unsere Boni gekürzt.auf maximal 100.000 Pfund.Mit dem Grundgehalt von 300.000 komm ich in London nicht weit.Werde wohl sparen müssen. Aber wo?Lebe ohnehin auf nur 600 QuadratmeternDie Oldtimersammlung abstoßen?Meine Tochter aus der Privatschule nehmen?Die Mitgliedschaft im Yachtclub kündigen?Na gut, aufs Golfen kann ich verzichtenUnd auf den Skiurlaub in den Alpen auch.Leergeschäfte werden jetzt in einigen Ländern verbotenSpiele das also künftig über Hongkong und ShanghaiMan hat uns Gier unterstellt.Doch  wir tun nur, was erlaubt istaber wir tun alles, was erlaubt istdas ist unser Job:Gesetz der GrenzmoralSäumig sind jene / die gewählt sind / zu normieren/ w a s erlaubt ist. Indessen bleibt mir nur: Um meine Boni zu sichernmuss auch ich tun was meine skrupellosesten Kollegen tunJetzt ab ins Weekend!In St. Katharine Docks an der Tower Bridgewartet auf den Daytrader / sein DaycruiserSunseeker / 30 Fuß / 2 mal 300 PSWill damit die Themse runter / zum Weekend nach BrightonWork Hard. Play hardNach der Krise ist vor dem Aufschwung….(singt)Let’s swing the party 3.1DON’T GO FOR A COFFEEWHILE STARTING A FLASH CRASHLet’s swing the party / Lets swing down the ThemseLets swing over to BrigthonBut don’t go for a coffee /while starting a flash crashBuy low, sell high / or your money says good byeBuy when the cannons roarBut don’t go for a coffee /while starting a flash crashA million, a billion / Its easy / to get lost in the zerosA million, a billion / let’s try to keep up with the herosLet’s swing London city / Lets swing the new trendsLet’s swing the whole marketBut don’t go for a coffee /while starting a flash crashLets swing friday evening / Lets swing the whole weekendLets swing till monday morningBut don’t go for a coffee /while starting a flash crashBuy low, sell high / or your money says good byeBuy when the cannons roarBut don’t go for a coffee /while starting a flash crashLets’s trade our plan / but get out when in doubteverything is allowedbut don’t follow the crowd, don’t follow the crowdLet’s swing the party / Lets swing down the ThemseLets swing over to BrigthonBut no Coffee To Go / while making your show 4. SatzGAME OVERLONDON-CITY, 30.10.2012KÜNDIGUNGVorhin kam der Anruf: ich soll ins Büro des Chefs kommenentweder geht’s um meinen Bonusoder um meine Entlassung, dachte ichIn der City fürchten alle mal wieder um ihre JobsTausende wurden schon gefeuertGehört zum Geschäft: Hire and fireDoch diesmal geht’s nicht nur um die kleinen Angestelltenes geht um uns, die Golden Boysdie Zauberer, die Milliarden kontrollierendie masters of the universeAber ich hab schon etliche Entlassungswellen überlebtmachte mir also auch diesmal keine Sorgenman schlachtet ja nicht die Gansdie goldene Eier legt.Ha! Diesmal gings tatsächlich um meine Entlassung.Mein Job sei gestrichen worden erklärte manich solle es nicht persönlich nehmenes gehe nicht um mich sondern um das wofür ich arbeitedas Investmentbanking werde redimensioniert.es  bringe nicht mehr die Einnahmen wie einstDerivate werden weniger gekauftEigengeschäfte wurden uns verbotenes gibt weniger Börsengänge und weniger Fusionenes betreffe die Emerging Marketsebenso wie den Bondhandelauch andere Abteilungen werden verschlanktdas Geschäft schrumpfe auf ein gesundes Maßdie Banken müssten wieder zu ihrem Kampfgewicht abspeckenkurz: meine Abteilung werde aufgelöst.(er lockert seine dezent gemusterte Krawatte von Brioni und beginnt, seine privaten Sachen in einen Karton zu werfen. Laptop; Ladegeräte, Fotos, Rasierapparat, Schuhputzzeug, „Tombstones“)Tja, ich bin wirklich rausdie Party ist vorübermein Blackberry wird abgeschaltetmein Sicherheitschip ist schon deaktiviertden Schlüssel zum Dienstwagen musste ich abgebenGut, man wird nicht Investmentbanker weil man Sicherheit erwartet man weiß: der Job ist ein Schleudersitz.THE SHIPBin dann erst mal runter in den Pub„The Ship“ im Talbot Courtwo schon im 17 JahrhundertDockarbeiter  und Deckhands ihr Bier trankennach dem Entladen der Schiffevon den St. Katherine DocksThe Ship öffnet früh, Banker sind meist früh im Büround brauchen ihren ersten Coffee to godiesmal hatten sich schon Dutzende Kollegen eingefundenmit ihren Kartons unterm Armum ihren Frust runterzuspülenweil sie nicht mehr in die Bank durftenjeder neue wurde mit großem Hallo begrüßtHi! Du auch!?(obenauf in den Karton stellt er eine Topfpflanze, sagt wie zur Entschuldigung dass er sich mit sowas Trivialem abgibt)War mal ein Geschenk!Die meisten hat man heute gar nicht mehr in die Büros gelassenwurden von Personalisten am Eingang abgefangendie ihnen einen Brief in die Hand drücktenund die Schlüssel abnahmen.man wollte vermeiden, dass sensible Daten die Bank verlassenKundenkonten zum Beispiel für neugierige FinanzämterSie mussten dann ihre Kollegen anrufendamit die ihnen die persönlichen Sachen runterbringenHöre, die UBS streicht 10.000 Jobsdie Citigroup 11.000Bank of America und HSBC bauen 30.000 aberst glaubte man an das übliche Spiel:eine Welle die vorübergeht wie alle anderndoch langsam wird allen klar: Dieses Mal ist es andersdie Finanzbranche macht ihre Katharsis durchdie fetten Jahre sind vorüberHa, bin nur neugierig, wer all die neuen Trading Floors besiedeln soll in den State-of-the-Art-Glastürmen der Canary Wharf!5 Jahre habe ich also für dieses Haus gearbeitetschon als Student der LSIhier im Sommer praktiziertbin als Jahrgangsbester eingeladen wordenmusste mich nicht erst bewerbenbin rasch aufgestiegenwar ja ein Superjobinternationale Reisengut dotiert, 300.000 fix, dazu die Boniund ein SpesenkontoWird schwierig sein, dorthin zurück zu kommenich fang wieder von ganz unten anwer hoch steigt kann tief fallen,oder für meine Freunde die Wienerisch verstehen:Wärst ned auffigstiegn, wärst ned owigfolln.Kürzlich ist ein Banker vom Dach des Coq d’Argent gesprungen, durchs Glasdach mitten hinein ins Atriumes war sein Lieblingsrestaurantweiß nicht ob er auch auf seinen Lieblingstisch gelandet istDerivate waren der Treibstoff der Finanzkrisedie Krise ist vorbei und vorbei ist auch das große Geschäftaber ich brächte schon noch die Millionendoch in Wahrheit werden wir für Basel III geopfertman bucht die kommenden Bankregulierungen eines wird mehr Eigenkapital gefordertund das kommt teuerweshalb man lieber das Geschäft zurückfährtVor der Krise brachten wir die höchsten Profitewir waren die Starsjetzt stürzt man uns von den SockelnEigentlich sind ja Banker die wahren Marxisten: haben die einzige Industrie verwirklicht, in der die Arbeit das Kapital ausbeutetund nicht umgekehrtNaja, die Zeitungleser wirds freuen,dass es jetzt auch mal uns erwischtzugegeben, erfolgreiche Trader sind manchmal etwas arrogantaber das Recht auf Arroganz ist hart erworbenjetzt aber ist Demut angesagtDabei war die Idee mit den Derivaten nicht falsch.das Ausfallsrisiko sollte nicht eine einzelne Bank treffensondern auf viele verteilt werdenDas Problem war nicht die Theoriedas Problem waren die Menschen.Haha, die Occupyler haben von uns gelernt„Strike Dept“ ist der neue Slogankaufen mit Spendengeldern abgewertete Schuldnerpapiereund erlassen den Schuldner dann ihre Schuld.Erinnert an „Herr, vergib uns unsere Schuldwie auch wir vergeben unseren Schuldnern“Der erste Versuch mit Krankenhausschuldenvon New Yorker Haushalten ist geglückt.bei einem Preis von 5 Cent für 1 Dollar.Funktioniert natürlich nur am Anfangdann ziehen sofort die Preise anund mit Spenden kommt man nicht mehr weitintelligenter Versuch immerhinausgeheckt natürlich von einem Börsentraderder mit Occupy sympathisiert.TAYYABSHab übrigens sofort meine Headhunterin angerufenund ihr meine Bewerbungsunterlagen gemailtdie ich selbstverständlich immer bereit halte, perfekt upgedatedseit der Finanzkrise habe sie 80% ihres Geschäfts verlorensagt sie, und diese Jobs kämen nicht wieder.Hab mich mit ihr im Tayyabs verabredetein gerade angesagtes pakistanisches Restaurantim Osten der Stadt, an der Whitechaple Roadsieht von außen mehr aus wie eine Imbissbudeals ein Restaurant für Cityboysdavor aber immer eine Warteschlangevon Anzugträgern und Kostümträgerinnenan denen man mich aber immer vorbeiwinktweil man mich dort kennt.Bis jetzt zumindest.Sie habe hunderte Bewerber auf ihrer Listesagte die Headhunterin, immer wieder rufen Banker anaber es gibt keine Angebote für sieund für andere Berufe seien die nicht vermittelbarwegen ihrer hohen Gehaltsvorstellungenfür die meisten bestünde derzeit keine Chanceim Finanzbereich wieder unterzukommensie müssten sich neu orientierenjedenfalls ihre Ansprüche stark zurückschraubenthey never come back, sagt sienur den Besten könne sie noch Hoffnung machenja, nur für die Besten sei noch Bedarf.(er grinst)Na also!So, und jetzt kultiviere ich erst mal meinen Biogemüsegartenin der Hackney Cityfarm, im Osten der Stadt Richtung Canary Wharf dort werden jetzt Äcker verpachtet.oder ich geh auf die Caymans und arbeite dort mit eigenem GeldInzwischen –let’s party the Blues…(singt den Blues)  DAYTRADERS BLUESLet’s party the Blues, man / let’s party the Bluesclosing bell has rung, man / let’s party the bluesshowtime is over / so come on / let’s start party the bluesI am a goodmood trader the dayand a goodmood dancer the nightI am a pretty good goodmood trader the dayand a damn goodmood dancer every nightwork hard, party hard and the trend / will be your friendFinance romances the day / finance romances the nightromances that are going  on with the sun round the worlda romance that will start here at every bright nightMoney never sleeps / Love ever creepsFinance is my romance all the timeLet’s trade the world, man / let’s trade the worldwhen the bell starts the morning sessionwe are going to trade the whole wide worldopening bell has rung at dawn / good morning marketsnow come on, move again, come onWhen money is in the line / I couldn’t tell you the timeWhen money is in the line / I’m not able to tell you the timeLet profits run / till the job is done /than take your money and runENDEBiografische Anmerkung:Alfred Zellinger war während seiner, wie er es nennt, „40 Jahre im Auge des Kapitalismus“ für Konzerne wie Unilever, Procter & Gamble und Philips tätig, dann mehr als 20 Jahre lang Bankdirektor, zuletzt CEO von Bösendorfer.(Wortspende mit freundlicher Genehmigung von Alfred Zellinger; Schriftsteller, Künstler und Kulturmanager- https://www.facebook.com/alfred.zellinger. Mehr von Alfred Zellinger HIER bzw. unter http://alfredzellinger.wordpress.com/ )


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    Stahlrohrmöbel (Catalogue 1934)
    1934
    Selbstverlag

    Dominique Lapierre, Jean-Pierre Pedrazzini, René Ramon
    So lebt man heute in Rußland
    1957
    Blüchert

    JH Engström
    Dimma Brume Mist
    2025
    Void

    Börsenkonzert - Aufführung für Jazz-Ensemble, zwei Schauspieler, eine Schauspielerin. Bühnenbild: Börsencharts (Alfred Zellinger)


    24.03.2013, 29957 Zeichen

    __________________Alle Rechte vorbehalten / Bühnenaufführungsrechte: Thomas Sessler Verlag, Wien__________________Die Finanzwirtschaft steht wieder im Zentrum des öffentlichen Interesses. Börsentrader, die Vermögen aus dem Nichts schaffen und auch wieder verspielen, früher oft bewundert als  „Masters of the Universe“, werden heute heftig kritisiert. Und jedermann ist heute ein Banker, weiß, was ein Banker zu tun hat, vor allem, was er nicht zu tun hat.Zeit, ein paar Börsentrader selbst zu Wort kommen zu lassen.Im „Börsenkonzert“ kommentieren sie ihren Job, geben Privates preis, führen einen inneren Monolog am Trading Floor.Der Trader an der Börse von Tokyo vom 11.3. 2011, als das große Erdbeben ausbricht und er inmitten der Erdstöße die letzte Viertelstunde bis zum Börsenschluss für seine Geschäfte nutzt.Der Trader an der Frankfurter Börse vom 3.11. 2011 als die Griechenlandkrise wieder einen Höhepunkt erreicht und er inmitten einer politischen Schaukelbörse seinen Job tut.Der Daytrader in der Londoner City in der Woche vom 8. bis 12. August 2011 als Moody’s eben die USA herabgestuft hatte und an den Börsen der Weltuntergang erwartet wird. Er absolviert die Woche mit gewohnter Coolness, fällt kurz darauf dennoch einer der großen Entlassungswellen im Finanzbereich zu Opfer.Börsenkurse werden im allgemeinen als Kurven dargestellt -die allerdings nur unvollkommen leisten was Musik, was Instrumente und Stimmen zu leisten vermögen: Emotionen zu kommunizieren. So entstand die Idee zu diesem Konzert, das den Sirenengesang der Märkte zu seinem Ausdruck bringen soll – mit Börsencharts als Partitur.Franz Koglmann zur Musik:Das Instrumentalensemble des Börsenkonzerts ist ungewöhnlich besetzt:Trompete in Bb (auch Flügelhorn)VioloncelloFagott (auch Kontrafagott)Schlagzeug (Drum Set)Dazu kommt (in der Minimalbesetzung) ein Sprecher/Schauspieler der auch bis zu einem gewissen Grad über gesangliche Fähigkeiten verfügen sollte. Die Musiker sollten ein gesteigertes Jazz- und Improvisationsverständnis mitbringen. Das betrifft auch die vorzüglich „klassischen“ Instrumente Cello und Fagott. Der Charakter der Musik ist als „jazzy“ zu bezeichnen. Die Musik ist partiell in konventioneller Notenschrift verfasst, teilweise ist sie zu improvisieren, zum Teil handelt es sich aber auch um „Koordinatenmusik“, bei der die herkömmlichen Notenzeilen durch die Koordinaten der Börsencharts ersetzt werden.In seiner derzeitigen Fassung enthält das Börsenkonzert 4 Zitate:„Money, money, money“ (ABBA)„The Times they are a-changin“ (Bob Dylan)„Pennsylvania 6-5000“ (Glenn Miller)„Blues All’Alba“ (von Giorgo Gaslini aus Michelangelo Antonionis Fim „La Notte“)Alles übrige ist von Franz Koglmann komponiert bzw frei zu improvisieren.1. SatzDIE LETZTE VIERTELSTUNDETOKYO STOCK EXCHANGE 11/3/2011PARTITUR: Nikkei 225, 11/3/20112. SatzEIN BÖRSENTAGBÖRSE FRANKFURTPARTITUR: DAX 3/11/20113. SatzDAYTRADERS WEEKLONDON STOCK EXCHANGEPARTITUR: DAX 8–12/8/20113.1.DON’T GO FOR A COFFEE / WHILE STARTING A FLASH CRASH4. SatzGAME OVERLONDON, CITY, 30.10.20124.1.DAYTRADERS BLUES1. SatzDIE LETZTE VIERTELSTUNDETOKYO STOCK EXCHANGE 11/3/2011PARTITUR: Nikkei 225, 11/3/2011PROLOGDer Chefstratege der Sumitomo Corporationsagte in einem Interviewzu den  Vorfällen in Tokyo am 11. März 2011:Das Erdbeben begann um 14h45und bis zum Börsenschluss blieb noch eine ViertelstundeUnsere Trader hielten ihre Computer festklammerten sich an die Tische  -und machten weiter.Sie nutzten die erwarteten Kursbewegungenkauften und verkauftentaten ihren Jobund machten ihren Schnitt.TRADERMusik: Erdbeben. tiefe, gerade noch hörbare Frequenzen,dann RhythmusDie Erde bebt wieder unter Tokyodieses Haus gilt als sicher……doch jetzt wirds schlimmer als sonstim Büro lacht keiner mehrKollegen hocken unter ihren TischenRegale kippen umMauerteile lösten sichFuck! Meine Kaffeetasse ist umgefallen!Auf NHK die Nachricht:Erdbeben, Stärke 9 / nördlich von Tokyo.Tsunamiwarnung für die Küste von FukushimaNoch 15 Minuten / bis zum Börsenschluss!Diese Viertelstunde muss ich nutzen!auch wenn die Erde bebt.Mit einer Hand halt ich mich festden ergonomischen Sesselwie einen wilden Büffel / über die Erdstöße reitendmit der andern Hand / bediene ich die Tasten.Wer hat Fabriken im Norden?Sony / Toyota / Honda / Nissan..Verkaufen!Welche Branchen leiden unter Erdbeben?Tokyo Electric Power? Toshiba Kraftwerke? Tepco?Verkaufen! Verkaufen! Nippon Steel? Hat ProduktionsausfälleVerkaufen!Japan Railways? Zerstörte Infrastruktur.Verkaufen!Versicherungsaktien?Werden fallen. Verkaufen!Öl? Raffinerien zerstört, der Ölpreis sinkt.Verkaufen!Solarenergie?Verkaufen…. halt: Kaufen natürlich!Windkraft?Kaufen Und wer reibt sich nach Erdbeben die Händein Vorfreude auf einen fetten Wiederaufbau?Welche Branche profitiert davon?Die Baubranche!So kaufe ich also / in den letzten Börsenminutendieses denkwürdigen FreitagsAktien von Baufirmensoviel ich kriegen kann.Fukada?Kaufen!Ueki Corporation?Kaufen!Taiheiyo?Kaufen!Kajima?Kaufen! Kaufen! Closing Bell / EnterGeschafft!(break; die Closing Bell der NYSE wird gespielt)EPILOG(Musik spielt den steilen Fall des Nikkei 225)Rauch über der Stadtschief steht der Tower of Tokyodie Telefonnetze sind totdas Internet funktioniert nochNHK zeigt den Tsunami:Fahrzeuge auf der Flucht vor den Wassernein Auto rast zu auf die anbrandende Flutdie der Lenker noch nicht siehtBoote liegen kreuz & quer über StraßenAutos werden zu Haufen gespültmitten im Strudel / dutzende LKWs /  in auffälligem Gelbes geht doch nichts / über eine merkfähige / Corporate Colourein Schiff wird gegen ein Haus gespült / bringt es zum Einsturzein anderes läuft auf Grund-auf dem Dach einer FabrikhalleSchiffe pflügen die Felder bei Fukushimadie Flut wälzt sich hoch das Land Häuser drängen die Straßen entlangFeuer schwimmen auf Wasserneine brennende RaffinerieUnd was da vorbeitreibt ist ein Stadtviertelvon dessen Dächern Menschen winkenmit weißen Tüchern.Die Ästhetik der Fernsehberichte wird bestimmtvon den Amateurvideos auf Youtubees gibt die ersten Clips vom Geschehendie gelten als Zeichen von Authentizität.Gut dass Freitagabend ist!Das erspart uns morgen die Börsenpanik.Und was zeigen jetzt die Indices?Kurssturz des Nikkei:minus 6% innerhalb von 5 MinutenEinbruch bei Energieversorgern, Autos, Elektronikgewonnen haben Solar- und Windenergieund natürlich -die BaubrancheNach jeder Katastrophe ein schöner WiederaufbauSagt ich’s doch Und jetzt ein Glas ChampagnerAuf den heutigen SchnittLET’S TRADE THE WORLDLadies and GentlemenYess! 2. SatzEIN BÖRSENTAGBÖRSE FRANKFURTPARTITUR: DAX 3/11/20119hKann ein heißer Tag werdenDie G20 tagen in CannesZugleich Ministerrat in AthenKrisensitzungGriechenland ist nicht eben vertrauensbildenddas Referendum irritiertbei „Nein“ ist das Land bankrottdie Hilfskredite sind vorerst mal eingefrorengibt Griechenland den Euro aufsind Italien und Spanien das nächste ZielDer Euro steht schwächer als gesterndarunter leidet der DAXals der Handel eröffnet.fällt er rapideDie Währungsunion könnte wanken Der ehrenwerte Mr. Paul Krugmanunentwegter Prophet seines Gottes Keyneskennt natürlich das Rezept,mit dem die Krise –schwupps- verschwände:Einfach soviel Geld drucken wie gewünscht wird….Haha, wenns den nicht schon gäbemüssten wir Trader ihn für uns erfinden…Wo Keynes übrigens recht hat: In the long run we all are dead.Bob Dylans Song fällt mir ein:It will soon shake your windows and rattle your wallsfor the times they are a-changin’10hGute Nachrichten aus Athenman rechnet mit dem Rücktritt von Papandreoudamit wäre die Abstimmung vom TischUnd das beflü-hügelt die Börsen Evangelos Venizelos beruhigt:Das Volk stimme nur übers Sparprogramm abund nicht über den Verbleib beim EuroEin Austritt der Griechen sei nicht zu erwartenDen Euro, den wollen sie behaltenden Euro, den wollen sie behalten Merkl & Sarkozy haben ihren Job getanund Papandreou bearbeitetDer sagt jetzt das Referendum abDer DAX steigt Es zeigt sich die Verflechtung / von Markt und Politikdie Anleger reagieren / auf jedes Wortman sagt, die Politik tanzt nach der Pfeife der Märkteheute ist es umgekehrtHa! Da beklagt man die Übermacht der USA an den Finanzmärktendann kauft die Deutsche Börse die New York Stock Exchangeund was macht Europa? Will das verhindern.1100Auch Berlusconi / werde zurücktreten / hört man aus Romdas macht die Börsen frohnach Irland, Portugal und Griechenlandfällt jetzt also auch ItalienDie Märkte stürzen Regierungen.und nicht die OppositionDer Markt hat immer recht!Die Kurse drehen ins Plus. Zeit, mal den Ratingagenturen zu dankendie gern für ihre Botschaft gescholten werdenden schuldenseligen Politikern wird jetzt langsam klardass sie ihre Länder nicht ungestraft in die Pleite führen können Die G20 beschließen / Schattenbanken zu regelnvor allem / die Hedgefonds / ohne Lizenz.30 Banken gelten weltweit als systemrelevantdie müssen ihr Eigenkapital erhöhenund ein Testament vorbereiten / für den Konkursfallauch Ratingagenturen sollen geregelt werdendoch das wird noch dauern:die Politiker nutzen sie gern /  als bequeme SündenböckeUnd draußen die Typen von Occupy FrankfurtIhre Human-microphone-Taktik wirkt  eher als Stille Post:Hat der jetzt gesagt: Meet the rich! oder: Greet the rich!Hat er gesagt: Gutes Leben statt Profit! oder: Gutes Leben und Prosit!1200Ein Gerücht geht um in EuropaMario Draghi, Chef der EZBwerde gleich zu Beginn seiner Amtszeitdie Zinsen senkenum 25 Punktedie Devisenhändler rechnen schon damitDer Euro-Kurs steigtDer Markt entwickelt sich günstigJetzt kaufen! Haha, die EZB spielt den DJund die Börsen feiern Party…Nein, es geht schon  wieder bergabKeine Ahnung warum der Kurs sich verhältwie er sich eben verhältalles ist PsychologieDie Börsen wissen nicht wohin.Ist die Angst vor der Krise größerals die Angst Gewinne zu verpassen?Heute hat die Politik den Markt im Griffdas griechische Drama /  raubt allen die Nervender Erynnien Gesangbegleitet eine politische Schaukelbörsevolatiler / geht’s nimmer.A million… a billion… Its easy to get lost in the zerosDie Karikaturen in der Herald Tribune sind die besten:Occupyler zum Kapitalisten: Wir haben genug!Kapitalist zum Occupyler: Wir auch.Warum können übrigens Banker auch an Revolutionstagenungestört um 7h früh ins Büro fahren?Weil die Revolutionäre immer bis wenigstens 11h pennen müssen.1300BBC meldet den Rücktritt Papandreousein Austritt Griechenlands aus der Eurozonesei jetzt kein Tabu mehrdie Anleger fassen Mut.jetzt schnell reagieren!der DAX steigt über 6000 Punkte.werde mal kurz long gehen!Und draußen skandieren die Occupyler:Tax the Rich! Tax the rich! Na gut. Schon besser als Eat the rich!Wahrscheinlich bekömmlicherOccupyler an Kapitalisten: Wir zahlen nicht für eure KriseKapitalist an Occupyler: Das könnt ihr sowieso nicht.1400Es wurde bestätigt:Die EZB senkt die Zinsen / im Euro-Landum ein ViertelprozentSignal, dass Mario Draghials Retter des Euroin die Geschichte eingehen will.Ein Signal aber auch:die Krise ist ernster als angenommen.Und jetzt heißt es:Rücktritt Papandreous wieder abgesagtDer DAX sackt wieder ab auf 6000 Punkte.Die Berg- und Talfahrt geht weiter Bis jetzt galt die Regel:Politische Börsen haben kurze Beineseit der Schuldenkrise in Europaspielt Politik aber die tragende Rolle.Und draußen skandieren die Occupyler:Make Jobs, not War! Make Jobs not war!Klang früher schon smarter, da hieß das noch: Make Love, not war!Karikatur in der Herald Tribune:Penner zum Banker: Ich lebe von Staatsknete. Du auch?Banker zum Penner: Ich geb dem Staat bloß die Kredite dafür.1500Das griechische Fernsehen meldet:Papandreou werde nun docheiner neuen Regierung zustimmen,unter Beteiligung der Oppositionunklar ist noch, ob unter seiner FührungDas Signal für die Anleger ist klar:Mit der Opposition im Bootwird das Referendum nicht stattfinden.Sofort reagieren die Märkteder Dax springt nach oben.6.200 Punkte!Von nun an gehts bergauf.ein Kursfeuerwerk bricht los.ich warte abWas die Masse macht ist immer falsch.Und ich brauch heut noch einen Haircuthoffentlich bricht deswegen / nicht gleich eine Bank zusammen.Und draußen rumoren wieder die Occupylerwenn die wüssten: Mit einem Hack des High Frequency Tradeswäre das Finanzsystem binnen Minuten auszuhebeln.Empfehle dazu bloß ein Studium der Mathematik in Harvardoder wenigstens der Economics an der LSE1600Ein turbulenter Börsentag mit gutem Ausgang:plus 2,8 Prozent!Positiv stimmtendie Leitzinssenkung der EZBdie Absage des Referendums in Athenauch die Aussicht auf Berlusconis Rücktritthob deutlich die LauneEs lebe das Swingtradingnein, ist nichts Erotischesjede Kursbewegung besteht aus einzelnen Swingsdie man nutzen kann Doch die Volatilität ist hoch wie niediese Schwankungen machen mich ratlossie lassen sich rational /nicht nachvollziehen Eine Episode letztlich im Lauf der EurokalypseJetzt runter in die Fressgassaufs beste Steak in Frankfurtbevor die Nachtschicht beginnt.3. SatzDAYTRADERS WEEKLONDON STOCK EXCHANGEPARTITUR: DAX 8–12/8/2011Montag: EnttäuschungWird ein heißer Tag werdenhab schon Order platziert.Sonntag nachts noch auf Asiens BörsenMoody’s hat eben / die USA herabgestuftdie Wallstreet ist nervösman fürchtet die Rezessionund geht über in den Krisenmodusdie Politik versucht / die Märkte zu beruhigendie EZB kauft Staatsanleihendoch das genügt uns nichtSorry, we don’t buy / this rescue planwir wollen die Eurobonds!Ich rechne, dass die Kurse fallendie Frage ist nur, wie viel?als Daytrader ist es mir egalob die Kurse steigen oder fallen.in beide Richtungen lässt sich verdienen.(Opening Bell der NYSE wird  eingespielt) Opening Bell /Alles hält den Atem an:Der Kurssturz bleibt aus!Der DAX bewegt sich kaum nach unten.Die Welt geht doch nicht unterKeine Panikverkäufe. Kein KursfiaskoNervosität / doch nicht Hysterieleichte Beruhigung sogar / bei hoher Volatilitätwerde mich heute zurückhaltenund aus der zweiten Reihe zusehenfalls es doch noch zum großen Ausverkauf kommtverkaufe Gold: Cash is king.Wird der Weltuntergang erwartettritt er bestimmt nicht ein. Der Tag war eine Enttäuschungfür alle  / die auf ein Gemetzel gesetzt hatten.Die Kurse fielen weniger als erwartetund ich hab weniger verdient als erwartetund jetzt steht mir noch die Nacht bevor.Ginge ich schon um 22h nach Hausefragten die Kollegen wiederob ich hier etwa nur halbtags arbeite.Money never sleeps!Ich brauch Kaffee bitte!DIENSTAG / PANIKEine blutrote Nachtgegen Morgen wurden alle panischFear and loathing an der Wallstreet Habe viel Geld verlorenin 2 Stunden war  alles vernichtetwas ich in Wochen verdient hatteEs geht immer schneller runter als raufPanikattacken in Europa / Schock in den USAKursgemetzel überalldie Alarmglocken schrillendie Dämme brechendie Leute spielen verrückteine NervenschlachtHysterie in Hochgeschwindigkeitdie Kurse fallen und ich denke, das muss bald aufhörenaber es geht immer weiterder Dow verliert 500 PunkteBlutbad, Crash, Market meltdownEndzeitstimmungDas Tor zur Hölle ist aufgeht die Welt jetzt bankrott?Ein Kurssturz den die Fakten aber nicht rechtfertigen:genau genommen ist ja nichts passiertdie Anleger verloren bloß die Nervenim irrationalen ÜberschwangMein Schuhputzer ist da? Soll nur reinkommender Weltuntergang ist leichter zu ertragenin gut polierten Schuhenund ich habe dabei die Screens im BlickDie Börse funktioniert einfach:Ist die Gier größer als die Angst, geht’s nach obenist die Angst größer als die Gier geht’s nach untenLloyd Blankfein von Goldman Sachs sagt, Banker täten Gottes WerkNa gut, aber was machen dann bitte die atheistischen Banker?oder die Jungs vom Islamic Banking?oder Fernando Pessoas anarchistischer Banker?Ich trade im Moment nur kurzfristigob Gott oder nichtwill auch die kurzen Runs nutzenHin und Her macht Taschen leer sagt man allerdingsIch kann auch nicht mithaltenmit dem high frequency trading / der Computerdas schneller abschöpft als ich denken kannBin dafür, das zu regulierendie Mindesthaltezeit für Positionen sollte per Gesetzerhöht werden -auf  wenigstens 1 SekundeVor der Nachtschicht geh ich mal runterbrauch  jetzt einen Drink.MITTWOCH / NERVOSITÄTZuerst AufatmenKursfeuerwerk  zwischendurch heißkalte Wechselduschendann setzt sich die Talfahrt fortmit unverminderter Geschwindigkeit Auf den Schirmen das Blutrot fallender KurseAngst treibt das Gold / auf 1900 Dollar.die EZB stemmt sich gegen die Krisekauft vergiftete Anleihen von Schuldnerstaatenlangsam legen sich die PanikattackenDie Börse ist eine Herdenveranstaltung:auf  ein Signal hin stürmt die Meute losgesteuert von Angst oder GierDer Tag war schmerzfrei für michinvestierte in Realwertekaufte Edelmetall und Aktiendie in der Rezession zwar verlierensicherte mich aber ab / mit Verkaufsoptionenso verliere ich nichts und bekomme noch Geldmit dem ich billig nachkaufe.kaufte auch Rohstoffean denen man verdient / wenn die Wirtschaft boomtund es zur Knappheit kommtan denen man aber auch verdient / wenn’s bergab gehtweil die Regierungen dann Geld druckenund die Anleger in Sachwerte investierenaus Angst vor InflationAls Daytrader muss man aggressiv sein und gelassen zugleich Hmm, die City wird 3000 Leute abbauen,Wallstreet stellt 9000 neu ein.muss mal meine Standortfrage überdenkenGenug für heute!So, und jetzt runter auf ein Steak ins Gouchos!nein, lieber ins Hawksmoordort gibt’s jetzt die besten Steaks von LondonDONNERSTAG / BERUHIGUNGWas soll denn das!Der DAX startet im Plus!Und wann beginnt bitte der tägliche Absturz?Die Panikanleger sind wohl noch nicht munterDie Kurse wollen sich erholendoch die Schuldenstaaten vermiesen weiter / allen die Launewieder Herzflimmern und nervöses Zucken Die Märkte werden immer schnellerauf  Information / reagiert man / just in timeDie Meldungen der Agenturen kenne ichehe sie auf dem Bildschirm erscheinen.bin online mit Analystenüberall in der WeltComputer kaufen indessen /einander rauf und runterDie Trader haben einen sicheren Weg gefundendie Zukunft vorherzusagen: Sie gestalten sie sich selbstDer DAX ist weiter auf Berg- und Talfahrtund kurz vor Schluss geht ihm die Puste ausPsychologie! Anders ist das nicht zu erklärenEs gilt nicht mehr: Buy low, sell highEs gilt: Buy low, dont sell highIrgendwann wird man bemerken:die Unternehmen verdienen ja  immer noch GeldDer Friseur wartet? Gut. Soll reinkommen.Verluste tragen sich leichter, mit einem frischen HaircutIst doch wieder ganz gut gelaufenHab heute 200 Order eingegebenund jeden Future nach einer Minute verkauft.war bullisch auf Rohstoffe und Edelmetallehab gewonnen mit Anleihen, Goldaktien und Schweizer Frankenmich mit CDS abgesichertdie Verluste vom Montag sind wettgemachtThe trend is your friend! The trend is your friend!Ah, Donnerstag Abend!Runter in den Pub / zum üblichen Umtrunk unter KollegenDie Börsen der Welt sind letztlich / eine globale Gerüchteküche.FREITAG / ERHOLUNGNach einer Woche des Grauenssind die Börsen wieder gut gelauntLaunische Diven, diese Börsen!Doch der Bullenmarkt ist am Endeein Bärenmarkt hat begonnenTake your money and run Die Börsen gehen freundlich ins WochenendeJetzt auf Bullenfallen achten:kurzfristiger Anstieg, der zum Einstieg verlocktWer die entscheidende Viertelstunde der letzten Tage versäumt hathat alles versäumt.Was für eine Woche:USA verlieren ihr Triple ABanken leihen einander kein Geld mehrdie Anleger spielen verrückt.Doch die Panikattacken sind abgeklungenman möge doch bitte beim nächsten Malgleich dämpfende Drogen verteilenUnd Europa rückt zusammen!Lasst uns hier mal ausdrücklich den sog. „Märkten“ danken!Für ihre Verdienste um die europäische Einigung.Das hätte die Politik in Jahrzehnten nicht geschafft.Heuer werden unsere Boni gekürzt.auf maximal 100.000 Pfund.Mit dem Grundgehalt von 300.000 komm ich in London nicht weit.Werde wohl sparen müssen. Aber wo?Lebe ohnehin auf nur 600 QuadratmeternDie Oldtimersammlung abstoßen?Meine Tochter aus der Privatschule nehmen?Die Mitgliedschaft im Yachtclub kündigen?Na gut, aufs Golfen kann ich verzichtenUnd auf den Skiurlaub in den Alpen auch.Leergeschäfte werden jetzt in einigen Ländern verbotenSpiele das also künftig über Hongkong und ShanghaiMan hat uns Gier unterstellt.Doch  wir tun nur, was erlaubt istaber wir tun alles, was erlaubt istdas ist unser Job:Gesetz der GrenzmoralSäumig sind jene / die gewählt sind / zu normieren/ w a s erlaubt ist. Indessen bleibt mir nur: Um meine Boni zu sichernmuss auch ich tun was meine skrupellosesten Kollegen tunJetzt ab ins Weekend!In St. Katharine Docks an der Tower Bridgewartet auf den Daytrader / sein DaycruiserSunseeker / 30 Fuß / 2 mal 300 PSWill damit die Themse runter / zum Weekend nach BrightonWork Hard. Play hardNach der Krise ist vor dem Aufschwung….(singt)Let’s swing the party 3.1DON’T GO FOR A COFFEEWHILE STARTING A FLASH CRASHLet’s swing the party / Lets swing down the ThemseLets swing over to BrigthonBut don’t go for a coffee /while starting a flash crashBuy low, sell high / or your money says good byeBuy when the cannons roarBut don’t go for a coffee /while starting a flash crashA million, a billion / Its easy / to get lost in the zerosA million, a billion / let’s try to keep up with the herosLet’s swing London city / Lets swing the new trendsLet’s swing the whole marketBut don’t go for a coffee /while starting a flash crashLets swing friday evening / Lets swing the whole weekendLets swing till monday morningBut don’t go for a coffee /while starting a flash crashBuy low, sell high / or your money says good byeBuy when the cannons roarBut don’t go for a coffee /while starting a flash crashLets’s trade our plan / but get out when in doubteverything is allowedbut don’t follow the crowd, don’t follow the crowdLet’s swing the party / Lets swing down the ThemseLets swing over to BrigthonBut no Coffee To Go / while making your show 4. SatzGAME OVERLONDON-CITY, 30.10.2012KÜNDIGUNGVorhin kam der Anruf: ich soll ins Büro des Chefs kommenentweder geht’s um meinen Bonusoder um meine Entlassung, dachte ichIn der City fürchten alle mal wieder um ihre JobsTausende wurden schon gefeuertGehört zum Geschäft: Hire and fireDoch diesmal geht’s nicht nur um die kleinen Angestelltenes geht um uns, die Golden Boysdie Zauberer, die Milliarden kontrollierendie masters of the universeAber ich hab schon etliche Entlassungswellen überlebtmachte mir also auch diesmal keine Sorgenman schlachtet ja nicht die Gansdie goldene Eier legt.Ha! Diesmal gings tatsächlich um meine Entlassung.Mein Job sei gestrichen worden erklärte manich solle es nicht persönlich nehmenes gehe nicht um mich sondern um das wofür ich arbeitedas Investmentbanking werde redimensioniert.es  bringe nicht mehr die Einnahmen wie einstDerivate werden weniger gekauftEigengeschäfte wurden uns verbotenes gibt weniger Börsengänge und weniger Fusionenes betreffe die Emerging Marketsebenso wie den Bondhandelauch andere Abteilungen werden verschlanktdas Geschäft schrumpfe auf ein gesundes Maßdie Banken müssten wieder zu ihrem Kampfgewicht abspeckenkurz: meine Abteilung werde aufgelöst.(er lockert seine dezent gemusterte Krawatte von Brioni und beginnt, seine privaten Sachen in einen Karton zu werfen. Laptop; Ladegeräte, Fotos, Rasierapparat, Schuhputzzeug, „Tombstones“)Tja, ich bin wirklich rausdie Party ist vorübermein Blackberry wird abgeschaltetmein Sicherheitschip ist schon deaktiviertden Schlüssel zum Dienstwagen musste ich abgebenGut, man wird nicht Investmentbanker weil man Sicherheit erwartet man weiß: der Job ist ein Schleudersitz.THE SHIPBin dann erst mal runter in den Pub„The Ship“ im Talbot Courtwo schon im 17 JahrhundertDockarbeiter  und Deckhands ihr Bier trankennach dem Entladen der Schiffevon den St. Katherine DocksThe Ship öffnet früh, Banker sind meist früh im Büround brauchen ihren ersten Coffee to godiesmal hatten sich schon Dutzende Kollegen eingefundenmit ihren Kartons unterm Armum ihren Frust runterzuspülenweil sie nicht mehr in die Bank durftenjeder neue wurde mit großem Hallo begrüßtHi! Du auch!?(obenauf in den Karton stellt er eine Topfpflanze, sagt wie zur Entschuldigung dass er sich mit sowas Trivialem abgibt)War mal ein Geschenk!Die meisten hat man heute gar nicht mehr in die Büros gelassenwurden von Personalisten am Eingang abgefangendie ihnen einen Brief in die Hand drücktenund die Schlüssel abnahmen.man wollte vermeiden, dass sensible Daten die Bank verlassenKundenkonten zum Beispiel für neugierige FinanzämterSie mussten dann ihre Kollegen anrufendamit die ihnen die persönlichen Sachen runterbringenHöre, die UBS streicht 10.000 Jobsdie Citigroup 11.000Bank of America und HSBC bauen 30.000 aberst glaubte man an das übliche Spiel:eine Welle die vorübergeht wie alle anderndoch langsam wird allen klar: Dieses Mal ist es andersdie Finanzbranche macht ihre Katharsis durchdie fetten Jahre sind vorüberHa, bin nur neugierig, wer all die neuen Trading Floors besiedeln soll in den State-of-the-Art-Glastürmen der Canary Wharf!5 Jahre habe ich also für dieses Haus gearbeitetschon als Student der LSIhier im Sommer praktiziertbin als Jahrgangsbester eingeladen wordenmusste mich nicht erst bewerbenbin rasch aufgestiegenwar ja ein Superjobinternationale Reisengut dotiert, 300.000 fix, dazu die Boniund ein SpesenkontoWird schwierig sein, dorthin zurück zu kommenich fang wieder von ganz unten anwer hoch steigt kann tief fallen,oder für meine Freunde die Wienerisch verstehen:Wärst ned auffigstiegn, wärst ned owigfolln.Kürzlich ist ein Banker vom Dach des Coq d’Argent gesprungen, durchs Glasdach mitten hinein ins Atriumes war sein Lieblingsrestaurantweiß nicht ob er auch auf seinen Lieblingstisch gelandet istDerivate waren der Treibstoff der Finanzkrisedie Krise ist vorbei und vorbei ist auch das große Geschäftaber ich brächte schon noch die Millionendoch in Wahrheit werden wir für Basel III geopfertman bucht die kommenden Bankregulierungen eines wird mehr Eigenkapital gefordertund das kommt teuerweshalb man lieber das Geschäft zurückfährtVor der Krise brachten wir die höchsten Profitewir waren die Starsjetzt stürzt man uns von den SockelnEigentlich sind ja Banker die wahren Marxisten: haben die einzige Industrie verwirklicht, in der die Arbeit das Kapital ausbeutetund nicht umgekehrtNaja, die Zeitungleser wirds freuen,dass es jetzt auch mal uns erwischtzugegeben, erfolgreiche Trader sind manchmal etwas arrogantaber das Recht auf Arroganz ist hart erworbenjetzt aber ist Demut angesagtDabei war die Idee mit den Derivaten nicht falsch.das Ausfallsrisiko sollte nicht eine einzelne Bank treffensondern auf viele verteilt werdenDas Problem war nicht die Theoriedas Problem waren die Menschen.Haha, die Occupyler haben von uns gelernt„Strike Dept“ ist der neue Slogankaufen mit Spendengeldern abgewertete Schuldnerpapiereund erlassen den Schuldner dann ihre Schuld.Erinnert an „Herr, vergib uns unsere Schuldwie auch wir vergeben unseren Schuldnern“Der erste Versuch mit Krankenhausschuldenvon New Yorker Haushalten ist geglückt.bei einem Preis von 5 Cent für 1 Dollar.Funktioniert natürlich nur am Anfangdann ziehen sofort die Preise anund mit Spenden kommt man nicht mehr weitintelligenter Versuch immerhinausgeheckt natürlich von einem Börsentraderder mit Occupy sympathisiert.TAYYABSHab übrigens sofort meine Headhunterin angerufenund ihr meine Bewerbungsunterlagen gemailtdie ich selbstverständlich immer bereit halte, perfekt upgedatedseit der Finanzkrise habe sie 80% ihres Geschäfts verlorensagt sie, und diese Jobs kämen nicht wieder.Hab mich mit ihr im Tayyabs verabredetein gerade angesagtes pakistanisches Restaurantim Osten der Stadt, an der Whitechaple Roadsieht von außen mehr aus wie eine Imbissbudeals ein Restaurant für Cityboysdavor aber immer eine Warteschlangevon Anzugträgern und Kostümträgerinnenan denen man mich aber immer vorbeiwinktweil man mich dort kennt.Bis jetzt zumindest.Sie habe hunderte Bewerber auf ihrer Listesagte die Headhunterin, immer wieder rufen Banker anaber es gibt keine Angebote für sieund für andere Berufe seien die nicht vermittelbarwegen ihrer hohen Gehaltsvorstellungenfür die meisten bestünde derzeit keine Chanceim Finanzbereich wieder unterzukommensie müssten sich neu orientierenjedenfalls ihre Ansprüche stark zurückschraubenthey never come back, sagt sienur den Besten könne sie noch Hoffnung machenja, nur für die Besten sei noch Bedarf.(er grinst)Na also!So, und jetzt kultiviere ich erst mal meinen Biogemüsegartenin der Hackney Cityfarm, im Osten der Stadt Richtung Canary Wharf dort werden jetzt Äcker verpachtet.oder ich geh auf die Caymans und arbeite dort mit eigenem GeldInzwischen –let’s party the Blues…(singt den Blues)  DAYTRADERS BLUESLet’s party the Blues, man / let’s party the Bluesclosing bell has rung, man / let’s party the bluesshowtime is over / so come on / let’s start party the bluesI am a goodmood trader the dayand a goodmood dancer the nightI am a pretty good goodmood trader the dayand a damn goodmood dancer every nightwork hard, party hard and the trend / will be your friendFinance romances the day / finance romances the nightromances that are going  on with the sun round the worlda romance that will start here at every bright nightMoney never sleeps / Love ever creepsFinance is my romance all the timeLet’s trade the world, man / let’s trade the worldwhen the bell starts the morning sessionwe are going to trade the whole wide worldopening bell has rung at dawn / good morning marketsnow come on, move again, come onWhen money is in the line / I couldn’t tell you the timeWhen money is in the line / I’m not able to tell you the timeLet profits run / till the job is done /than take your money and runENDEBiografische Anmerkung:Alfred Zellinger war während seiner, wie er es nennt, „40 Jahre im Auge des Kapitalismus“ für Konzerne wie Unilever, Procter & Gamble und Philips tätig, dann mehr als 20 Jahre lang Bankdirektor, zuletzt CEO von Bösendorfer.(Wortspende mit freundlicher Genehmigung von Alfred Zellinger; Schriftsteller, Künstler und Kulturmanager- https://www.facebook.com/alfred.zellinger. Mehr von Alfred Zellinger HIER bzw. unter http://alfredzellinger.wordpress.com/ )


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