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14.11.2012, 4786 Zeichen

(aus: Fachheft 2)

Die Baader Bank ist einer der größten Händler österreichischer Aktien in Deutschland. Ich sprach mit Nico Baader über Austro-AGs in München. Er kündigte ein grösseres Ö-Research-Universum an.

Herr Baader, die Baader Bank ist seit Jahren Mitglied der Wiener Börse. Sie sind auch einer der größten Händler von österreichischen Aktien in Deutschland. Welche Bedeutung spielt der österreichische Markt für Sie?

Nico Baader: Der österreichische Aktienmarkt ist – für uns als in München ansässiges Unternehmen – der zweite Heimatmarkt. Wien ist von München genauso nah wie Frankfurt und manche österreichischen Orte erreichen Sie von München schneller als von Wien. Wir sind stolz, als einer der größten Händler österreichischer Aktien in Deutschland auch Mitglied der Wiener Börse zu sein . Im Rahmen des Aufbaus des Investment Bankings haben wir auch das Research österreichischer Aktien aufgenommen.

Das war vor ziemlich genau einem Jahr mit einem Research-Team rund um Christine Reitsamer. Wie sind Sie mit der Positionierung und der Wahrnehmung im Markt zufrieden? In punkto Analysequalität liegen Sie ja gut, die Baader Bank führt kurz vor dem Zieleinlauf beim AnalystAward des Börse Express ...

Baader: Wir sind mit der Wahrnehmung sehr zufrieden und freuen uns über sehr viel positives Feedback von Investoren und Unternehmen. Gefreut hat uns, dass wir beim jährlichen Extel Survey, auf Basis einer weltweiten Befragung von Investoren, auf Platz 2 für österreichische Aktien gewählt wurden. Das ist ein toller Ansporn für das gesamte Team der Baader Bank.

Das Gespräch für dieses Fachheft Nr. 2 führen wir auf der Jahreskonferenz der C.I.R.A. und Sie kommen im Grunde direkt von Ihrer ersten „Baader Investment Conference“ in München. Ich habe heute von den C.I.R.A.-Gästen sehr viel Positives zu Ihrer Konferenz gehört. Fassen Sie vielleicht selbst bitte kurz zusammen, was die Intention hinter dem Event war? Der Termin ist ja mit dem Oktoberfest quasi aufgelegt ...

Baader: Ziel solcher Veranstaltungen war und ist es, Unternehmen und Investoren zusammen zu bringen. Das ist gelungen. Bereits bei unserer ersten Baader Investment Conference trafen 600 Vertreter aus beiden Gruppen zusammen. Neben Unternehmenspräsentationen konnten wir knapp 1000 Einzelgespräche organisieren. Für uns war es selbstverständlich, unsere österreichischen Unternehmenskunden auf diese Veranstaltung einzuladen, was bei den Investoren sehr gut ankam.

Es haben 19 österreichische Unternehmen in München teilgenommen, Ihr Research-Universum in Österreich umfasst derzeit noch nicht so viele Unternehmen. Kommt da jetzt eventuell mehr?

Baader: Wir haben uns sehr gefreut, dass sich bereits bei der ersten Konferenz 19 Unternehmen aus Österreich präsentiert haben. Im Research analysieren wir derzeit bereits elf österreichische Unternehmen. Zu vier weiteren Gesellschaften werden relativ kurzfristig die Coverage aufnehmen.

Ich weiß, dass es immer schwierig ist, so etwas den Veranstalter zu fragen. Aber: Welche Unternehmen aus Österreich haben sich besonders hervorgetan, sei es nun nach der Anzahl der One-on-Ones oder nach der Qualität des Vortrags. Vielleicht haben Sie ja auch irgendeine kleine Anekdote für mich parat.

Baader: Auch die kleineren österreichischen Firmen präsentieren sich seit Jahren professionell auch internationalen Investoren. Unternehmen, die einen Tag an der Konferenz teilnahmen, hatten i.d.R. sechs bis acht Einzelgespräche. Firmen, die mehrere Tage auf der Konferenz verbringen konnten, hatten teilweise bis zu 19 Meetings.

Zurück zum C.I.R.A.-Tag, ich habe eben einem Panel zum Thema Research beigewohnt. Sie waren auf dem Podium vertreten. Dem Thema Bezahlanalysen standen Sie sehr ablehnend gegenüber. Warum?

Baader: Bezahlte Aktien-Analysen werden von Investoren in der Regel nicht ernst genommen. Institutionelle Investoren erwarten unabhängiges Research.

Wie finanzieren Sie Ihr Research?

Baader: Als Investment Bank finanzieren wir uns hauptsächlich über die Wertpapierumsätze, die institutionelle Anleger über uns tätigen, also das Sekundärmarktgeschäft. Erfreulich ist natürlich auch, wenn uns Unternehmenskunden in ihre Eigen- und Fremdkapitaltransaktionen, das Primärmarktgeschäft, einbeziehen. Eine Querfinanzierung über Kreditvergabe oder Treasury-Geschäft ist, anders als bei Großbanken, für uns nicht möglich, da wir diese Arten von Geschäft nicht betreiben.

Abschließend: Welche weiteren Pläne verfolgen Sie am österreichischen Markt?

Baader: Wir haben das klare Ziel, unsere Marktposition bei den deutschen und österreichischen Aktien weiter auszubauen und der führende lokale Broker für Aktien aus den beiden Ländern zu werden. Als Unternehmen, das sich überwiegend im Besitz unserer Familie befindet, haben wir hierzu auch den nötigen langen Atem.





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Bildnachweis

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    Weekend-Interview: "Österreich als zweiter Heimatmarkt für die Baader Bank"


    14.11.2012, 4786 Zeichen

    (aus: Fachheft 2)

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    Baader: Wir sind mit der Wahrnehmung sehr zufrieden und freuen uns über sehr viel positives Feedback von Investoren und Unternehmen. Gefreut hat uns, dass wir beim jährlichen Extel Survey, auf Basis einer weltweiten Befragung von Investoren, auf Platz 2 für österreichische Aktien gewählt wurden. Das ist ein toller Ansporn für das gesamte Team der Baader Bank.

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    Es haben 19 österreichische Unternehmen in München teilgenommen, Ihr Research-Universum in Österreich umfasst derzeit noch nicht so viele Unternehmen. Kommt da jetzt eventuell mehr?

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    Baader: Als Investment Bank finanzieren wir uns hauptsächlich über die Wertpapierumsätze, die institutionelle Anleger über uns tätigen, also das Sekundärmarktgeschäft. Erfreulich ist natürlich auch, wenn uns Unternehmenskunden in ihre Eigen- und Fremdkapitaltransaktionen, das Primärmarktgeschäft, einbeziehen. Eine Querfinanzierung über Kreditvergabe oder Treasury-Geschäft ist, anders als bei Großbanken, für uns nicht möglich, da wir diese Arten von Geschäft nicht betreiben.

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