27.02.2026, 3216 Zeichen
Santander hat auf seinem Investorentag in London eine umfassende Strategie für die Jahre 2026 bis 2028 präsentiert. Die spanische Großbank strebt einen signifikanten Gewinnsprung und einen deutlichen Ausbau ihrer Marktposition in Europa und Amerika an. Im Zentrum stehen dabei Effizienzsteigerungen durch Technologie sowie eine deutlich attraktivere Dividendenpolitik für die Aktionäre.
Das finanzielle Kernziel der Bank ist beeindruckend: Bis 2028 soll der Jahresgewinn auf über 20 Milliarden Euro steigen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Santander auf eine Kombination aus moderatem Umsatzwachstum und strikter Kostendisziplin. Die Eigenkapitalrendite (RoTE) soll dabei von zuletzt 16,3 Prozent auf über 20 Prozent klettern.
Doch wie will die Bank diese ehrgeizigen Profitabilitätsziele in einem wettbewerbsintensiven Umfeld erreichen? Ein wesentlicher Treiber soll der massive Einsatz von künstlicher Intelligenz und Datenanalyse sein. Santander geht davon aus, dass diese Investitionen bis 2028 einen jährlichen Geschäftswert von über einer Milliarde Euro generieren – sowohl durch automatisierte Prozesse als auch durch stärker personalisierte Kundenangebote. Das Ziel ist eine Effizienzquote von rund 36 Prozent, was die Bank im Branchenvergleich sehr wettbewerbsfähig positionieren würde.
Parallel zur technischen Optimierung forciert das Institut das Kundenwachstum. Von aktuell 180 Millionen Kunden soll die Basis bis 2028 auf über 210 Millionen anwachsen. Dabei setzt Santander verstärkt auf Zukäufe in strategisch wichtigen Regionen.
Die jüngste Übernahme des US-Regionalkreditgebers Webster Financial für 12,3 Milliarden Dollar sowie der Kauf der britischen TSB unterstreichen diese Ambitionen. Allein aus dem Webster-Deal erwartet die Bank Kosteneinsparungen in Höhe von rund 800 Millionen Dollar. Mit einem aktuellen Kurs von 11,11 Euro bewegt sich das Papier derzeit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 11,15 Euro, was das Vertrauen der Marktteilnehmer in den eingeschlagenen Kurs widerspiegelt.
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Für Anleger dürften besonders die Pläne zur Kapitalverwendung von Interesse sein. Santander beabsichtigt, die Aktionärsvergütung ab dem Geschäftsjahr 2027 spürbar anzuheben. Die Barausschüttung soll dann rund 35 Prozent des Konzerngewinns betragen, während weitere 15 Prozent für Aktienrückkäufe reserviert sind.
Bis zum Jahr 2028 soll sich die Bardividende je Aktie im Vergleich zum Niveau von 2025 mehr als verdoppeln. Trotz dieser großzügigen Ausschüttungspläne bleibt die finanzielle Stabilität im Blick: Die Bank strebt für das Ende des Planungszeitraums eine harte Kernkapitalquote (CET1) von rund 13 Prozent an.
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