21.07.2026, 8057 Zeichen
Die Bawag verbucht im 1. Halbjahr einen Nettogewinn von 487,3 Mio. Euro, das entspricht einem Zugewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode von 19 Prozent. Die operativen Erträge wurden im Periodenvergleich um 8 Prozent auf 1.176,4 Mio. Euro gesteigert. Die Risikokosten erhöhten sich um 26 Prozent auf -140,6 Mio. Euro. Der Anstieg wurde laut Bawag durch das anhaltende Wachstum des Portfolios unbesicherter Kredite getragen, das sich in der Veränderung der Zusammensetzung der Aktiva widerspiegelt. Im zweiten Quartal 2026 seien zudem aktualisierte makroökonomische Annahmen berücksichtigt worden. Die Bank bestätigt ihr Ziel für den Nettogewinn 2026 von mehr als 960 Mio. Euro. Die mittelfristigen Ziele werden zum Jahresende aktualisiert, wie die Bank mitteilt. CEO Anas Abuzaakouk: "Wir profitieren weiterhin von den Investitionen der vergangenen Jahre, mit denen wir den Aufbau einer paneuropäischen und US-amerikanischen Bankengruppe vorantreiben. Im ersten Halbjahr haben wir zudem konsequent daran gearbeitet, die Voraussetzungen für eine vollständige Eigenfinanzierung der PTSB-Transaktion zu schaffen. " Er ergänzt: "Wir sind unverändert von der strategischen Attraktivität der geplanten Übernahme von PTSB überzeugt, die einen wesentlichen Schritt in unserem langfristigen Bekenntnis zum irischen Markt darstellt und freuen uns, mit der für Ende des Monats vorgesehenen Abstimmung der PTSB-Aktionäre, auf einen weiteren wichtigen Meilenstein, und erwarten, vorbehaltlich der Erfüllung der übrigen Bedingungen, den Abschluss der Transaktion im vierten Quartal diesen Jahres oder ersten Quartal nächsten Jahres." Vor dem Hintergrund einer starken Kapitalgenerierung im erstem Halbjahr 2026 und einer CET1-Quote von 17,4 Prozent zum Quartalsende sei man gut positioniert, die geplante Transaktion vollständig selbst zu finanzieren, betont die Bank.
Bawag (
Akt. Indikation: 171,90 /172,20, -1,40%)
Die wienerberger-Aktie büßt nach Vorlage des Trading Statements für das 2. Quartal deutlich ein. Der Umsatz stieg demnach im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 1,41 Mrd. Euro (Q2 2025: 1,25 Mrd. Euro). Dazu beigetragen haben strategische Akquisitionen und ein organisches Wachstum von 7 Prozent, vor allem in den Bereichen Infrastruktur und Sanierung, wie das Unternehmen mitteilt. Das operative EBITDA ist auf 230 Mio. Euro gesunken (Q2 25: 253 Mio. Euro), was auf eine deutlich schwächere Bautätigkeit im Wohnungsneubau als erwartet zurückzuführen ist, insbesondere in den USA, Kanada und Großbritannien, wie es heißt. Verglichen mit den Annahmen, die der ursprünglichen Prognose des Konzerns für 2026 zugrunde lagen, wird die schwächere Entwicklung der Neubauwohnungen das EBITDA des Konzerns im Jahr 2026 voraussichtlich um rund 100 Mio. Euro belasten, wovon etwa 40 Mio. Euro im 1. Halbjahr angefallen sind, so das Unternehmen. Daher wird im Jahr 2026 ein operatives EBITDA von rund 700 Mio. Euro erwartet (davor lag die Prognose bei 760 Mio. Euro). In einer Kurzmitteilung meinen die Raiffeisen-Experten: Der Konzernumsatz im Q2 stieg dank Akquisitionen und organischem Wachstum zwar, verfehlte die Erwartungen von 1,42 Mrd. Euro jedoch knapp. Beim operativen EBITDA wurden die Konsenserwartungen von 248,5 Mio. Euro klar nicht erreicht. Die anhaltend schwachen Wohnungsbaumärkte dürften das EBITDA im Jahr 2026 um rund 100 Mio. Euro gegenüber den ursprünglichen Planannahmen belasten, sodass wienerberger nun ein operatives EBITDA von rund 700 Mio. Euro für das Jahr 2026 erwartet. Bislang wurde ein Ergebnis von rund 810 Mio. Euro inklusive Italcer erwartet. Damit liegt man unter dem bisherigen Konsens von knapp 773 Mio. Euro."
Wienerberger (
Akt. Indikation: 21,02 /21,10, -5,56%)
Kontron hat einen europäischen Fahrzeughersteller für seine in Deutschland entwickelten und produzierten 5G Automotive Network Access Devices (NADs) gewonnen. Kontron rechnet vorerst mit der Abnahme von rund 150.000 5G-NAD-Modulen im Wert eines zweistelligen Millionenbetrages. Sollte der Fahrzeughersteller die Technologie auf weitere Fahrzeugplattformen ausrollen, sieht Kontron das Potenzial, das Liefervolumen auf mehr als das Dreifache auszuweiten. Die Module stammen aus der neuen Produktionsstätte in Düsseldorf, wie Kontron mitteilt. Mit der Entwicklung in Berlin und Fertigung in Düsseldorf ist Kontron derzeit der einzige Anbieter weltweit, der 5G-Kommunikationsmodule in Europa entwickelt und in Deutschland produziert.
Kontron (
Akt. Indikation: 23,02 /23,08, 0,83%)
Die Österreichische Post übernimmt 100 Prozent des serbischen Paketdienstleisters D Express. Der Kaufpreis wird nicht mitgeteilt. D Express transportierte im Jahr 2025 rund 14 Millionen Pakete, beschäftigt 1.300 Mitarbeiter*innen und erzielt einen Umsatz von fast 36 Mio. Euro. Die Post ist mit ihrer 100-prozentigen Tochter City Express bereits seit vielen Jahren am serbischen Markt tätig. Mit der Transaktion sollen die Stärken von D Express und City Express in einem gemeinsamen Unternehmen gebündelt werden. Post-Generaldirektor Walter Oblin: „Die Österreichische Post verfolgt eine klare internationale Expansionsstrategie: Wir wollen in Märkten wachsen, in denen wir mit eigener Kompetenz und starker lokaler Präsenz echten Mehrwert schaffen können. Die Übernahme von D Express ist für uns ein wichtiger Schritt, um die Internationalisierung unseres Paketgeschäfts weiter voranzutreiben und unsere Position in Südosteuropa nachhaltig auszubauen.“
Österreichische Post (
Akt. Indikation: 32,40 /32,55, -0,23%)
Die Analysten von First Berlin Equity Research setzen das Kursziel für die Marinomed-Aktie angesichts der erheblichen rechtlichen und finanziellen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprozess auf 'Under Review". Marinomed hat mitgeteilt, aufgrund des Scheiterns der Verhandlungen mit Unither, ein gerichtlich beaufsichtigtes Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung zu beantragen. Marinomed habe bisher keine Earn-out-Zahlungen aus dem Verkauf des Carragelose-Geschäfts erhalten. Diese Zahlungen sollten für die Rückzahlungen an die Hauptgläubiger, die Europäische Investitionsbank (EIB), ermöglichen. Die Analysten merken an: "Sollte es Marinomed gelingen, seine unmittelbaren Liquiditätsengpässe zu beheben und seine ausstehenden Schulden (1,45 Mio. Euro, fällig im November 2026; 2,37 Mio. Euro, fällig im Mai 2027; insgesamt 3,8 Mio. Euro) zurückzuzahlen, dürfte das Unternehmen bald in der Lage sein, den laufenden Betrieb aus seinem wachsenden Compounding-Geschäft und potenziellen Budesolv-Lizenzvereinbarungen zu finanzieren. Auch wenn diese Nachricht eindeutig eine negative Entwicklung darstellt, sind wir der Ansicht, dass die Restrukturierung eher als rechtliches Instrument zur Wiedererlangung der Verhandlungsmacht nach dem Scheitern der Verhandlungen mit Unither zu betrachten ist als eine Kapitulation."
Marinomed Biotech (
Akt. Indikation: 0,00 /0,00, -100,00%)
Der RBI sind bis zum 20. Juli 2026 Annahmeerklärungen für insgesamt 10.703.509 Aktien der Addiko zugegangen, was 55,50 Prozent aller angebotsgegenständlichen Addiko-Aktien entspricht und damit die Mindestannahmeschwelle des Angebots von mehr als 55 Prozent überschreitet.
RBI (
Akt. Indikation: 53,85 /53,95, 0,75%)
Addiko Bank (
Akt. Indikation: 26,70 /28,50, 0,36%)
Reploid hat von der Akira Management Holding, die Biogena-Gründer Albert Schmidbauer zuzurechnen ist, 25,1 Prozent an der Alimentastic GmbH übernommen. Es wurde zudem die Option vereinbart, die Beteiligung in den kommenden drei Jahren auf über 51 Prozent aufzustocken. Alimentastic aus Salzburg bringt internationale Marken in den europäischen Handel und fungiert den Angaben zufolge als Brückenbauer zwischen den Herstellern und dem Lebensmittelhandel, dem Fachhandel und dem Großhandel. Dabei übernimmt Alimentastic die komplette Wertschöpfungskette: von der Produktentwicklung zur Markteinführung über Distribution und Logistik bis hin zu Marketing- und Vertriebsstrategien.
(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 21.07.)
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Agrana
Die Agrana Beteiligungs-AG ist ein Nahrungsmittel-Konzern mit Sitz in Wien. Agrana erzeugt Zucker, Stärke, sogenannte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate sowie Bioethanol. Das Unternehmen veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu vielseitigen industriellen Produkten und beliefert sowohl lokale Produzenten als auch internationale Konzerne, speziell die Nahrungsmittelindustrie.
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