21.03.2026, 2349 Zeichen
Der Übernahmekampf um Janus Henderson spitzt sich zu. Trian Fund Management hat das überarbeitete Angebot von Victory Capital öffentlich abgelehnt – und damit die Fronten weiter verhärtet.
Trian hält gut 20 Prozent der Anteile an Janus Henderson und ist damit der einflussreichste Einzelaktionär des Vermögensverwalters. Den revidierten Übernahmevorschlag von Victory Capital – ein Cash-und-Aktien-Paket im Gesamtwert von 8,6 Milliarden Dollar – lehnt die Beteiligungsgesellschaft von Nelson Peltz kategorisch ab. Als Begründung nennt Trian fehlende Sicherheit beim Transaktionsabschluss sowie erhebliche Abwanderungsrisiken, die einen Deal mit Victory Capital aus seiner Sicht scheitern lassen würden. Trian verfolgt stattdessen sein eigenes Take-Private-Vorhaben und will Janus Henderson zu 49 Dollar je Aktie übernehmen.
Genau dieser Preis ist es, der die eigentliche Aussage des Marktes liefert. Die Aktie notierte heute früh bei rund 50,51 Dollar – und damit merklich über dem Trian-Angebot. Das ist ein klares Signal: Investoren erwarten, dass der endgültige Übernahmepreis höher liegen wird als die aktuell auf dem Tisch liegende Offerte.
Bis zur Abstimmung bleiben noch knapp vier Wochen. In dieser Zeit dürfte das Ringen zwischen Trian und Victory Capital weiter an Fahrt gewinnen. Welches Lager am Ende das bessere Argument für die übrigen Aktionäre hat, hängt nicht zuletzt davon ab, ob Victory Capital sein Angebot noch einmal nachschärft – oder Trian seinerseits nachlegt.
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Für Anleger bedeutet das: Die Prämie ist eingepreist, die Unsicherheit aber noch nicht ausgepreist. Der Kursrückgang von 1,7 Prozent heute spiegelt die unmittelbare Reaktion auf Trians Ablehnung wider – kein Einbruch, aber ein Fingerzeig, dass die Lage alles andere als geklärt ist.
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