24.04.2026, 4411 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Agrana: "Nachdem Agrana letzte Woche ihre vorläufigen Eckdaten zum GJ 2025/26 und ihren Ausblick für das kommende Wirtschaftsjahr präsentierte, haben wir unsere Schätzungen in unserer neuen Unternehmensanalyse angepasst. Unser Kursziel steigt dabei leicht auf EUR 12,70/Aktie (zuvor: EUR 12,50) und wir bestätigen unsere Halten-Empfehlung. Wir sehen die langfristige Investmentstory von Agrana, die auf einem diversifizierten Einkommensstrom aus dem Nahrungsmittelsektor basiert und sich zunehmend auf wertschöpfende Spezialprodukte konzentriert, als weiter intakt an. Das Unternehmen hat jedoch kurzfristig mit starkem Gegenwind zu kämpfen, und die Aussichten sind geprägt durch die Unsicherheiten verbunden mit dem zunehmenden Druck auf die wichtigsten Energie- und Agrarrohstoff- märkte als Folge des Iran-Kriegs. Wir sehen die Vor- und Nachteile des Investment Case der Agrana auf aktuellen Kursniveaus derzeit angemessen eingepreist."
Andritz: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur Andritz-Aktie bestätigen wir unsere Kaufen-Empfehlung mit neuem Kursziel EUR 86,0/Aktie (zuvor: EUR 71,90). Die Bewertung der Andritz-Aktie stufen wir nach wie vor als attraktiv ein, insbesondere in einer SOTP-Bewertung. Bewertet man das Segment Pulp & Paper zum Durchschnitt der Peer Group, würden die restlichen drei Geschäfts- bereiche Hydro, E&E und Metals zu Abschlägen von 35-50% bewertet (für die Geschäftsjahre 2026-2028). Allgemein sehen wir sehen die Andritz weiter als langfristigen Profiteuer struktureller Nachhaltigkeitstrends im Bereich der Ener- giewende, Dekarbonisierung, Wasserkraft und Umwelttechnologien."
Bawag: "Die BAWAG veröffentlichte diese Woche ihre Zahlen zum 1. Quartal 2026. Der Nettogewinn im Q1 lag bei EUR 232 Mio., was einem Gewinn je Aktie von EUR 3,00 entspricht und leicht unter den Konsensschätzungen lag. Das Management bestätigte seine Finanzziele 2026 (Nettogewinn über EUR 960Mio, ROTCE über 20%, CIR unter 33%), die Mittelfristziele werden zu Jahresende um die PTSB-Transaktion überarbeitet. Obwohl der Vorstand die Dividende für 2026 auf den Gewinn des 2. Halbjahres beschränkt, kann zumindest das Dividendenniveau von 2025 (EUR 6,25/Aktie) immer noch erreicht werden. Darüberhinausgehende Aktionärsrenditen hängen von der Kapitalposition zum Jahresende ab, wobei zusätzliche Ausschüttungen oberhalb einer CET1-Schwelle von 13% möglich sind. Strategisch sehen wir die PTSB-Übernahme weiterhin als positiven Schritt, bezweifeln aber bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ~3x, dass sie allein ausreicht, um die jüngste Kursrallye fortzusetzen."
Telekom Austria: "Die Ergebnisse des 1. Quartals 2026 lagen leicht über unseren und den Konsensus-Erwartungen. Der Vorstand bestätigte seinen Finanzausblick 2026 mit einem Um- satzwachstum von 2-3% und CAPEX-Ausgaben (ohne Spektruminvestitionen) von rund EUR 750 Mio. Das Betriebsergebnis lag dank einem starken internationalen Geschäft über un- seren Erwartungen. Die Tarifindexierungen in Kroatien (ab 1.3.) und Österreich (1.4.) werden die kommenden Quartalsergebnisse unterstützen. Wir stufen die TA-Aktie weiter mit Kaufen ein."
EuroTeleSites: "Die Q1-Zahlen trafen umsatzseitig unsere Erwartungen, der EBITDAaL und Nettogewinn lagen jedoch über unseren Erwartungen. Das Management bestätigte seinen Umsatzausblick 2026 mit einem Plus von etwa 4-5 % (2025 bereinigt: +5,3%). Der positive Cashflow soll weiterhin zum Schuldenabbau genutzt werden. Auch der Mittelfristausblick mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 4-5% und Dividendenzahlungen sobald das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA unter 5,0x liegt, wurde be- stätigt. Euro TeleSites verbuchte ein starkes Auftaktquartal 2026. Saisonal bedingt waren die Investitionen im Q1 sehr niedrig, sodass der Verschuldungsgrad von 5,5x zu Jahresende auf 5,2x im Q1 reduziert werden konnte. Für das Gesamt- jahr erwartet der Vorstand jedoch CAPEX-Ausgaben von rund einem Viertel des Umsatzes."
Ausblick: Kommende Woche berichten Erste Group, OMV, Andritz, Palfinger, Mayr-Melnhof und AMAG über ihre Q1-Ergebnisse. SBO, PORR, Semperit und Mayr-Melnhof halten ihre Hauptversammlungen ab. Verbund und Semperit handeln ex-Dividende.
Wiener Börse Party #1142: ATX leicht schwächer (mit aber), AT&S sorgt für irren Effekt, Auffälligkeit bei Semperit, KESt-Auflösung morgen
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Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).
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Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Bajaj Mobility AG, Lenzing, EVN, Polytec Group, Verbund, VIG, Wienerberger, DO&CO, Erste Group, Mayr-Melnhof, Fabasoft, Bawag, FACC, Porr, Österreichische Post, voestalpine, Wolford, SW Umwelttechnik, Rosenbauer, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Kapsch TrafficCom, Semperit, ATX TR.
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