18.03.2026, 3256 Zeichen
Der Aufbau einer vollständig heimischen US-Lieferkette für Graphit nimmt konkrete Formen an. Graphite One hat eine überzeichnete Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen und sich frisches Geld für die nächsten Entwicklungsschritte gesichert. Während das Unternehmen operativ die Weichen für die Produktion stellt, müssen Anleger die jüngste Kursschwäche verdauen.
Ursprünglich wollte das Management 30 Millionen Kanadische Dollar einsammeln. Die starke institutionelle Nachfrage führte letztlich zu einem Bruttoerlös von 35 Millionen Dollar. Käufer der gut 20 Millionen ausgegebenen Anteile erhielten neben der Stammaktie auch einen Optionsschein. Diese Warrants berechtigen in den kommenden drei Jahren zum Kauf einer weiteren Aktie für 2,25 Dollar.
Um die Handelbarkeit zu erhöhen, wurden die Papiere Anfang März unter dem Kürzel GPH.WT.A an der TSX Venture Exchange gelistet. Das frische Kapital fließt nun direkt in Designstudien, Genehmigungsverfahren und den Kauf von Ausrüstung für die geplante Verarbeitungsanlage.
Die aktuelle Aktienplatzierung ist nur ein Baustein einer viel größeren Strategie. Im Hintergrund winken massive staatliche Hilfen für das strategisch wichtige Projekt. Die US-Export-Import-Bank (EXIM) hat bereits Absichtserklärungen über insgesamt 2,07 Milliarden US-Dollar ausgestellt. Davon entfallen 670 Millionen auf das Minenprojekt in Alaska und 1,4 Milliarden auf die geplante Fabrik in Ohio.
Laut einer Machbarkeitsstudie aus dem vergangenen Jahr soll die Mine über zwei Jahrzehnte hinweg jährlich 175.000 Tonnen Graphit liefern. Die USA sind bei diesem kritischen Rohstoff, der unter anderem für Batterien benötigt wird, derzeit komplett auf Importe angewiesen.
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Trotz der operativen Fortschritte und der staatlichen Rückendeckung zeigt der Chart ein anderes Bild. Seit Jahresbeginn hat der Titel über 38 Prozent an Wert verloren. Gestern ging das Papier bei 0,73 Euro aus dem Handel und notiert damit weit unter dem 52-Wochen-Hoch von 1,52 Euro, das noch Ende Januar erreicht wurde. Marktbeobachter werten dies als Reaktion auf die Verwässerung durch die Kapitalmaßnahme und die noch ausstehenden finalen Finanzierungszusagen.
Der Zeitplan für die kommenden Jahre ist eng getaktet. Das Unternehmen plant, noch im laufenden Jahr 2026 die formellen Kreditanträge bei der EXIM-Bank einzureichen. Diese Darlehen sollen rund 70 Prozent der gesamten Investitionskosten decken. Gelingt es dem Management, parallel die restlichen 30 Prozent über private Investmentbanken zu sichern, soll die Anlage in Ohio 2028 erste synthetische Graphitprodukte herstellen. Die Förderung des natürlichen Graphits in Alaska ist für das Jahr 2030 angesetzt.
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