Bauwirtschaft benötigt „Umkehrschub“

25.03.2025, 2323 Zeichen

Oberwaltersdorf (OTS) - „ Allein in den letzten drei Jahren hat die Branche in Österreich durch das geringere Bauvolumen rund 1,9 Millionen m3 weniger an Dämmstoffen verkauft und verbaut. Ein Anspringen der Bauwirtschaft wird immer dringlicher “, analysiert Mag. Roland Hebbel, Vorstand der GDI 2050, die Entwicklung und aktuelle Situation in der Branche. „ Im über 200 Seiten starken Regierungsprogramm finden sich einige Seiten, die uns dennoch vorsichtig optimistisch in die Zukunft blicken lassen. In der Umsetzung - Stichwort Entbürokratisierung - braucht es jetzt den sprichwörtlichen ‚Umkehrschub‘ für die Bauwirtschaft “, so Hebbel.
Die Lockerung der Kreditvergaberichtlinien (KIM-Verordnung), zahlreiche, unter dem Titel „ Sanierungsbonus“ eingereichte Förderanträge, für die noch Mittel reserviert sind, „lassen“, so der GDI 2050 Vorstand, „auf ein Anspringen der Baukonjunktur hoffen, ebenso die 2024 unter dem Titel „Wohnbaumilliarde“ dotierten Fördergelder für die Bundesländer und den gemeinnützigen Wohnbau“.
Zwtl.: Dämmstoffmarkt 2024 auf 4,4 Millionen m3 geschrumpft (- 14,5 Prozent)
Nach einem Absatzhoch im Jahr 2021, in dem über 6,3 Millionen m3 an Dämmstoffprodukten verkauft werden konnten, ging es in den darauffolgenden Jahren für die Branche stetig bergab: 2022 brachte über alle Dämmstoffprodukte ein Minus von über 6 Prozent, im Jahr 2023 verdoppelte sich das Minus auf über 13,6 Prozent und erreichte im vergangenen Jahr sogar ein Minus von 14,5 Prozent. 2024 brachte mit insgesamt nur noch 4,4 Millionen m3 einen neuen Negativ-Rekord beim Dämmstoffabsatz.
Zwtl.: Rückgänge treffen alternative Dämmstoffarten und Schaumstoffe am stärksten
Die Rückgänge der Dämmstoffvolumina treffen die gesamte Branche weiterhin mit voller Härte: So mussten im vergangenen Jahr die alternativen Dämmstoffe (Zellulose, Schafwolle, Hanf etc.) ein Minus von 20,8 Prozent und die Schaumstoffe einen Rückgang von 17,1 Prozent verkraften. Die Mineralwolle weist mit 10,2 Prozent immer noch ein zweistelliges Minus aus.
Über GDI 2050
Die Gebäudehülle+Dämmstoff Industrie 2050 hat sich als Organisation und Interessensvertretung der Dämmstoff- und Fensterindustrie sowie weiterer Hersteller aus dem Bereich der Gebäudehülle zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz im Gebäudebereich signifikant zu verbessern und zukunftsfit zu machen.



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