13.08.2026, 1925 Zeichen
Die Polytec Group verbucht im 1. Halbjahr geringere Umsätze aufgrund der Portfolio-Anpassung. Die Ergebniskennzahlen konnten gegenüber dem Vorjahreszeitraum hingegen gesteigert werden. Konkret liegt der Konzernumsatz im Halbjahr bei 287,4 Mio. Euro und damit um 19,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang war im Wesentlichen auf die Veräußerung der Aktivitäten in Großbritannien zum Jahresende 2025 sowie die Schließung des Werks Weierbach in Deutschland Ende April 2026 zurückzuführen, wie das Unternehmen erklärt. Das EBITDA erhöhte sich um 7,0 Prozent auf 22,6 Mio. Euro, die EBITDA-Marge stieg von 5,9 auf 7,9 Prozent. Das EBIT verbesserte sich um 47 Prozent auf 8,3 Mio. Euro, die EBIT-Marge stieg von 1,6 auf 2,9 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich im Perioden-Vergleich von 1,4 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro.
Die Nettoverschuldung reduzierte sich gegenüber Ende Juni 2025 um 22,5 Mio. Euro auf 29,6 Mio. Euro. Gleichzeitig verbesserte sich der ROCE deutlich von 2,2 Prozent auf 9,0 Prozent. Der Konzern verfügte per Ende Juni über liquide Mittel von mehr als 34 Mio. Euro.
Wie berichtet, hat sich Polytec das Ziel gesetzt, den Umsatzanteil des Non-Automotive-Geschäfts mittelfristig – innerhalb der kommenden zwei bis drei Jahre – auf rund 30 Prozent des Konzernumsatzes zu erhöhen. Die Projektpipeline umfasst Anwendungen unter anderem in den Bereichen Mehrweg-, Bau und Industrielogistik. Einige Projekte haben laut Polytec zuletzt die nächste Reifestufe erreicht. Ein Beispiel ist BOOXit, eine intelligente und vernetzte Logistiklösung, bei der Polytec als Industrialisierungspartner und exklusiver Lieferant fungiert. Der Anteil des Bereichs Smart Plastic Applications am Konzernumsatz lag zum Halbjahr bei 7,2 Prozent.
Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 wurde bestätigt. Es wird weiterhin ein Konzernumsatz zwischen 560 Mio. und 590 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge von rund 3 Prozent erwartet.
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