19.03.2026, 3354 Zeichen
Rackspace Technology liefert dieser Tage gleich auf mehreren Ebenen: frische Partnerschaften, solide Quartalszahlen und Insiderverkäufe im Rahmen der üblichen Steuerpflichten. Die Aktie hat dabei in diesem Jahr bereits rund 90 Prozent zugelegt – ein beachtlicher Lauf.
Souveräne Cyber-Abwehr für britische Behörden
Die wohl substanziellste Meldung vom 18. März: Gemeinsam mit Rubrik bringt das Unternehmen eine neue Ransomware-Recovery-Lösung speziell für den britischen Markt auf den Weg. Der sogenannte UK Sovereign Cyber Recovery Cloud richtet sich an öffentliche Einrichtungen und regulierte Unternehmen im Vereinigten Königreich, die nach einem Cyberangriff innerhalb weniger Stunden den Betrieb wiederherstellen müssen.
Das Besondere daran: Alle Daten, Metadaten und administrative Zugänge verbleiben ausschließlich auf britischem Boden – vollständig isoliert vom Rest der Welt. Die Lösung ist auf die verschärften britischen Cyber-Vorgaben zugeschnitten, darunter das Rahmenwerk des National Cyber Security Centre sowie eine Meldepflicht innerhalb von 24 Stunden bei Sicherheitsvorfällen. Bereits 2025 hatten beide Unternehmen eine erste gemeinsame Cyber-Recovery-Lösung angekündigt, die britische Version ist die konsequente Weiterentwicklung.
Q4-Zahlen übertreffen die Erwartungen
Rückenwind kommt auch von den jüngsten Quartalsergebnissen. Für das vierte Quartal 2025 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 683 Millionen Dollar – gegenüber der Analystenschätzung von rund 675 Millionen Dollar ein solider Schlag. Beim Ergebnis je Aktie fiel das Minus mit 0,01 Dollar deutlich geringer aus als die prognostizierten minus 0,04 Dollar. Eine positive Überraschung, die im aktuellen Kurs ihren Niederschlag gefunden haben dürfte.
Passend dazu die Partnerschaft mit dem KI-Spezialisten Uniphore, die ebenfalls kürzlich formalisiert wurde. Ziel ist es, KI-Agentenservices für regulierte Branchen bereitzustellen – mit einem angestrebten Deploymentvolumen von 100 Millionen Dollar.
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Insider verkaufen planmäßig
Am selben Tag wurden zwei Insiderverkäufe bekannt: CFO Mark Marino trennte sich von rund 14.000 Aktien im Wert von gut 25.000 Dollar, EVP Dharmendra Kumar Sinha von rund 188.000 Aktien für knapp 341.000 Dollar. Beide Transaktionen erfolgten zum Kurs von 1,81 Dollar je Aktie und dienten der Deckung steuerlicher Verpflichtungen aus dem Vesting von Restricted Stock Units – abgewickelt über vordefinierte Handelspläne, die bereits im September 2023 eingerichtet wurden. Marino hält nach dem Verkauf weiterhin rund 2,16 Millionen Aktien, Sinha etwa 2,28 Millionen. Von einem strategischen Rückzug kann also keine Rede sein.
Analysten sehen den fairen Wert der Aktie derzeit zwischen 2,00 und 2,50 Dollar – bei einem aktuellen Kurs von rund 1,86 Dollar bleibt damit noch etwas Luft nach oben.
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