28.03.2026, 2794 Zeichen
Europas Regierungen pumpen gewaltige Summen in die Raumfahrt – und der Bremer Satellitenbauer OHB sammelt die Aufträge ein. Der frisch veröffentlichte Jahresbericht für 2025 untermauert eindrucksvoll, wie stark das Unternehmen von diesem geopolitischen Trend profitiert. Mit einem historischen Auftragsbestand im Rücken richtet das Management den Blick nun auf ambitionierte Mittelfristziele.
Starkes Wachstum auf allen Ebenen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte die Gesamtleistung um beachtliche 21 Prozent auf rund 1,25 Milliarden Euro. Auch die Profitabilität zog spürbar an. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg von 111,1 auf 125,6 Millionen Euro. Diese Zahlen belegen, dass die angestrebte Industrialisierung der Satellitenfertigung erste Früchte trägt und das Unternehmen seine Margen im Griff behält. Aktionäre sollen an dieser operativen Stärke mit einer stabilen Dividende von 0,60 Euro je Anteilsschein partizipieren.
Planungssicherheit durch Rekordaufträge
Die eigentliche Stärke des Konzerns liegt in der langfristigen Planungssicherheit. Zum Jahresende 2025 türmte sich der feste Auftragsbestand auf den Rekordwert von knapp 3,2 Milliarden Euro. Die Verteilung auf die Kernsegmente stellt sich wie folgt dar:
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- Space Systems: 2.508 Mio. Euro
- Access to Space: 362 Mio. Euro
- Digital: 324 Mio. Euro
Vor allem das Hauptsegment "Space Systems" profitiert massiv von staatlichen Budgets. Großprojekte wie die ESA-Mission LISA oder die Arktis-Satellitenkonstellation EPS-Sterna füllen die Kapazitäten auf Jahre hinaus. Zusätzlichen Rückenwind liefert das Rekordbudget der europäischen Raumfahrtagentur ESA von über 22 Milliarden Euro bis 2028 sowie die steigenden deutschen Militärausgaben für weltraumgestützte Infrastruktur.
Auf Basis dieses massiven Auftragspolsters peilt das Management bis 2028 einen Umsatzsprung auf über zwei Milliarden Euro an. Die Börse honoriert diese Aussichten bereits umfassend. Bei einem aktuellen Kurs von 257 Euro bringt es OHB auf eine Marktkapitalisierung von 4,9 Milliarden Euro. Da sich nach den strategischen Investitionen der vergangenen Jahre nur noch 4,89 Prozent der Aktien im Streubesitz befinden, dürfte das Angebot an handelbaren Papieren extrem verknappt bleiben. Dies stützt das aktuelle Kursniveau ab, sorgt aber bei neuen Auftragsmeldungen für schnelle Preisaufschläge.
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