10.04.2026, 3342 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Frequentis: "Nachdem Frequentis bereits Anfang Februar vorläufige Eckdaten zum Ge- schäftsjahr 2025 veröffentlicht hatte, folgten gestern finale Zahlen 2025. Der Vorstand bestätigte seinen Finanzausblick 2026 (Umsatzplus von 10%, EBIT-Marge von 7%). Engpässe bei Servern könnten sich bis Anfang 2027 als wachstumsbegrenzender Faktor erweisen, was der Grund für den konservativen Ausblick ist. Mittelfristig (gegen Ende des Jahrzehnts) wird eine zweistellige EBIT-Marge angestrebt. Die starke Nachfrage nach skalierbaren Produkten, wie z.B. die nächste Generation von Notdienstnetzen, Remote-Tower-Lösungen, Drohnenlösungen und der Wandel hin zu softwarezentrierten Lösungen (Bereich ATM) sind die wichtigsten Treiber. Frequentis profitiert weiterhin von starken Nachfragetrends am Markt. Andererseits könnten sich Verzögerungen, insbesondere bei der Verfügbarkeit von Chips, kurzfristig als Gegenwind erweisen. Die Bewertung der Aktie mit einem EV/EBITDA von etwa 17x für 2026 erscheint uns im Hinblick auf Wachstumsaussichten und Margenausweitung angemessen."
RBI: "Die RBI gab Mittwoch bekannt, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die Addiko Bank zu legen zu einem Kurs von EUR 23,05/Aktie. Für die RBI wäre das Angebot die zweite geplante Transaktion nach der Vereinbarung zur Übernahme von Garanti BBVA Romania und steht im Ein- klang mit ihrer Strategie, ihre Präsenz in den Kernmärkten zu stärken und gleichzeitig das relative Engagement in Russland zu reduzieren. Ob die RBI mit ihrem Angebot erfolgreich sein wird, ist allerdings fraglich. Bereits am Donnerstagabend gab die slowenische NLB überraschend bekannt, ebenfalls ein Übernahmeangebot für Addiko zu planen – und zwar zu einem Preis von EUR 29,0 je Aktie. Im Sommer 2024 war die NLB mit einem Übernahmeangebot von EUR 22,0 je Aktie noch gescheitert."
Telekom Austria: "In unserem neuen Sektorreport zu den Telekomwerten in Österreich und CEE stufen wir die Telekom Austria-Aktie von Halten auf Kaufen hoch und erhöhen unser Kursziel von EUR 10,30/Aktie auf EUR 12,00/Aktie. Mit ihrer starken Bilanz und niedrigen Investitionsplänen stufen wir die TA-Aktie als Top Pick im CEE-Telekom-Universum ein. Da die Verschuldung unter dem Sektorschnitt liegt, sehen wir damit Potenzial für eine größere M&A-Transaktion und/oder eine einmalige höhere Dividende. Die Bewertung ist im Sektorvergleich mit Abschlägen von 20% auf Basis EV/EBITDA ebenfalls attraktiv."
EuroTeleSites: "In unserem neuen Sektorreport zu den Telekom Werten in Österreich und CEE bestätigen wir unsere Akkumulieren-Empfehlung für die Euro TeleSites-Aktie mit neuem Kursziel von EUR 5,35/Aktie (zuvor: EUR 5,90). Die Bewertung der ETS-Aktie im Peer Group Vergleich ist attraktiv mit Abschlägen von rund einem Drittel auf Basis EV/EBITDA. Der Nettoinventarwert der Standorte zum Jahresende 2025 deutet auf eine noch höhere Unterbewertung der ETS-Aktien hin (~47 %)."
Ausblick: Kommende Woche präsentiert der Flughafen Wien die Verkehrsergebnisse für den März 2026. Erste Group, Post und AMAG halten ihre Hauptversammlungen ab. Die RBI notiert Ex-Dividende.
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Muttertag - für Mama - das Vorwort zum Fanboy-Buch zur Wiener Börse mit Songwidmung
Aktien auf dem Radar:Telekom Austria, AT&S, Flughafen Wien, Amag, CPI Europe AG, voestalpine, Oberbank AG Stamm, Verbund, OMV, CA Immo, Zumtobel, Polytec Group, Rosenbauer, Semperit, BKS Bank Stamm, EuroTeleSites AG, Österreichische Post, Allianz, Rheinmetall, Continental, Porsche Automobil Holding, Fresenius Medical Care, Fresenius, Zalando, Deutsche Boerse, Brenntag, adidas, Commerzbank, Infineon, MTU Aero Engines, SAP.
VBV
Die VBV-Gruppe ist führend bei betrieblichen Vorsorgelösungen in Österreich. Sowohl im Bereich der Firmenpensionen als auch bei der Abfertigung NEU ist die VBV Marktführer. Neben der VBV-Pensionskasse und der VBV-Vorsorgekasse gehören auch Dienstleistungsunternehmen wie die VBV-Pensionsservice-Center, die VBV-Consult, die VBV-Asset Service und die Betriebliche Altersvorsorge-SoftWare Engineering zur VBV-Gruppe.
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