12.03.2026, 2985 Zeichen
Monatelang hingen Milliardenprojekte in der Schwebe, nun gibt es grünes Licht für den dänischen Energiekonzern in den USA. Bundesrichter haben die umstrittenen Baustopps der US-Regierung für wichtige Offshore-Windparks per einstweiliger Verfügung einkassiert. Damit wendet das Unternehmen weiteren wirtschaftlichen Schaden ab und nimmt die Arbeiten an seinen Vorzeigeprojekten ab heute wieder auf.
Juristischer Sieg an der US-Ostküste
Die jüngsten Gerichtsurteile heben die Aussetzung der Großprojekte an der amerikanischen Ostküste auf. Bundesrichter Royce Lamberth bezeichnete die von der US-Regierung angeführten nationalen Sicherheitsbedenken als willkürlich. Das Gericht stellte fest, dass die Regierung keine konkreten Beweise vorlegte, die den massiven wirtschaftlichen Schaden des Baustopps rechtfertigen könnten.
Durch diesen Beschluss rücken die Spezialschiffe wieder aus. Das Revolution-Wind-Projekt, das vor dem Stopp bereits zu 87 Prozent fertiggestellt war, geht ebenso wieder in die aktive Bauphase über wie das zur Hälfte fertige Sunrise-Wind-Projekt.
Teure Verzögerungen belasten die Bilanz
Die behördlichen Blockaden hatten zuvor deutliche Spuren in den Büchern hinterlassen. Als die Baustopps Ende 2025 verhängt wurden, rutschte der Aktienkurs innerhalb von 48 Stunden um 13 Prozent ab. Für das vierte Quartal 2025 musste Ørsted eine Wertminderung von 10,2 Millionen US-Dollar verbuchen, die direkt auf die Aussetzung im Dezember zurückzuführen ist.
Diese Summe reiht sich an die hohen Abschreibungen von 12,1 Milliarden Dänischen Kronen (etwa 1,62 Milliarden US-Dollar) aus dem Vorjahr ein, die das US-Portfolio betrafen. Mit dem jetzigen Neustart stoppt das Unternehmen zumindest die teuren Leerlaufkosten für Ausrüstung und Personal.
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Rückkehr zur Dividende geplant
Mit der Wiederaufnahme der Arbeiten in den USA untermauert Ørsted seine Finanzziele für das laufende Jahr. Der Konzern bestätigt seine Prognose für 2026 und rechnet weiterhin mit einem operativen Gewinn (EBITDA) von über 28 Milliarden Dänischen Kronen. Die Windparks Revolution und Sunrise sollen in den Jahren 2026 und 2027 den ersten Strom liefern.
Auch abseits der USA strafft das Management die Strukturen: Das Veräußerungsprogramm, inklusive des Verkaufs des europäischen Onshore-Geschäfts, wurde früher als geplant abgeschlossen. Als Zeichen der finanziellen Stabilisierung nach einer Phase hoher Zinsen und regulatorischer Unsicherheiten kündigte Ørsted an, für das Geschäftsjahr 2026 wieder eine Dividende auszuschütten.
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