23.03.2026, 3159 Zeichen
Während eine fünftägige diplomatische Feuerpause im Nahen Osten die globalen Ölmärkte kurzzeitig beruhigt, ordnet Shell seine Lieferketten neu. Um die massiven Ausfälle durch die blockierte Straße von Hormus und die beschädigte Anlage in Katar zu kompensieren, greift der Energiekonzern nun im großen Stil auf amerikanische Notreserven zurück. Gleichzeitig rückt ein potenzieller neuer Deal in Südamerika in den Fokus der Analysten.
Fokus auf Venezuela und Südamerika
Die Sperrung der Straße von Hormus blockiert derzeit rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Transporte. Um diese logistische Lücke zu schließen, prüft das Management verstärkt Alternativen in Südamerika. Marktbeobachter sehen in einem möglichen neuen Ölabkommen mit Venezuela einen zentralen Katalysator, um die Lieferfähigkeit des Konzerns aufrechtzuerhalten. Diese Anpassungsfähigkeit an veränderte Handelsrouten spiegelt sich auch in der jüngsten Kursentwicklung wider: Auf Monatssicht verzeichnet das Papier ein Plus von gut 13 Prozent auf aktuell 38,32 Euro.
Millionen Barrel aus der US-Reserve
Parallel dazu hat sich das Unternehmen am vergangenen Freitag den größten Einzelanteil aus einer Freigabe der strategischen US-Ölreserve (SPR) gesichert. Die Zuteilung von 16,2 Millionen Barrel aus Lagerstätten in Texas und Louisiana wird bereits in das Netzwerk eingespeist. Dieser Zufluss bildet einen essenziellen Puffer für das Raffineriegeschäft. Die zusätzlichen Mengen sind besonders wichtig, da die Pearl-GTL-Anlage in Katar nach einem Angriff Anfang des Monats voraussichtlich ein ganzes Jahr für die vollständige Reparatur benötigt.
Profitables Leihgeschäft
Interessant ist die wirtschaftliche Struktur dieses US-Deals. Es handelt sich nicht um einen klassischen Kauf, sondern um ein langfristiges Darlehen. Shell muss die geliehenen Mengen zuzüglich eines Aufschlags von bis zu 22 Prozent zwischen September 2026 und September 2028 zurückgeben.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Shell?
Dieses Modell rechnet sich aufgrund der aktuellen Marktstruktur: Während Öl zur sofortigen Lieferung im April bei rund 98 US-Dollar pro Barrel notiert, kosten Terminkontrakte für 2028 nur etwa 72 US-Dollar. Diese Preisdifferenz ermöglicht es dem Konzern, sich sofortige physische Liquidität zu sichern und die Rückzahlung in einem prognostizierten Niedrigpreisumfeld einzuplanen.
Neben der kurzfristigen Krisenbewältigung forciert das Management weiterhin das integrierte Gasportfolio. Der Konzern geht davon aus, dass die weltweite LNG-Nachfrage bis 2050 um mindestens 45 Prozent steigen wird. Konkrete Details zur Raffinerieauslastung und den genauen Auswirkungen der US-Ölreserven auf die Quartalsmargen wird das Unternehmen im nächsten operativen Update vorlegen.
Anzeige
Shell-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Shell-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:
Die neusten Shell-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Shell-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Shell: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Monthly Main Event #3: Darüber spricht man an der Wiener Börse im Juni 2026, alles im Zeichen der 20. ZFA-Awards (... Re-Live hier)
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:AT&S, Frequentis, Telekom Austria, Amag, Semperit, EuroTeleSites AG, DO&CO, Rosgix, CPI Europe AG, CA Immo, Lenzing, SBO, voestalpine, Andritz, Porr, SW Umwelttechnik, Wolford, Warimpex, Österreichische Post, UBM, Zalando, Siemens Energy, Microsoft, IBM, Caterpillar, salesforce.com, Fresenius Medical Care, adidas, Vonovia SE, Rheinmetall, BASF.
Random Partner
VIG
Die Vienna Insurance Group (VIG) ist mit rund 50 Konzerngesellschaften und mehr als 25.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv. Bereits seit 1994 notiert die VIG an der Wiener Börse und zählt heute zu den Top-Unternehmen im Segment “prime market“ und weist eine attraktive Dividendenpolitik auf.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Wiener Börse Party #1187: ATX schwächer, Indexaufnahme für Innio, Space ...
» Wiener Börse zu Mittag schwächer: Bajaj Mobility, Frequentis und UBM ges...
» Raiffeisen Zertifikate krönt sich zum 20. Mal in Folge – die Ergebnisse ...
» Musikbranche ohne Filter: Sebastian Kuck sagt, was junge Musiker über da...
» Österreich-Depots: Weekend Bilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 26.6.: Kapsch (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Emerald Horizon feiert starkes Börsendebüt – ATX gibt nach und Addiko-Üb...
» Emerald Horizon debütiert im Fließhandel an der Wiener Börse – CEO Flori...
» Nachlese: Florian Wagner, Silvia Polan (audio cd.at)
» PIR-News: News zu Addiko, Börsendebüt von Emerald Horizon, Raiffeisen-Ma...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Party #1187: ATX schwächer, Indexauf...
- AT&S-Aufsichtsrätin Gertrude Tumpel-Gugerell verk...
- Neue Bilder: Sabina Haas, Florian Wagner, Silvia ...
- Wiener Börse zu Mittag schwächer: Bajaj Mobility,...
- Erste AM legt neuen Laufzeitfonds auf
- Post: bank99-Kunden heben an 4.750 Euronet-Geldau...
Featured Partner Video
Zertifikate Party Österreich: Lars Reichel, Börse & Zertifikate aufs Ohr im gettex-Style (noch 7 Tage bis zum 20. Zertifikate Award 2026)
Zertifikate Party Österreich mit dem Zertifikate Award Austria Countdown: Noch 7 Tage bis zum 20. Zertifikate Award 2026, heute ist Lars Reichel, Head of Sales bei der zur Bayerischen Börse gehören...
Books josefchladek.com
Bertien van Manen
Let's Sit Down Before We Go
2011
MACK
Keizo Kitajima
USSR 1991
2012
Little Big Man
Pierre Bost
Photographies Modernes Présentées par Pierre Bost
1927
Librairie des arts Décoratifs
