Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Iran-Krieg: Ölpreise explodieren nach Angriffen auf Tanker ( Finanztrends)

12.03.2026, 3838 Zeichen

Der Konflikt mit dem Iran droht die Weltwirtschaft in eine Energiekrise zu stürzen. Nach tödlichen Angriffen auf Öltanker und Berichten über eine mögliche Verminung der Straße von Hormus erreichen die Spannungen einen neuen Höhepunkt. Die globalen Ölmärkte reagieren mit extremen Preissprüngen und großer Nervosität.

Straße von Hormus wird zum gefährlichen Nadelöhr

Die Lage eskalierte dramatisch, als die irakische Regierung einen tödlichen Angriff auf zwei Öltanker in ihren Hoheitsgewässern meldete. Mindestens ein Besatzungsmitglied kam ums Leben. Bagdad verurteilte den Vorfall scharf als Verletzung seiner Souveränität. Dieser Schlag verlagert den Kriegsschauplatz und erhöht das Risiko einer weiteren regionalen Ausbreitung des Konflikts.

Gleichzeitig sorgen Geheimdienstberichte für höchste Alarmstufe: Der Iran soll versuchen, die strategisch lebenswichtige Straße von Hormus zu verminen. Eine physische Blockade dieser Route wäre eine Katastrophe für die Weltwirtschaft, denn hier passiert rund ein Fünftel des globalen Ölbedarfs. Die kommerzielle Schifffahrt durch die Meerenge ist bereits nahezu vollständig zum Erliegen gekommen.

USA drohen mit Vergeltung und bieten Eskorte an

Als Reaktion auf die Bedrohung der Seewege bot US-Präsident Donald Trump an, Öltanker mit Kriegsschiffen der US-Marine durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Dieses Angebot richtete er explizit auch an Länder wie China, einen Hauptabnehmer iranischen Öls. In einer scharfen Warnung drohte Trump Teheran mit „massiver Vergeltung“ für jede weitere Bedrohung der Schifffahrt.

Die wirtschaftlichen Folgen des seit zwei Wochen andauernden Krieges sind bereits jetzt immens. Interne Schätzungen der US-Regierung beziffern die Kosten für die ersten sechs Kriegstage auf mindestens 11,3 Milliarden Dollar. Das Weiße Haus wird den Kongress voraussichtlich um zusätzliche Mittel in Höhe von 50 Milliarden Dollar oder mehr bitten.

Ölpreise schießen über 120-Dollar-Marke

Die Märkte reagieren panisch. Nachdem der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent bereits die 100-Dollar-Marke durchbrochen hatte, kletterte er zeitweise auf fast 120 Dollar. Die anhaltende Volatilität treibt die Fracht- und Versicherungskosten für Reedereien in schwindelerregende Höhen. Die Gefahr durch Raketen und Drohnen macht jede Fahrt durch den Persischen Golf zum Roulettespiel.

Um die angespannte Versorgungslage auf dem Weltmarkt zu stabilisieren, vollzogen die USA eine überraschende Kehrtwende: Sie erteilten Indien eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung für den Kauf von russischem Öl. Bislang war die US-Strategie darauf ausgerichtet, Indiens Abhängigkeit von Moskau zu verringern.

Diplomatische Lösungen in weiter Ferne

Während die militärische Lage eskaliert, gibt es auch diplomatische Vorstöße. Der iranische Präsident Massud Peseschkian nannte Bedingungen für ein Kriegsende. Dazu gehören „feste internationale Garantien“ für einen dauerhaften Waffenstillstand sowie Reparationszahlungen. Diese Forderungen kommen zu einer Zeit innerer Umbrüche, nachdem der oberste Führer Ali Chamenei getötet wurde.

Die Finanzmärkte blicken mit Sorge in die Zukunft. Der S&P 500 und der Dow Jones gaben nach, als die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konflikts schwand. Analysten warnen vor einem dauerhaft hohen Ölpreis und dem Risiko einer globalen Rezession. Die G7-Staaten berieten bereits über die Freigabe strategischer Ölreserven, um die Preise zu dämpfen – eine Entscheidung steht aber noch aus.

Die Weltwirtschaft hält den Atem an. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Iran seine Drohungen wahrmacht und die wichtigste Ölhandelsroute der Welt blockiert. Eine solche Aktion würde unweigerlich eine massive militärische Antwort der USA und ihrer Verbündeten provozieren. Solange keine diplomatische Lösung in Sicht ist, bleibt die globale Energieversorgung Geisel dieses Krieges.


(12.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

D&D Research Rendezvous #21: Wir sehen gerade die schnellste Erholungsrally nach einer Korrektur seit 35 Jahren, meint Gunter Deuber




 

Bildnachweis

1. Trading

Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, Flughafen Wien, Österreichische Post, EuroTeleSites AG, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, Bajaj Mobility AG, AT&S, CPI Europe AG, SBO, Andritz, DO&CO, Erste Group, FACC, Gurktaler AG Stamm, OMV, Palfinger, RBI, Verbund, voestalpine, Wienerberger, Semperit, BKS Bank Stamm, SW Umwelttechnik, BTV AG, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, Telekom Austria, RHI Magnesita, DAX.


Random Partner

Verbund
Verbund ist Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. Mit Tochterunternehmen und Partnern ist Verbund von der Stromerzeugung über den Transport bis zum internationalen Handel und Vertrieb aktiv. Seit 1988 ist Verbund an der Börse.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Exkurs Gregor Rosinger im Monthly Main Event #1: Warum Listings statt IP...

» Österreichs Börsenunternehmen erobern die Invest Stuttgart – mit Kaffee,...

» LinkedIn-NL: Live vom Österreich-Stand auf der Invest in Stuttgart ...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Thomas Leissing, Netflix, AT&S, Gregor ...

» Börse Social Depot Trading Kommentar (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 17.4.: Semperit (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Thomas Leissing Treasury & Finance Convention, Heiko Thieme (a...

» ATX am April-Verfallstag leicht im Minus – AT&S dominiert das Börsenjahr...

» PIR-News: Semperit, Addiko, Research zu AT&S, Erste Group (Christine Pet...

» Wiener Börse Party #1137: ATX zum April-Verfall zunächst etwas leichter,...


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    BSN Vola-Event Infineon
    #gabb #2083

    Featured Partner Video

    Private Investor Relations Podcast #28: Emerald Horizon antwortet auf Fragen vor dem geplanten ATXPrime-Listing und zum Thorium Ticket

    Herzlich willkommen zum Private Investor Relations Podcast. Dieser Kanal auf audio-cd.at ist presented by CIRA, EY und wikifolio mit dem investierbaren Austria 30 Private IR Portfolio. Heute beantw...

    Books josefchladek.com

    Daido Moriyama
    Ligh and Shadow (English Version
    2019
    Getsuyosha, bookshop M

    Daido Moriyama
    Japan, A Photo Theater (English Version
    2018
    Getsuyosha, bookshop M

    Gerhard Puhlmann
    Die Stalinallee
    1953
    Verlag der Nation

    Daido Moriyama
    Farewell Photography (English Version
    2018
    Getsuyosha, bookshop M

    John Gossage
    LAMF (Special Edition)
    2026
    Magic Hour Press


    12.03.2026, 3838 Zeichen

    Der Konflikt mit dem Iran droht die Weltwirtschaft in eine Energiekrise zu stürzen. Nach tödlichen Angriffen auf Öltanker und Berichten über eine mögliche Verminung der Straße von Hormus erreichen die Spannungen einen neuen Höhepunkt. Die globalen Ölmärkte reagieren mit extremen Preissprüngen und großer Nervosität.

    Straße von Hormus wird zum gefährlichen Nadelöhr

    Die Lage eskalierte dramatisch, als die irakische Regierung einen tödlichen Angriff auf zwei Öltanker in ihren Hoheitsgewässern meldete. Mindestens ein Besatzungsmitglied kam ums Leben. Bagdad verurteilte den Vorfall scharf als Verletzung seiner Souveränität. Dieser Schlag verlagert den Kriegsschauplatz und erhöht das Risiko einer weiteren regionalen Ausbreitung des Konflikts.

    Gleichzeitig sorgen Geheimdienstberichte für höchste Alarmstufe: Der Iran soll versuchen, die strategisch lebenswichtige Straße von Hormus zu verminen. Eine physische Blockade dieser Route wäre eine Katastrophe für die Weltwirtschaft, denn hier passiert rund ein Fünftel des globalen Ölbedarfs. Die kommerzielle Schifffahrt durch die Meerenge ist bereits nahezu vollständig zum Erliegen gekommen.

    USA drohen mit Vergeltung und bieten Eskorte an

    Als Reaktion auf die Bedrohung der Seewege bot US-Präsident Donald Trump an, Öltanker mit Kriegsschiffen der US-Marine durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Dieses Angebot richtete er explizit auch an Länder wie China, einen Hauptabnehmer iranischen Öls. In einer scharfen Warnung drohte Trump Teheran mit „massiver Vergeltung“ für jede weitere Bedrohung der Schifffahrt.

    Die wirtschaftlichen Folgen des seit zwei Wochen andauernden Krieges sind bereits jetzt immens. Interne Schätzungen der US-Regierung beziffern die Kosten für die ersten sechs Kriegstage auf mindestens 11,3 Milliarden Dollar. Das Weiße Haus wird den Kongress voraussichtlich um zusätzliche Mittel in Höhe von 50 Milliarden Dollar oder mehr bitten.

    Ölpreise schießen über 120-Dollar-Marke

    Die Märkte reagieren panisch. Nachdem der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent bereits die 100-Dollar-Marke durchbrochen hatte, kletterte er zeitweise auf fast 120 Dollar. Die anhaltende Volatilität treibt die Fracht- und Versicherungskosten für Reedereien in schwindelerregende Höhen. Die Gefahr durch Raketen und Drohnen macht jede Fahrt durch den Persischen Golf zum Roulettespiel.

    Um die angespannte Versorgungslage auf dem Weltmarkt zu stabilisieren, vollzogen die USA eine überraschende Kehrtwende: Sie erteilten Indien eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung für den Kauf von russischem Öl. Bislang war die US-Strategie darauf ausgerichtet, Indiens Abhängigkeit von Moskau zu verringern.

    Diplomatische Lösungen in weiter Ferne

    Während die militärische Lage eskaliert, gibt es auch diplomatische Vorstöße. Der iranische Präsident Massud Peseschkian nannte Bedingungen für ein Kriegsende. Dazu gehören „feste internationale Garantien“ für einen dauerhaften Waffenstillstand sowie Reparationszahlungen. Diese Forderungen kommen zu einer Zeit innerer Umbrüche, nachdem der oberste Führer Ali Chamenei getötet wurde.

    Die Finanzmärkte blicken mit Sorge in die Zukunft. Der S&P 500 und der Dow Jones gaben nach, als die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Konflikts schwand. Analysten warnen vor einem dauerhaft hohen Ölpreis und dem Risiko einer globalen Rezession. Die G7-Staaten berieten bereits über die Freigabe strategischer Ölreserven, um die Preise zu dämpfen – eine Entscheidung steht aber noch aus.

    Die Weltwirtschaft hält den Atem an. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Iran seine Drohungen wahrmacht und die wichtigste Ölhandelsroute der Welt blockiert. Eine solche Aktion würde unweigerlich eine massive militärische Antwort der USA und ihrer Verbündeten provozieren. Solange keine diplomatische Lösung in Sicht ist, bleibt die globale Energieversorgung Geisel dieses Krieges.


    (12.03.2026)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    D&D Research Rendezvous #21: Wir sehen gerade die schnellste Erholungsrally nach einer Korrektur seit 35 Jahren, meint Gunter Deuber




     

    Bildnachweis

    1. Trading

    Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, Flughafen Wien, Österreichische Post, EuroTeleSites AG, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, Bajaj Mobility AG, AT&S, CPI Europe AG, SBO, Andritz, DO&CO, Erste Group, FACC, Gurktaler AG Stamm, OMV, Palfinger, RBI, Verbund, voestalpine, Wienerberger, Semperit, BKS Bank Stamm, SW Umwelttechnik, BTV AG, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, Telekom Austria, RHI Magnesita, DAX.


    Random Partner

    Verbund
    Verbund ist Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. Mit Tochterunternehmen und Partnern ist Verbund von der Stromerzeugung über den Transport bis zum internationalen Handel und Vertrieb aktiv. Seit 1988 ist Verbund an der Börse.

    >> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Exkurs Gregor Rosinger im Monthly Main Event #1: Warum Listings statt IP...

    » Österreichs Börsenunternehmen erobern die Invest Stuttgart – mit Kaffee,...

    » LinkedIn-NL: Live vom Österreich-Stand auf der Invest in Stuttgart ...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Thomas Leissing, Netflix, AT&S, Gregor ...

    » Börse Social Depot Trading Kommentar (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 17.4.: Semperit (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

    » Nachlese: Thomas Leissing Treasury & Finance Convention, Heiko Thieme (a...

    » ATX am April-Verfallstag leicht im Minus – AT&S dominiert das Börsenjahr...

    » PIR-News: Semperit, Addiko, Research zu AT&S, Erste Group (Christine Pet...

    » Wiener Börse Party #1137: ATX zum April-Verfall zunächst etwas leichter,...


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      BSN Vola-Event Infineon
      #gabb #2083

      Featured Partner Video

      Private Investor Relations Podcast #28: Emerald Horizon antwortet auf Fragen vor dem geplanten ATXPrime-Listing und zum Thorium Ticket

      Herzlich willkommen zum Private Investor Relations Podcast. Dieser Kanal auf audio-cd.at ist presented by CIRA, EY und wikifolio mit dem investierbaren Austria 30 Private IR Portfolio. Heute beantw...

      Books josefchladek.com

      Otto Neurath & Gerd Arntz
      Gesellschaft und Wirtschaft : bildstatistisches Elementarwerk
      1930
      Bibliographisches Institut AG

      Alessandra Calò
      Ctonio
      2024
      Studiofaganel

      Dean Garlick
      100 Sculptural Circumstances
      2025
      Lodge Press

      Pierre Bost
      Photographies Modernes Présentées par Pierre Bost
      1927
      Librairie des arts Décoratifs

      Richard Avedon
      Nothing Personal
      1964
      Atheneum Publishers