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iShares ACWI ex-US ETF: Unter Druck ( Finanztrends)

06.03.2026, 3646 Zeichen

Der iShares Currency Hedged MSCI ACWI ex U.S. ETF steht vor einer massiven Bewährungsprobe. Während internationale Aktien Ende 2025 noch glänzten, sorgt die jüngste Eskalation im Nahen Osten für eine deutliche Kluft zwischen US-Werten und dem Rest der Welt. Kann die integrierte Währungsabsicherung den Rückschlag für Anleger abmildern?

Ölpreis und Geopolitik als Bremsklötze

Die internationalen Märkte verzeichneten zuletzt einen deutlichen Rückzug. Auslöser waren die Luftangriffe im Iran, die Ende Februar begannen und den Ölpreis bis gestern auf rund 80 US-Dollar pro Barrel trieben. Historisch gesehen treffen solche Preissprünge große Volkswirtschaften außerhalb der USA – insbesondere Südkorea und europäische Nationen – deutlich härter. Der Grund liegt in deren hoher Abhängigkeit von Energieimporten.

Marktdaten bis zum vergangenen Mittwoch zeigen das Ausmaß dieser Entwicklung: Der S&P 500 übertraf den ungehedgten MSCI AC World ex-USA Index innerhalb von nur drei Tagen um 5,91 Prozentpunkte. Dies ist der größte Vorsprung für US-Aktien seit Anfang 2024. Für Anleger des währungsgesicherten iShares-ETF wird die Absicherungskomponente dabei zum entscheidenden Faktor, da der US-Dollar in Phasen geopolitischer Instabilität meist an Stärke gewinnt.

Fokus auf zyklische Sektoren

Die Strategie des Fonds basiert darauf, die Anteile des ungehedgten Basis-ETFs zu halten und Wechselkursschwankungen über Devisentermingeschäfte zu neutralisieren. Die Portfolio-Struktur ist dabei stark auf zyklische Sektoren und Value-Werte ausgerichtet. Mit einer Gewichtung von 24,17 % bilden Finanzdienstleistungen den Kern, gefolgt von Technologie (16,85 %) und Industriewerten (15,11 %).

Diese Aufstellung macht den ETF besonders anfällig für die globale Zinspolitik und die industriellen Produktionszyklen in Europa und Asien. Während chinesische Aktien derzeit unter dem schwächelnden Exportwachstum und der Immobilienkrise leiden, profitieren japanische und südkoreanische Titel weiterhin von laufenden Corporate-Governance-Reformen.

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Technische Erschöpfung und Ausblick

Aus technischer Sicht zeigen internationale Indizes nach der vorangegangenen Rallye erste Anzeichen einer Aufwärtserschöpfung. Der kurzfristige Ausblick bleibt vorsichtig, da die Märkte anhaltend hohe Energiekosten und mögliche Lieferkettenunterbrechungen in der Straße von Hormus einpreisen.

Für taktische Investoren ist die Entscheidung zwischen abgesicherten und ungesicherten Engagements derzeit eine zentrale Frage. Während die ungesicherte Variante von einem schwächeren Dollar profitieren würde, isoliert die hier betrachtete hedged-Version die reine Performance der zugrunde liegenden Aktien. Der Nettoinventarwert (NAV) des Fonds lag vor drei Tagen bei 41,75 US-Dollar, bei einer Gesamtkostenquote von 0,35 %. Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, ob sich die Lage im Nahen Osten stabilisiert oder die Energiepreise die Industrienationen weiter belasten.

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