Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





DAX: Kriegsschock trifft Märkte ( Finanztrends)

02.03.2026, 3374 Zeichen

Die Eskalation im Nahen Osten versetzt zum Wochenbeginn die Börsen in Alarmstimmung. Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen am Wochenende reagierten die iranischen Revolutionsgarden mit Vergeltungsschlägen auf US-Stützpunkte und israelische Ziele. Der DAX startete daraufhin mit deutlichen Verlusten in die neue Handelswoche.

Gegen 9:30 Uhr notierte der deutsche Leitindex bei rund 24.715 Punkten – ein Minus von 2,3 Prozent gegenüber dem Freitags-Schluss bei 25.284 Punkten. Damit rückt die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten in unmittelbare Reichweite. Die vorbörslichen Indikationen hatten bereits auf eine Eröffnung unterhalb dieser Schwelle hingedeutet.

Straße von Hormus als Risikofaktor

Im Zentrum der Sorgen steht die Straße von Hormus. Die strategisch bedeutende Meerenge ist für den weltweiten Öltransport unverzichtbar. Sollte der Iran die Passage für längere Zeit blockieren, drohen erhebliche Verwerfungen. Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent schoss bereits um 9,8 Prozent auf 80,00 Dollar je Barrel nach oben.

Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding rechnet bei einer dauerhaften Sperrung mit spürbaren Folgen: Ein anhaltender Anstieg des Ölpreises um 15 Dollar pro Barrel könnte die Verbraucherpreise in der Eurozone um fast 0,5 Prozent erhöhen. Die verfügbaren Einkommen würden entsprechend schrumpfen – ein Bremsfaktor für das Wirtschaftswachstum.

Rotation in defensive Werte

Die Sektorenperformance zeigt das klassische Muster einer Flucht in sichere Häfen. Während der breite Markt nachgab, legten Rüstungsaktien kräftig zu: Rheinmetall und Hensoldt kletterten um bis zu 8 Prozent. Auch Versorger wie RWE hielten sich deutlich besser als der Gesamtmarkt.

Auf der Verliererseite standen konjunktursensible Branchen. Bankentitel gerieten mit Abschlägen von 3 bis 4 Prozent besonders stark unter Druck – die Deutsche Bank führte die Verliererliste im DAX an. Auch Technologiewerte und zyklische Konsumtitel mussten Federn lassen. Zalando und Siemens zählten ebenfalls zu den größten Verlierern.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?

Keine Panik trotz Eskalation

Trotz der geopolitischen Zuspitzung bescheinigen Marktteilnehmer dem Handel eine gewisse Disziplin. Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, betont: "Wir sehen einen geordneten Handel. Es geht nach unten, aber von Panik kann keine Rede sein." Die Märkte scheinen in ihrem Basisszenario von einem zeitlich begrenzten Konflikt auszugehen.

Auch die Tatsache, dass der Ölpreis trotz der Eskalation deutlich unter der Marke von 100 Dollar blieb, spricht für eine gewisse Zurückhaltung. Volle Öllager und eine mögliche Fördermengenerhöhung der OPEC+ helfen dabei, die Angst vor einer Ölverknappung zu dämpfen.

Der Euro gab derweil nach und notierte am Montagmorgen bei 1,1704 Dollar – ein Rückgang von 0,8 Prozent. Der Dollar profitiert traditionell von seiner Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten.

Anzeige

DAX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 2. März liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


(02.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Die Börsezahl des Quartals, die drei meistgehörten Podcasts und das erste Mail an mich als Senator




 

Bildnachweis

1. Trading

Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.


Random Partner

Wiener Börse
Als zentrale Infrastrukturanbieterin der Region öffnet die Wiener Börse AG Tore zu den globalen Finanzmärkten. Sie vereint die Börsenplätze Wien und Prag. Mit modernster Technik und kundenorientierten Services leistet die Wiener Börse als privatwirtschaftliches, gewinnorientiertes Unternehmen einen bedeutenden Beitrag für einen international wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Handelsvolumen an der Wiener Börse steigt um 45 Prozent und Drastil als ...

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, RBI, Edda Vogt und Bernadette Hän...

» Von der Apotheke zur Optionshändlerin: Wie eine Wienerin ihren Weg an di...

» LinkedIn-NL: Wer will mein(e) Nachbar(in) in 1090 Wien werden?

» Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber

» Österreich-Depots: Osterbilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 2.4.: Extremes zu RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

» Nachlese: Thomas Winkler, Dorothee Bauer (audio cd.at)

» News zu Andritz, Wiener Börse und ein Spoiler zum börsefreien Karfreitag...

» ATX am Gründonnerstag im Minus – AT&S feiert All-Time-High und die Börse...


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    #gabb #2074

    Featured Partner Video

    Zertifikate Party Österreich: Investieren in unsicheren Zeiten (Heike Arbter / Gunter Deuber)

    Structures are my best Friends. In Kooperation mit dem Zertifikate Forum Austria (ZFA) und presented by Raiffeisen Zertifikate, Erste Group, BNP Paribas, Societe Generale, UBS, Vontobel, dad.at, ge...

    Books josefchladek.com

    Otto Neurath & Gerd Arntz
    Gesellschaft und Wirtschaft : bildstatistisches Elementarwerk
    1930
    Bibliographisches Institut AG

    Tehching Hsieh
    One Year Performance 1978–1979
    2025
    Void

    Daido Moriyama
    Japan, A Photo Theater (English Version
    2018
    Getsuyosha, bookshop M

    Yasuhiro Ishimoto
    Someday Somewhere (Aru hi aru tokoro, 石元泰博 ある日ある所)
    1958
    Geibi Shuppan

    L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)

    1937
    Editions Perceval


    02.03.2026, 3374 Zeichen

    Die Eskalation im Nahen Osten versetzt zum Wochenbeginn die Börsen in Alarmstimmung. Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen am Wochenende reagierten die iranischen Revolutionsgarden mit Vergeltungsschlägen auf US-Stützpunkte und israelische Ziele. Der DAX startete daraufhin mit deutlichen Verlusten in die neue Handelswoche.

    Gegen 9:30 Uhr notierte der deutsche Leitindex bei rund 24.715 Punkten – ein Minus von 2,3 Prozent gegenüber dem Freitags-Schluss bei 25.284 Punkten. Damit rückt die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten in unmittelbare Reichweite. Die vorbörslichen Indikationen hatten bereits auf eine Eröffnung unterhalb dieser Schwelle hingedeutet.

    Straße von Hormus als Risikofaktor

    Im Zentrum der Sorgen steht die Straße von Hormus. Die strategisch bedeutende Meerenge ist für den weltweiten Öltransport unverzichtbar. Sollte der Iran die Passage für längere Zeit blockieren, drohen erhebliche Verwerfungen. Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent schoss bereits um 9,8 Prozent auf 80,00 Dollar je Barrel nach oben.

    Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding rechnet bei einer dauerhaften Sperrung mit spürbaren Folgen: Ein anhaltender Anstieg des Ölpreises um 15 Dollar pro Barrel könnte die Verbraucherpreise in der Eurozone um fast 0,5 Prozent erhöhen. Die verfügbaren Einkommen würden entsprechend schrumpfen – ein Bremsfaktor für das Wirtschaftswachstum.

    Rotation in defensive Werte

    Die Sektorenperformance zeigt das klassische Muster einer Flucht in sichere Häfen. Während der breite Markt nachgab, legten Rüstungsaktien kräftig zu: Rheinmetall und Hensoldt kletterten um bis zu 8 Prozent. Auch Versorger wie RWE hielten sich deutlich besser als der Gesamtmarkt.

    Auf der Verliererseite standen konjunktursensible Branchen. Bankentitel gerieten mit Abschlägen von 3 bis 4 Prozent besonders stark unter Druck – die Deutsche Bank führte die Verliererliste im DAX an. Auch Technologiewerte und zyklische Konsumtitel mussten Federn lassen. Zalando und Siemens zählten ebenfalls zu den größten Verlierern.

    Anzeige

    Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?

    Keine Panik trotz Eskalation

    Trotz der geopolitischen Zuspitzung bescheinigen Marktteilnehmer dem Handel eine gewisse Disziplin. Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, betont: "Wir sehen einen geordneten Handel. Es geht nach unten, aber von Panik kann keine Rede sein." Die Märkte scheinen in ihrem Basisszenario von einem zeitlich begrenzten Konflikt auszugehen.

    Auch die Tatsache, dass der Ölpreis trotz der Eskalation deutlich unter der Marke von 100 Dollar blieb, spricht für eine gewisse Zurückhaltung. Volle Öllager und eine mögliche Fördermengenerhöhung der OPEC+ helfen dabei, die Angst vor einer Ölverknappung zu dämpfen.

    Der Euro gab derweil nach und notierte am Montagmorgen bei 1,1704 Dollar – ein Rückgang von 0,8 Prozent. Der Dollar profitiert traditionell von seiner Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten.

    Anzeige

    DAX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 2. März liefert die Antwort:

    Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

    DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


    (02.03.2026)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Die Börsezahl des Quartals, die drei meistgehörten Podcasts und das erste Mail an mich als Senator




     

    Bildnachweis

    1. Trading

    Aktien auf dem Radar:UBM, Agrana, CA Immo, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Frequentis, Rosgix, EVN, Uniqa, Österreichische Post, AT&S, Rosenbauer, Lenzing, Addiko Bank, Frauenthal, SBO, Verbund, BTV AG, Athos Immobilien, Oberbank AG Stamm, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Semperit, Telekom Austria, Münchener Rück, RWE, Allianz, DAIMLER TRUCK HLD..., Fresenius Medical Care.


    Random Partner

    Wiener Börse
    Als zentrale Infrastrukturanbieterin der Region öffnet die Wiener Börse AG Tore zu den globalen Finanzmärkten. Sie vereint die Börsenplätze Wien und Prag. Mit modernster Technik und kundenorientierten Services leistet die Wiener Börse als privatwirtschaftliches, gewinnorientiertes Unternehmen einen bedeutenden Beitrag für einen international wettbewerbsfähigen Kapitalmarkt.

    >> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Handelsvolumen an der Wiener Börse steigt um 45 Prozent und Drastil als ...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, RBI, Edda Vogt und Bernadette Hän...

    » Von der Apotheke zur Optionshändlerin: Wie eine Wienerin ihren Weg an di...

    » LinkedIn-NL: Wer will mein(e) Nachbar(in) in 1090 Wien werden?

    » Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber

    » Österreich-Depots: Osterbilanz (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 2.4.: Extremes zu RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)

    » Nachlese: Thomas Winkler, Dorothee Bauer (audio cd.at)

    » News zu Andritz, Wiener Börse und ein Spoiler zum börsefreien Karfreitag...

    » ATX am Gründonnerstag im Minus – AT&S feiert All-Time-High und die Börse...


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      #gabb #2074

      Featured Partner Video

      Zertifikate Party Österreich: Investieren in unsicheren Zeiten (Heike Arbter / Gunter Deuber)

      Structures are my best Friends. In Kooperation mit dem Zertifikate Forum Austria (ZFA) und presented by Raiffeisen Zertifikate, Erste Group, BNP Paribas, Societe Generale, UBS, Vontobel, dad.at, ge...

      Books josefchladek.com

      Pedro J. Saavedra
      Donde el viento da la vuelta
      2023
      Self published

      Matteo Girola
      Viewfinders
      2025
      Studiofaganel

      L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)

      1937
      Editions Perceval

      Daido Moriyama
      A Hunter (English Version
      2019
      Getsuyosha, bookshop M

      Pia Paulina Guilmoth & Jesse Bull Saffire
      Fishworm
      2025
      Void