25.11.2025, 2712 Zeichen
Die Vienna Insurance Group (VIG) hat die verrechneten Prämien in den ersten drei Quartalen um 8,6 Prozent auf 12.463,3 Mio. Euro gesteigert. Die höchsten Prämiensteigerungen konnten in den Sparten Krankenversicherung (+12,1 Prozent), Kfz-Haftpflicht (+11,9 Prozent) und der Lebensversicherung ohne Gewinnbeteiligung (+11,8 Prozent) erwirtschaftet werden. Bei den Segmenten wurden zweistellige Zuwächse in den Spezialmärkten (insbesondere Türkei) mit +18,4 Prozent und Polen mit +13,5 Prozent verzeichnet, teilt der Versicherungskonzern mit. Im Segment Erweiterte CEE (+9,4 Prozent) entwickelte sich im Speziellen die Ukraine mit einem Prämienanstieg von 36,7 Prozent äußerst positiv. Die versicherungstechnischen Erträge ausgestellter Versicherungsverträge sind um 8,6 Prozent auf 9.720,3 Mio. Euro angestiegen. Hinsichtlich Übernahme der Nürnberger Beteiligungs-AG teilt die VIG mit, dass man sich nach Ablauf der Annahmefrist zur Einlieferung von Nürnberger-Aktien vorläufig 98,38 Prozent der Nürnberger-Aktien gesichert hat.
Wie bereits am 19. November von der VIG bekanntgegeben, hat sich das Ergebnis in den ersten drei Quartalen "herausragend" entwickelt, was zu einer Anhebung des Ausblicks führte. Das Ergebnis vor Steuern konnte gegenüber dem Vorjahr um 31 Prozent auf 872,8 Mio. Euro erhöht werden. Das Ergebnisplus resultiert laut VIG aus den Segmenten Spezialmärkte, Polen, Tschechien und Österreich. Auf Basis dieses Ergebnisses wurde die erwartete Bandbreite für das Konzernjahresergebnis vor Steuern 2025 auf 1,10 Mrd. bis 1,15 Mrd. Euro angehoben (von 950 Mio. bis 1 Mrd. Euro). Hartwig Löger, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Vienna Insurance Group zu den aktuellen Entwicklungen: „2025 ist für die VIG ein in mehrfacher Hinsicht bemerkenswertes Jahr. Zum einen erwarten wir ein hervorragendes Jahresergebnis, auf dessen Basis wir auch unseren Ausblick für das Geschäftsjahr angehoben haben. Zum anderen stellt der geplante Erwerb der Nürnberger die größte Transaktion in der Geschichte unserer Gruppe dar. Die Diversifikation über den Spezialmarkt Deutschland soll die langfristige profitable Wachstumsstrategie der VIG in CEE unterstützen und die Nürnberger auch innerhalb der VIG-Gruppe als richtungsgebenden Anbieter von Biometrie-Produkten ausrichten.“
Die Netto Combined Ratio zum Ende des dritten Quartals 2025 beträgt 92,1 Prozent und liegt damit um 2,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 94,3 Prozent, begünstigt wurde die positive Entwicklung in erster Linie durch deutlich geringere Unwetterschäden (rund 160 Mio. Euro) im Vergleich zum Vorjahr (rund 338 Mio. Euro). Die Solvenzquote der Gruppe beträgt zum Ende des dritten Quartals 2025 285,7 Prozent.
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Hartwig Löger ab 1. Juli CEO der VIG, Foto: Ian Ehm
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