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Fazits zu AMAG, Kontron, Agrana, RBI, Post ...

Magazine aktuell


#gabb aktuell



10.05.2025, 5301 Zeichen

Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

Zu AMAG: "Der Vorstand gab mit den Q1-Zahlen erstmals einen konkreten Ergebnisausblick 2025 und erwartet ein EBITDA von EUR 110-140 Mio. (2024: EUR 180 Mio.) auf Basis der derzeit gültigen Zollbedingungen. Das 1. Quartal war noch nicht von den US-Importzöllen betroffen und das Segment Metall (Alouette, Kanada) profitierte von höheren Prämien im Vorfeld. Im Segment Gießen führt das angespannte Marktumfeld in der europäischen Automobilindustrie zu Preisrückgängen. Im Segment Walzen wird zwar eine solide Auslastung erwartet, etwa 15 % des Gesamtabsatzes sind jedoch direkt von den US- Zöllen betroffen. Der Vorstand erwartet zunehmend negative Effekte aus den US-Zöllen ab dem 2. Quartal. Obwohl wir die Guidance als konservativ betrachten, bleiben wir bei unserer aktuellen Halten-Einstufung aufgrund der geringen Visibilität betreffend die weitere Zollentwicklung und mögliche Sekundäreffekte."

Zu Kontron: "Für 2025 erwartet das Management weiter ein organisches Umsatzwachstum auf EUR 1,9-2,0 Mrd. sowie ein überproportionales Wachstum beim EBITDA auf mind. EUR 220 Mio. (2024: EUR 192 Mio.). Auf Basis des hohen Auftragsbestands sollte Kontron seine Finanzziele heuer leicht erreichen können. Die stark angestiegene Projekt-Pipeline sichert auch für 2026 weiteres Wachstum, wenn neue 5G-Technologien Investitionsimpulse schaffen. Mit einem EV/EBITDA von 6,4x und einem KGV von 11x sehen wir die Aktie auch weiter attraktiv bewertet. Wir stufen die Aktien mit Kaufen ein."

Zu Lenzing: "Der Vorstand erwartet für 2025 unverändert ein höheres EBITDA im Vergleich zu 2024. Das Kostensparprogramm soll ab heuer jährlich wiederkehrende Einsparungen von über EUR 180 Mio. liefern, nachdem im Geschäftsjahr 2024 bereits über EUR 130 Mio. realisiert wurden. Lenzing ist mit seiner globalen Präsenz mit Produktionsstandorten in den USA, Asien und Europa auch relativ gut positioniert, mit den negativen Auswirkungen der Eskalation der internationalen Handelskonflikte zurecht zu kommen. In enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern und Kunden ist der Konzern bereit verschiedene Abhilfemaßnahmen zu implementieren, wie z. B. die Verlagerung von Fasermengen zwischen den Produktionsstandorten und die Umstellung von Lieferwegen. Trotz der ermutigenden Fortschritte im Sparprogramm bleibt die Ergebnisvisibilität im aktuell herausfordernden Marktumfeld insgesamt gering, erschwert durch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den US-Zöllen. Das Konsumklima und Kaufneigung bleiben unter Druck und die Erholung der Textilmärkte ist nach wie vor nur langsam und ungleichmäßig. Dies spiegelt sich auch in der vorsichtigen Prognose des Unternehmens für 2025 wider. Wir stufen die Lenzing-Aktie mit einer Halten-Empfehlung ein."

Zu Agrana: "Der Vorstand bestätigte seinen jüngst vorgestellten Ausblick für das GJ 2025/26. Das EBIT soll auf dem Niveau 2024/25 liegen, während beim Konzernumsatz ein leichter Rückgang erwartet wird. Für das EBIT im 1. Quartal 2025/26 wird ein sehr deutlich unter dem Vorjahr liegender Wert (Q1 2024/25: EUR 32,3 Mio.) prognostiziert. Hauptgrund dafür ist die sehr schwache operative Ergebnissituation im Segment Zucker kombiniert mit außerordentlichen Personalaufwendungen im Zusammenhang mit den Werkschließungen vom März 2025 (geschätzte Kosten von EUR 15-20 Mio.). Obwohl die langfristige Investment Story von Agrana, die auf einer diversifizierten Positionierung im Nahrungsmittelsektor und einer stabilen Dividendenpolitik beruht und von der NEXT LEVEL-Strategie unterstützt wird, weiter intakt ist, dürften die getrübten kurzfristigen Aussichten, die von einem starken Gegenwind am Markt (vor allem im Zuckersegment) geprägt sind, die Erholung der Aktie vorerst dämpfen. Wir bleiben bei unserer Halten-Empfehlung."

Zu RBI: "Der Vorstand bestätigte den Ausblick für 2025, der sich auf die RBI ohne Russland bezieht, mit einem Konzern-Return-on-Equity von rund 10% (2024: 7,3%). Mit einem erwarteten Kreditwachstum von 6-7% soll der Zinsüberschuss heuer stabil bleiben. Eine stabile Entwicklung wird auch für die harte Kernkapitalquote exkl. Russland erwartet (rund 15,2%). Aus unserer Sicht war das Q1-Ergebnis solide, die Profitabilität wird sich in den nächsten Quartalen aber verbessern müssen, um den angestrebten ROE von 10% für 2025 zu erreichen (Q1/25: 7,3%). Dies ist zu erwarten, da die Q1-Ergebnisse stets erhöhte regulatorische Belastungen beinhalten. Wir stufen die Aktie weiter mit Kaufen ein."

Zu Post: "Der Vorstand bestätigte seinen Ausblick für 2025. Nach dem starken Umsatzanstieg von 13,9% im Jahr 2024, geprägt durch einige positive Sondereffekte, wird heuer ein leichtes Umsatzplus angestrebt sowie ein EBIT von rund EUR 200 Mio. (2024: EUR 207,3 Mio.). Wir stufen die Q1-Zahlen als kurs- neutral ein. Unsere aktuelle Empfehlung lautet Halten."

Ausblick: Kommende Woche präsentiert die AT&S ihr vorläufiges Jahresergebnis 2024/25. Semperit und Flughafen Wien veröffentlichen ihre Q1-Zahlen. Der Flughafen Wien stellt auch seine Verkehrsergebnisse für den April vor. Wienerberger hält die HV ab.



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1. Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).   >> Öffnen auf photaq.com

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Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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    Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

    Zu AMAG: "Der Vorstand gab mit den Q1-Zahlen erstmals einen konkreten Ergebnisausblick 2025 und erwartet ein EBITDA von EUR 110-140 Mio. (2024: EUR 180 Mio.) auf Basis der derzeit gültigen Zollbedingungen. Das 1. Quartal war noch nicht von den US-Importzöllen betroffen und das Segment Metall (Alouette, Kanada) profitierte von höheren Prämien im Vorfeld. Im Segment Gießen führt das angespannte Marktumfeld in der europäischen Automobilindustrie zu Preisrückgängen. Im Segment Walzen wird zwar eine solide Auslastung erwartet, etwa 15 % des Gesamtabsatzes sind jedoch direkt von den US- Zöllen betroffen. Der Vorstand erwartet zunehmend negative Effekte aus den US-Zöllen ab dem 2. Quartal. Obwohl wir die Guidance als konservativ betrachten, bleiben wir bei unserer aktuellen Halten-Einstufung aufgrund der geringen Visibilität betreffend die weitere Zollentwicklung und mögliche Sekundäreffekte."

    Zu Kontron: "Für 2025 erwartet das Management weiter ein organisches Umsatzwachstum auf EUR 1,9-2,0 Mrd. sowie ein überproportionales Wachstum beim EBITDA auf mind. EUR 220 Mio. (2024: EUR 192 Mio.). Auf Basis des hohen Auftragsbestands sollte Kontron seine Finanzziele heuer leicht erreichen können. Die stark angestiegene Projekt-Pipeline sichert auch für 2026 weiteres Wachstum, wenn neue 5G-Technologien Investitionsimpulse schaffen. Mit einem EV/EBITDA von 6,4x und einem KGV von 11x sehen wir die Aktie auch weiter attraktiv bewertet. Wir stufen die Aktien mit Kaufen ein."

    Zu Lenzing: "Der Vorstand erwartet für 2025 unverändert ein höheres EBITDA im Vergleich zu 2024. Das Kostensparprogramm soll ab heuer jährlich wiederkehrende Einsparungen von über EUR 180 Mio. liefern, nachdem im Geschäftsjahr 2024 bereits über EUR 130 Mio. realisiert wurden. Lenzing ist mit seiner globalen Präsenz mit Produktionsstandorten in den USA, Asien und Europa auch relativ gut positioniert, mit den negativen Auswirkungen der Eskalation der internationalen Handelskonflikte zurecht zu kommen. In enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern und Kunden ist der Konzern bereit verschiedene Abhilfemaßnahmen zu implementieren, wie z. B. die Verlagerung von Fasermengen zwischen den Produktionsstandorten und die Umstellung von Lieferwegen. Trotz der ermutigenden Fortschritte im Sparprogramm bleibt die Ergebnisvisibilität im aktuell herausfordernden Marktumfeld insgesamt gering, erschwert durch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den US-Zöllen. Das Konsumklima und Kaufneigung bleiben unter Druck und die Erholung der Textilmärkte ist nach wie vor nur langsam und ungleichmäßig. Dies spiegelt sich auch in der vorsichtigen Prognose des Unternehmens für 2025 wider. Wir stufen die Lenzing-Aktie mit einer Halten-Empfehlung ein."

    Zu Agrana: "Der Vorstand bestätigte seinen jüngst vorgestellten Ausblick für das GJ 2025/26. Das EBIT soll auf dem Niveau 2024/25 liegen, während beim Konzernumsatz ein leichter Rückgang erwartet wird. Für das EBIT im 1. Quartal 2025/26 wird ein sehr deutlich unter dem Vorjahr liegender Wert (Q1 2024/25: EUR 32,3 Mio.) prognostiziert. Hauptgrund dafür ist die sehr schwache operative Ergebnissituation im Segment Zucker kombiniert mit außerordentlichen Personalaufwendungen im Zusammenhang mit den Werkschließungen vom März 2025 (geschätzte Kosten von EUR 15-20 Mio.). Obwohl die langfristige Investment Story von Agrana, die auf einer diversifizierten Positionierung im Nahrungsmittelsektor und einer stabilen Dividendenpolitik beruht und von der NEXT LEVEL-Strategie unterstützt wird, weiter intakt ist, dürften die getrübten kurzfristigen Aussichten, die von einem starken Gegenwind am Markt (vor allem im Zuckersegment) geprägt sind, die Erholung der Aktie vorerst dämpfen. Wir bleiben bei unserer Halten-Empfehlung."

    Zu RBI: "Der Vorstand bestätigte den Ausblick für 2025, der sich auf die RBI ohne Russland bezieht, mit einem Konzern-Return-on-Equity von rund 10% (2024: 7,3%). Mit einem erwarteten Kreditwachstum von 6-7% soll der Zinsüberschuss heuer stabil bleiben. Eine stabile Entwicklung wird auch für die harte Kernkapitalquote exkl. Russland erwartet (rund 15,2%). Aus unserer Sicht war das Q1-Ergebnis solide, die Profitabilität wird sich in den nächsten Quartalen aber verbessern müssen, um den angestrebten ROE von 10% für 2025 zu erreichen (Q1/25: 7,3%). Dies ist zu erwarten, da die Q1-Ergebnisse stets erhöhte regulatorische Belastungen beinhalten. Wir stufen die Aktie weiter mit Kaufen ein."

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