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Hayek Institut: Handel unter Druck

APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).
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09.05.2025, 3325 Zeichen

Wien (OTS) - Das Hayek Institut in Wien schlägt angesichts der Veröffentlichung des International Trade Barrier Index (TBI) 2025 Alarm: Obwohl der freie Handel eine grundlegende Säule für globalen Wohlstand ist, stellt der Bericht fest, dass globale Handelshemmnisse seit 2023 im Schnitt um besorgniserregende 7% zugenommen haben. Der TBI, der 122 Länder abdeckt, die 96% des globalen BIP repräsentieren, bietet ein umfassendes Bild der wachsenden protektionistischen Tendenzen weltweit und unterstreicht die Notwendigkeit von Transparenz und Reformen.
„Der Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Offenheit und Wohlstand ist unbestreitbar und wird auch durch diesen Bericht erneut bestätigt. Länder mit weniger Handelsbarrieren weisen höhere Wachstumsraten und Einkommen auf“, erklärt Martin Gundinger , Ökonom am Hayek Institut. „Die Ergebnisse des TBI 2025 sind jedoch ein Weckruf. Der weltweite Anstieg der Barrieren zeigt, dass wir uns in die falsche Richtung bewegen.“
Zwtl.: Protektionismus ist kein Schutz
Der TBI 2025 analysiert verschiedene Arten von Handelshemmnissen: Zölle, Dienstleistungsbeschränkungen, Nicht-tarifäre Barrieren (NTBs) und die Rahmenbedingungen für Handel (Facilitation). Der Bericht zeigt, dass Protektionismus viele Gesichter hat: Während klassische Zölle in manchen Weltregionen relevant bleiben und in letzter Zeit für einiges Aufsehen gesorgt haben, setzen gerade Industrieländer vermehrt auf komplexe regulatorische Hürden, einschließlich solcher im digitalen Bereich, die oft weniger sichtbar, aber nicht weniger schädlich sind.
Die empirische Evidenz, die der Bericht liefert, ist eindeutig: Offene Märkte führen zu niedrigeren Preisen, mehr Auswahl, Innovation und widerstandsfähigeren Lieferketten. Protektionismus zerstört diese Vorteile. Der Bericht bestätigt zudem statistisch: Weniger Handelsbarrieren gehen Hand in Hand mit größerer wirtschaftlicher Freiheit und höherem Wohlstand, wie die starke Korrelation des TBI mit etablierten Indizes (z.B. Index of Economic Freedom) zeigt.
Zwtl.: Weniger Regelwerk, mehr Wohlstand
Gundinger appelliert an die heimischen Entscheidungsträger, die Ergebnisse als Ansporn zu verstehen: "Österreichs Platzierung im aktuellen Index zeigt, dass Handlungsbedarf besteht. Dass wir deutlich hinter Ländern wie Niederlande und Schweiz liegen, verdeutlicht die bestehenden Defizite und die Notwendigkeit, Handelshemmnisse abzubauen."
"Für Österreich als stark exportorientierte Nation ist der Abbau von Handelshemmnissen von zentraler Bedeutung", betont Gundinger. “Der Trade Barrier Index zeigt hierzu klar unser Verbesserungspotenzial auf, insbesondere im digitalen Binnenmarkt und bei Dienstleistungen. Es gilt, hier aufzuholen und protektionistischen Tendenzen aktiv entgegenzuwirken; wichtig ist dabei, bei nationalen Regulierungsinitiativen – beispielsweise in der Datenwirtschaft, bei KI oder Plattformen – strikt darauf zu achten, keine neuen, versteckten Handelshemmnisse zu errichten. Gerade versteckte Hemmnisse, beispielsweise durch komplexe Nachhaltigkeits- oder Cybersecurity-Vorgaben, müssen frühzeitig erkannt und beseitigt werden. Insofern steht das Problem der Handelshemmnisse in Österreich im Zusammenhang mit einer dringend notwendigen Deregulierungsoffensive. Dass man hier bisher nicht über unambitionierte Lippenbekenntnisse hinauskommt, ist besorgniserregend.”



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