Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Energiezukunft braucht Fairness

APA-OTS-Meldungen aus dem Finanzsektor in der "BSN Extended Version"
Wichtige Originaltextaussendungen aus der Branche. Wir ergänzen vollautomatisch Bilder aus dem Fundus von photaq.com und Aktieninformationen aus dem Börse Social Network. Wer eine Korrektur zu den Beiträgen wünscht: mailto:office@boerse-social.com . Wir wiederum übernehmen keinerlei Haftung für Augenerkrankungen aufgrund von geballtem Grossbuchstabeneinsatz der Aussender. Wir meinen: Firmennamen, die länger als drei Buchstaben sind, schreibt man nicht durchgängig in Grossbuchstaben (Versalien).
Magazine aktuell


#gabb aktuell



08.05.2025, 4795 Zeichen

Maria Enzersdorf (OTS) - „Auf dem Weg in eine erneuerbare Energiezukunft haben wir schon ein ganzes Stück zurückgelegt“, zeigt sich Netz NÖ Geschäftsführer Werner Hengst zufrieden. Schließlich speisen mehr als 123.000 PV-Anlagen und rund 280 Windkraftanlagen alleine in das Netz der EVN Tochter Netz NÖ ein. Hengst verweist aber gleichzeitig auf das dringend notwendige neue E-Wirtschaftsgesetz (ElWG), das derzeit im Parlament behandelt wird. Dieses bietet die Chance, günstigere rechtliche Voraussetzungen für die Aufrüstung der Strom-Infrastruktur zu schaffen. „Wir brauchen sowohl bessere Rahmenbedingungen für die Finanzierung als auch geeignete Vorgaben, um den Netzbetrieb effizienter gestalten zu können“, fordert Hengst beim Energiepolitischen Hintergrundgespräch des Forums Versorgungssicherheit am 8. Mai 2025.
Die Sprecherin des Forums Versorgungssicherheit, Brigitte Ederer, mahnt: „Der Ausbau der Netze ist für die Versorgungssicherheit in einem klimaneutralen Stromsystem unbedingt notwendig. Dies erfordert erhebliche Investitionen und es ist wichtig, dass die dafür aufzubringenden Mittel gerecht verteilt werden. Mit geeigneten gesetzlichen Vorgaben könnte man darüber hinaus den Ausbau der Netze teilweise sinnvoll reduzieren und damit auch die notwendigen Mittel begrenzen.“
Der Anteil erneuerbarer Energieträger steigt immer weiter an, berichtet Hengst: „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung im Hinblick auf den Klimaschutz.“ Niederösterreich (inklusive jener Landesteile, die aus historischen Gründen von den Wiener Netzen versorgt werden) und das Burgenland sind Spitzenreiter bei Erneuerbaren Energien, betont Hengst, zwei Drittel der installierten Wind- und PV-Leistung Österreichs entfällt auf diese Bundesländer: „Die Energiezukunft findet derzeit im Osten statt.“
Zwtl.: Ausbau und Effizienz
Für künftige Anforderungen der Einspeisung und des Bezugs muss daher deutlich ausgebaut werden. Eine Studie des Austrian Institute of Technology (AIT) geht von Investitionen von 24,2 Milliarden Euro bis 2030 in den Verteilnetzen aus. Auch die natürlichen Schwankungen bei Sonne und Wind müssen gemanagt werden. Die räumliche Verteilung von sehr vielen kleinen und mittleren Kraftwerken (anstelle weniger Großkraftwerke) stellt ebenfalls erhöhte Anforderungen.
Die Kosten für den Ausbau müssen früher oder später von den Netz- Nutzern getragen werden – also von den Stromkunden einerseits und den Stromproduzenten andererseits.
Hengst geht noch einen Schritt weiter: „Es gibt kostengünstigere – nämlich innovativere und effizientere – Wege als den Netzausbau bis zur letzten PV-Spitze. Die Energiezukunft kann nicht von den Netzbetreibern alleine getragen werden, sondern erfordert eine gemeinsame Anstrengung der gesamten Gesellschaft.“
Gesetzliche Rahmenbedingungen und Verhaltensänderungen der Netz- Nutzer sind hier erforderlich. So können die Netze insgesamt mehr Strom aufnehmen, wenn die Netzbetreiber die Möglichkeit erhalten, selten auftretende Spitzenleistungen dynamisch zu regeln. Eine gut ausgebaute Speicher-Infrastruktur ist nötig, um das Gefälle zwischen Sommer und Winter auszugleichen – im Sommer wird typischerweise mehr Strom produziert als verbraucht, im Winter verhält es sich umgekehrt. Batteriespeicher sollten auch bei Betreibern von privaten PV-Anlagen zum Standard werden, wünscht sich Hengst: „Je höher der Eigenverbrauch, desto weniger werden die Netze belastet. Wir brauchen deshalb tarifliche Anreize, die es attraktiv machen, Strom für den Eigenbedarf zu speichern, statt ihn einzuspeisen.“
Die Netzkosten sollen also stärker verursachergerecht verteilt werden.
Zwtl.: Faire Kostenverteilung
Die Veränderungen im Stromsystem haben dazu geführt, dass die Lasten mehr und mehr ungleich verteilt sind, betont Hengst. Derzeit ist immer noch vor allem der Verbrauch für den Strompreis maßgeblich, die in Anspruch genommene Leistung schlägt sich im Tarif nicht nieder. Hengst nennt als Beispiel das Laden von E-Mobilen: „Schnelles Laden mit 11 kW oder noch mehr ist extrem netzbelastend. Wir brauchen daher einen Tarif, bei dem solche Nutzer einen höheren Beitrag leisten, während Haushalte mit üblicher Nutzung gleich bleiben oder sogar entlastet werden.“
Zwtl.: Wünsche an die Politik
Abschließend appelliert Hengst an die Politik, die Chance zu nutzen, die sich durch die Arbeit an einem neuen E-Wirtschaftsgesetz bietet: „Mit geeigneten Rahmenbedingungen wird es gelingen, den Ausbau der Netze voranzutreiben, ohne dass die Kosten aus dem Ruder laufen. Aber es muss allen Beteiligten klar sein, dass wir für das Stromsystem der Zukunft auch veränderte gesetzliche Voraussetzungen brauchen.“
Das Forum Versorgungssicherheit ist die gemeinsame Plattform von fünf Verteilernetzbetreibern: Wiener Netze, Netz Niederösterreich, Netz Burgenland, Linz Netz und Netz Oberösterreich.



BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1215: ATX fester, Bajaj Mobility Aktie der Stunde, KHS mag WLTR, offene Fragen bei Fitgroup




 

Aktien auf dem Radar:Rosenbauer, Bajaj Mobility AG, Andritz, EuroTeleSites AG, Semperit, Flughafen Wien, FACC, Emerald Horizon AG, ATX, ATX Prime, ATX TR, Bawag, ATX NTR, RBI, Wienerberger, Fabasoft, Frequentis, Rosgix, Mayr-Melnhof, Erste Group, Strabag, Frauenthal, Lenzing, Linz Textil Holding, Wolford, Wolftank-Adisa, Wiener Privatbank, BTV AG, BKS Bank Stamm, Amag, CPI Europe AG.


Random Partner

UBM
Die UBM fokussiert sich auf Immobilienentwicklung und deckt die gesamte Wertschöpfungskette von Umwidmung und Baugenehmigung über Planung, Marketing und Bauabwicklung bis zum Verkauf ab. Der Fokus liegt dabei auf den Märkten Österreich, Deutschland und Polen sowie auf den Asset-Klassen Wohnen, Hotel und Büro.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Mehr aktuelle OTS-Meldungen HIER

Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    Star der Stunde: Rosenbauer 2.89%, Rutsch der Stunde: Kapsch TrafficCom -1.92%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 14-15: AT&S(1)
    BSN MA-Event EuroTeleSites AG
    BSN Vola-Event VIG
    BSN MA-Event Continental
    Star der Stunde: Bajaj Mobility AG 1.16%, Rutsch der Stunde: Rosenbauer -0.9%
    wikifolio-Trades Austro-Aktien 13-14: Mayr-Melnhof(1), RBI(1)
    Smeilinho zu Verbund
    Smeilinho zu Erste Group

    Featured Partner Video

    Zertifikate Party Österreich: Die Indexzertifikate der Imaps Capital von Andreas Wölfl

    Mein Ex-Kollege Andreas Wölfl ist mit Imaps Capital ein Big Player bei Partizipationszertifikaten in Deutschland geworden und macht gerade ein Imaps Börsenspiel sowie Youtube-Content.

    Books josefchladek.com

    Ola Rindal
    Road to The Farm
    2026
    Poursuite

    Robert Frank
    The Lines of My Hand
    1972
    Yūgensha

    Dimitri Bogachuk
    Atlantic
    2025
    form.

    John Gossage
    There and Gone
    1997
    Nazraeli

    Machiel Botman
    Rainchild
    2004
    Schaden