27.12.2024, 1852 Zeichen
Die Pierer Industrie AG reicht, wie bereits angekündigt, einen Restrukturierungsplan nach der Restrukturierungsordnung (ReO) ein, darin wurden nun u.a. Tilgungszeitpunkte geändert. Betroffen sind Gläubiger einer zum Amtlichen Handel an der Wiener Börse zugelassenen Anleihe mit einem im Gesamtnennbetrag von 100 Mio. Euro (Laufzeit: 2020-2028; ISIN AT0000A2JSQ5), einer privat platzierten Anleihe mit einem Gesamtnennbetrag von15 Mio. Euro (Laufzeit: 2021-2033) und von zwei Schuldscheindarlehen in ausstehender Höhe von 132,5 Mio. Euro (Laufzeiten: 2020-2025 und 2020-2026). Die Eckpunkte des Restrukturierungsplan sehen vor, dass alle genannten Anleihen und Schuldscheindarlehen vollständig getilgt werden, auch die Zinsen vereinbarungsgemäß bedient werden und die Tilgungszeitpunkte aller oben genannten Finanzierungen auf den 31.12.2026 und 31.12.2027 geändert werden. Die Pierer Industrie AG hat somit zwei Jahre Zeit, die liquiden Mittel zur Tilgung der genannten Anleihen und Schuldscheindarlehen aufzustellen, wie es heißt. Finanzierungsquellen sind sowohl Mittelzuflüsse aus der Gesellschafterebene und auch aus einem Genussrecht betreffend den Verkauf von Aktien an der Leoni AG. Weitere Mittel können auch durch die strategische Vernetzung der SHW AG (Deutschland) und der Pankl Racing Systems AG (Österreich), Tochtergesellschaften der Pankl AG, generiert werden. Dies kann zu einer teilweisen Veräußerung von Beteiligungen führen, wie es heißt.
Die Gläubiger (Anleihen- und Schuldscheingläubiger), die ihre Forderungen rechtzeitig bis zum 31. Jänner 2025 anmelden, stimmen in der vom Gericht noch anzuberaumenden Restrukturierungsplantagsatzung über den Restrukturierungsplan der Gesellschaft ab.
Alle übrigen Verbindlichkeiten der Pierer Industrie AG sind nicht von diesem Restrukturierungsverfahren betroffen, wie das Unternehmen mitteilt.
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