08.11.2024, 3469 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Zu Post: "Wir stufen die Q3-Ergebnisse und den Ausblick als neutral ein. Hervorzuheben ist der starke operative freie Cashflow von EUR 229,3 Mio., der um knapp 30% zulegte. Dies sollte es dem Unternehmen ermöglichen, seine Dividende im Einklang mit der bestehende Dividendenpolitik anzuheben. Für 2024 erwarten wir eine Dividende von EUR 1,80/Aktie, was einer Dividendenrendite von über 6% entspricht."
Zu Kontron: "Das Management bestätigte seinen Finanzausblick 2024 in Bezug auf EBITDA von EUR 190 Mio. und bereinigtes Nettoergebnis von rund EUR 100 Mio., der Umsatzausblick wurde um EUR 100mn auf EUR 1,8 Mrd. reduziert. 2025 erwartet der Vorstand eine weitere deutliche Ergebnissteigerung. Wir stufen die Q3-Zahlen als positiv ein. Die Reduktion von Geschäft mit niedrigen Margen schreitet schneller als erwartet voran. Ein Auftragsbuch von über EUR 2 Mrd. sowie eine Pipeline von rund EUR 6,2 Mrd. bilden eine gute Basis für weiteres Wachstum 2025. Wir erwarten, dass das 4. Quartal saisonal das stärkste Quartal für Kontron darstellt. Wir sehen den IoT-Technologiekonzern auf gutem Weg, sein EBITDA-Ziel 2024 zu erreichen. Wir sehen dieses Erreichen bei niedrigerem Umsatz positiv, da es eine Margenverbesserung aufgrund der strategischen Reduktion von margenschwachem Geschäft bedeutet. In Summe sollten die guten Zahlen zusammen mit dem positiven Ausblick der Aktie helfen, ihre hohen Bewertungsabschläge zur Peer Group zu reduzieren."
Zu Semperit: "Der Vorstand bestätigte seine EBITDA-Prognose 2024 von rund EUR 80 Mio. Unverändert erwartet der Vorstand, dass das herausfordernde Marktumfeld bis 2025 andauern wird. Die Division SIA spürt die nach wie vor schwache Nachfrage relevanter Industrien (Bau- und landwirtschaftliche Maschinen). In der Division SEA sollte die Nachfrage aus Bergbauindustrie, Gesundheitswe- sen sowie dem Lebensmittel- und Bahnbereich hingegen anhalten. Auch die Mittelfristziele der Firma wurden bestätigt. Der Umsatz soll 2026 EUR 900 Mio. übersteigen und das EBITDA soll um über 50% auf EUR 120 Mio. bis 2026 zulegen. Wir sehen die mittelfristigen Ziele des Unternehmens weiter als ambitioniert an, besonders das Umsatzwachstum, welches von dem derzeit noch schwer ein- schätzbaren Timing und Ausmaß der Konjunkturerholung abhängt. Das EBITDA-Ziel für 2024 von rund EUR 80 Mio. sehen wir nach den ersten drei Quartalen (mit EBITDA von EUR 63,4 Mio.) jedoch als sicher erreichbar an."
Zu Verbund: "Der Vorstand hob seine Ergebnisprognose für 2024 erneut an: Das EBITDA soll nun eine Bandbreite von EUR 3,2-3,4 Mrd. erreichen (zuletzt: EUR 3,0-3,3 Mrd.), während für das bereinigte Konzernergebnis ein Wert zwischen EUR 1,7 - 1,8 Mrd. erwartet wird (zuletzt: EUR 1,6-1,75 Mrd.). Unverändert plant der Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividenden-Ausschüttungsquote zwischen 45% und 55%, bezogen auf das bereinigte Konzernergebnis in der Spanne von rund EUR 1,8 – 1,9 Mrd. (zuletzt: EUR 1,6- 1,75 Mrd.)."
Ausblick: Kommende Woche berichten wieder zahlreiche Unternehmen ihre Q3- Ergebnisse - darunter Wienerberger, FACC, Polytec und Flughafen Wien. voestalpine und DO&CO präsentieren ihre Q2 2024/25-Zahlen, und die STRABAG veröffentlicht ihr Trading Statement zu den ersten drei Quartalen 2024.
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