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Experten-Statements zur EZB-Zinssenkung

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12.09.2024, 2709 Zeichen

Die EZB hat den Einlagensatz wie erwartet um 25 Basispunkte auf 3,5 Prozent gesenkt. Der Hauptrefinanzierungssatz wurde  um 60 Basispunkte auf 3,65 Prozent gesenkt. Hier einige Statements von Experten:

Jan Viebig, Chief Investment Officer der ODDO BHF SE, kommentiert den heutigen Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank: "Die Rücknahme des maßgeblichen EZB-Leitzinssatzes um 0,25 Prozentpunkte war an den Finanzmärkten weitgehend erwartet worden, auch in dieser Höhe. Der Einlagensatz liegt nun bei 3,5 Prozent. Mit dieser Zinssenkung trägt die Europäische Zentralbank der Tatsache Rechnung, dass die Inflation im Euroraum in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen ist. Im August betrug sie im Jahresvergleich 2,2 Prozent und lag damit nur noch geringfügig über dem mittelfristigen Inflationsziel der EZB von 2,0 Prozent. Die umfangreiche Senkung des Refinanzierungssatzes um 0,6 Prozentpunkte auf 3,65 Prozent dient der Verbesserung der Geldmarktsteuerung. Sie sollte nicht als Signal einer übermäßigen Lockerung der EZB-Geldpolitik verstanden werden. Durch geldpolitische Mittel allein lassen sich die wirtschaftlichen Probleme im Euroraum nicht beheben. Die Wirtschaft in Europa leidet zunehmend an einer strukturellen Wachstumsschwäche. Niedrige Investitionen, eine schwache Kapitalbildung, hohe Energiekosten, eine übermäßige Regulierung und eine nachlassende internationale Wettbewerbsfähigkeit machen eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen notwendig. Die Inflation ist noch nicht endgültig besiegt. Vor allem im Dienstleistungssektor sind die Preissteigerungen nach wie vor zu hoch. Die Geldpolitik sollte deshalb weiterhin wachsam sein und die Leitzinsen nicht zu rasch weiter senken. Es kann nicht Aufgabe der Geldpolitik sein, die strukturellen Fehlentwicklungen in der europäischen Wirtschaftspolitik zu beheben. Eine geldpolitisch induzierte Konjunkturbelebung birgt das Risiko, die grundlegenden Probleme in der europäischen Wirtschaft zu überdecken, ohne sie zu lösen."

Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz meint zur Zinssenkung: "In den kommenden Quartalen dürften weitere Senkungen erfolgen, allerdings in moderatem Tempo. Eine erneute Senkung bereits im Oktober ist keinesfalls sicher. Darauf deuten auch die neuen Inflationsprognosen der Notenbank hin, wonach das 2%-Ziel erst im zweiten Halbjahr 2025 erreicht wird und die Inflation Richtung Jahrsende zunächst wieder ansteigen dürfte. Obwohl sie ihre Geldpolitik als restriktiv einschätzt, meidet die EZB also Vorfestlegungen und bleibt rein datenabhängig. Auch mit Blick auf Europa sollten Anleger deshalb nicht zu stark auf einzelne Zinsschritte oder einen raschen Rückgang in Richtung alter Tiefs wetten."



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1. Euro Symbol, European Central Bank (ECB), EZB in Frankfurt - http://www.shutterstock.com/pic-124193863.html - www.shutterstock.com , (© www.shutterstock.com)   >> Öffnen auf photaq.com

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Euro Symbol, European Central Bank (ECB), EZB in Frankfurt - http://www.shutterstock.com/pic-124193863.html - www.shutterstock.com, (© www.shutterstock.com)


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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    Jan Viebig, Chief Investment Officer der ODDO BHF SE, kommentiert den heutigen Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank: "Die Rücknahme des maßgeblichen EZB-Leitzinssatzes um 0,25 Prozentpunkte war an den Finanzmärkten weitgehend erwartet worden, auch in dieser Höhe. Der Einlagensatz liegt nun bei 3,5 Prozent. Mit dieser Zinssenkung trägt die Europäische Zentralbank der Tatsache Rechnung, dass die Inflation im Euroraum in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen ist. Im August betrug sie im Jahresvergleich 2,2 Prozent und lag damit nur noch geringfügig über dem mittelfristigen Inflationsziel der EZB von 2,0 Prozent. Die umfangreiche Senkung des Refinanzierungssatzes um 0,6 Prozentpunkte auf 3,65 Prozent dient der Verbesserung der Geldmarktsteuerung. Sie sollte nicht als Signal einer übermäßigen Lockerung der EZB-Geldpolitik verstanden werden. Durch geldpolitische Mittel allein lassen sich die wirtschaftlichen Probleme im Euroraum nicht beheben. Die Wirtschaft in Europa leidet zunehmend an einer strukturellen Wachstumsschwäche. Niedrige Investitionen, eine schwache Kapitalbildung, hohe Energiekosten, eine übermäßige Regulierung und eine nachlassende internationale Wettbewerbsfähigkeit machen eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen notwendig. Die Inflation ist noch nicht endgültig besiegt. Vor allem im Dienstleistungssektor sind die Preissteigerungen nach wie vor zu hoch. Die Geldpolitik sollte deshalb weiterhin wachsam sein und die Leitzinsen nicht zu rasch weiter senken. Es kann nicht Aufgabe der Geldpolitik sein, die strukturellen Fehlentwicklungen in der europäischen Wirtschaftspolitik zu beheben. Eine geldpolitisch induzierte Konjunkturbelebung birgt das Risiko, die grundlegenden Probleme in der europäischen Wirtschaft zu überdecken, ohne sie zu lösen."

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