19.06.2024, 2835 Zeichen
Kapsch TrafficCom erreichte im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz in Höhe von 539 Mio. Euro, das ist eine Minus von 3 Prozent zum Vorjahreswert. Ursachen für den Rückgang waren laut Unternehmen insbesondere eine Kundengutschrift in Höhe von 6 Mio. Euro, Umsatzabgrenzungen aus angearbeiteten Aufträgen sowie Margenwertberichtigungen. Der im Berichtszeitraum fakturierte Umsatz wurde laut Kapsch TrafficCom gegenüber dem Vorjahr gesteigert, wodurch die Forderungen gegenüber Kunden stiegen und ein entsprechender Mittelzufluss zu erwarten sei.
Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) übertraf mit 70 Mio. Euro den Vorjahreswert von 5 Mio. Euro (angepasst) deutlich. Der Anstieg war von folgenden Einmaleffekten, wie Sondereffekten aus Deutschland (Kündigung des Betreibervertrages zur Erhebung der Infrastrukturabgabe) beeinflusst. Bekanntermaßen führten diese zu einem Anstieg des EBIT um 79 Mio. Euro. Bereinigt um alle Einmaleffekte hätte das EBIT des Geschäftsjahres 15 Mio. betragen. Das Finanzergebnis ging von -14 Mio. Euro (angepasst) im Vorjahr auf -30 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023/24 zurück. Die wesentlichen Abweichungen resultierten aus dem Anstieg des Zinsaufwands sowie den erfassten Einmalkosten im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Finanzierung, wie es heißt. Das den Anteilseignern zurechenbare Periodenergebnis stieg auf 23 Mio. Euro verglichen mit -25 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
„Kapsch TrafficCom ist auf einem guten Weg, wenngleich sich dieser noch nicht in den operativen Zahlen spiegelt. Unser hoch motiviertes Team bereitete durch Erfolge am Markt und in der Technologie die Zukunft unseres Unternehmens auf.“, meint CEO Georg Kapsch.
Der Auftragseingang erreichte im Berichtszeitraum beachtliche 734 Mio. Euro, um 53 Prozent mehr als im Vorjahr, und der Auftragsstand lag zum Jahresende bei 1,4 Mrd. Euro, um 15 Prozent höher als im Vorjahr.
Wie erwartet wird Kapsch TrafficCom aufgrund der getroffenen Finanzierungsvereinbarung mit den Bankpartnern der Hauptversammlung vorschlagen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2023/24 auszuschütten.
Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwartet das Management ein Umsatzwachstum über dem von Grand View Research prognostizierten durchschnittlichen jährlichen Marktwachstum von 2024 bis 2030 von 7,5 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) sollte – verglichen mit dem um Einmaleffekte bereinigten Ergebnis von 15 Mio. Euro – eine leichte Verbesserung zeigen, wobei auch wieder positive Einmaleffekte möglich sind. Trotz der verbesserten Situation liegt nach wie vor Augenmerk auf dem Thema Kosten. Das Management strebt unverändert weitere Mittelzuflüsse aus anhängigen Verfahren und anderen Maßnahmen an, um die Nettoverschuldung nochmals zu senken. Ziel ist, längerfristig ein Mindest-Niveau von Nettoverschuldung zu EBITDA von unter 3,0x zu erreichen.
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