30.08.2023, 2418 Zeichen
Die Vienna Insurance Group (VIG) erzielte im 1. Halbjahr 2023 verrechnete Prämien in der Höhe von 7.306,7 Mio. Euro und damit ein Plus von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders dynamisch hätten sich die Segmente Polen, Erweiterte CEE und Spezialmärkte entwickelt, wie es heißt. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im 1. Halbjahr 2023 um 118,4 Prozent auf 462,9 Mio. Euro. Das Ergebnis des Vorjahres war laut VIG wesentlich von der Zinsentwicklung im Berichtszeitraum und durch Vorsorgen im Zusammenhang mit dem Exposure russischer Staats- und Unternehmensanleihen in der Höhe von 126,1 Mio. Euro belastet. Dem gegenüber ist im ersten Halbjahr 2023 durch den Verkauf von russischen Staats- und Unternehmensanleihen ein Gewinn in Höhe von 20,3 Mio. Euro erzielt worden.
Für das Gesamtjahr 2023 erwartet die VIG ein Ergebnis vor Steuern für die Gruppe in einer Bandbreite von 700 bis 750 Mio. auf Basis IFRS 17/9. "Die erstmalige Aufbereitung der Zahlen für das Halbjahr 2023 nach IFRS 17/9 zeigt bereits die erwartete erhöhte Volatilität der Ergebnisse auf Grund der Auswirkungen des geänderten Zinsumfeldes. Die VIG überprüft daher aktuell die Zielsetzungen für die finanziellen Leistungsindikatoren gemäß der geänderten Rechnungslegungsstandards sowie auch die Dividendenpolitik", heißt es seitens der Versicherungsgesellschaft.
Die Netto Combined Ratio belief sich in den ersten sechs Monaten 2023 auf 94,0 Prozent (erstes Halbjahr 2022: 90,6 %). Dies sei vorrangig auf die Berücksichtigung von höheren Schadenvolatilitäten in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle zurückzuführen. Mit IFRS 17 habe sich die Berechnung der Netto Combined Ratio geändert. Sie ergibt sich nun aus den versicherungstechnischen Aufwendungen aus ausgestellten Versicherungsverträgen abzüglich versicherungstechnischer Aufwendungen aus gehaltenen Rückversicherungsverträgen geteilt durch versicherungstechnische Erträge ausgestellter Versicherungsverträge abzüglich versicherungstechnischer Erträge aus Rückversicherungsverträgen in der Schaden- und Unfallversicherung.
Die Vertragliche Servicemarge (Contractual Service Margin) ist der in den Versicherungsvertrag ursprünglich eingepreiste, noch nicht realisierte Gewinn, der als gesonderter Bestandteil der versicherungstechnischen Rückstellungen ausgewiesen wird. Sie beträgt per 30. Juni 2023 5.934,9 Mio. Euro (Ende Dezember 2022: 5.838,1 Mio. Euro).
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