14.07.2023, 2809 Zeichen
A1 CEO Thomas Arnoldner im börsenradio-Interview zu den Kosten: "Auch wir müssen uns mit höheren Kosten auseinandersetzen. Unsere Energiekosten sind etwa im 2. Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode um 34,5 Prozent gestiegen. Wir sind auch mit steigenden Personalkosten konfrontiert. Gleichzeitig sieht man an unseren Ergebnissen die Resilienz unseres Geschäftsmodells und die hervorragende operative Performance, die wir in allen unseren sieben Kernmärkte abliefern können und die darin resultiert hat, dass wir für das 1. Halbjahr doch wieder ein deutliches Umsatzwachstum zeigen konnten. Wir haben Wertsicherungsmaßnahmen in Österreich ab April durchgeführt und das spiegelt sich auch im höheren Umsatz wider."
Zu den Märkten: "Wir haben in allen internationalen Märkten eine sehr positive Entwicklung, mit der Ausnahme von Belarus, wo wir operativ eine gute Geschäftsentwicklung haben, aber wo wir eine ungünstige Situation der Fremdwährung hatten. Der weißrussische Rubel hat abgewertet und das hat sich auf unsere Ergebnisse niedergeschlagen. Zum anderen hat die weißrussische Regierung Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung gesetzt und strikte Preiskontrollen eingeführt, die uns nicht erlaubt, die Inflation die wir bei den Kosten haben auf der Kundenseite weiterzugeben. Stark ist zB Bulgarien, hier hat sich zudem eine Akquisition positiv ausgewirkt. In anderen Märkten haben wir ebenso ein solides Wachstum erreicht, getrieben durch Upselling in höhere Tarife und ein sehr gut laufendes Festnetzgeschäft und anderes."
Zur Abspaltung der Funktürme erklärt Arnoldner: "In der Telekom-Branche unterscheiden wir zwischen aktiver und passiver Infrastruktur. Aktive Infrastruktur sind Antennen, Rechner, Kabel, Glasfaser. Alles, was ein Signal trägt, bleibt bei uns. Das betrachten wir als Teil unseres Kerngeschäfts und als kritische Infrastruktur. Diese aktive Infrastruktur ist aber angebracht an sogenannter passiver Infrastruktur. Dazu gehören Stahltürme, Rooftop-Sites, die Betonfundamente, die Container, in denen das aktive Equipment untergebracht ist. Das alles ist sehr kapitalintensiv und wird heute nicht ausreichend genutzt, etwa durch unterschiedliche Betreiber. Das ist die Idee hinter dieser Funkturmgesellschaft. Man kann andere Mobilfunkbetreiber auf diese Standorte bringen.
Zum Fahrplan der Abspaltung: "Die Abspaltung soll bei einer a.o. HV im August beschlossen werden, danach wollen wir bei einem Capital Marktes Day informieren und das Listing ist dann im September oder Oktober geplant. Durch die stabilen Umsätze und Cashflows wird die Funkturmgesellschaft mit deutlich höheren Fremdkapitalquoten fahren können, als das integrierte Telekoms machen können."
https://boersenradio.at/page/brn/42258/
(Der Input von boersen radio.at für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 14.07.)
Wiener Börse Party #1175: ATX wieder über 6000, Do&Co und AT&S sehr fest, Unterschied zwischen Semperit und Kontron
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