04.05.2023, 2870 Zeichen
Die US-Notenbank hat am Mittwoch die Zinssätze um 25 Basispunkte angehoben und signalisiert, dass sie ihren Zinserhöhungszyklus nach zehn aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen eventuell unterbrechen wird. Der Leitzins liegt nun in einer Spanne von 5 Prozent bis 5.25 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit 2007.
Jack McIntyre, Portfoliomanager, Brandywine Global, Teil von Franklin Templeton: "Die Erklärung der Fed entsprach den Markterwartungen. Es handelte sich im Wesentlichen um eine "weniger aggressive" Anhebung, eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte, was bedeutet, dass die Fed in diesem Zyklus mit der Straffung der Zinsen am Ende sein könnte. Es überrascht nicht, dass es keine Garantie für eine Pause gibt, aber wir gehen davon aus, dass dies auf der Fed-Sitzung im Juni geschieht. Bis dahin werden zwei weitere Arbeitsmarktberichte und zwei weitere VPI-Veröffentlichungen vorliegen, die alle wichtige Wirtschaftsdaten darstellen. Es zeichnet sich eine Art perfekter Sturm ab, bei dem die kumulativen und verzögerten Auswirkungen der traditionellen geldpolitischen Straffung mit den unmittelbaren Auswirkungen einer Kreditverknappung zusammenkommen. Diese Bedingungen deuten auf eine schwächere US-Wirtschaft, d. h. den Arbeitsmarkt, und eine niedrigere Inflation hin. Die derzeitige Inflation bedeutet, dass die Hürde für eine Zinserhöhung immer noch niedriger ist als für eine Zinssenkung. Die Hürde für eine Beibehaltung der Zinssätze ist jedoch die niedrigste der drei."
Florian Ielpo, Head of Macro und Multi-Asset bei Lombard Odier Investment Managers: "Drei wichtige Hinweise aus der Erklärung: "Bescheidenes Wachstum der Konsumausgaben" wird zu "Wirtschaftstätigkeit nahm in bescheidenem Tempo zu". Dies ist keine wesentliche Änderung, zeigt aber, dass die Fed weiterhin von einer robusten Wirtschaftstätigkeit im ersten Quartal ausgeht. Die Verschärfung der Kreditkonditionen wurde von einer Vermutung zu einer Tatsache: "Die Verschärfung der Kreditkonditionen für Haushalte und Unternehmen wird wahrscheinlich die Wirtschaftstätigkeit, die Einstellungen und die Inflation belasten." Die Ungewissheit über das Ausmaß der Verschärfung bleibt bestehen, aber die Fed sieht eine Verschärfung der Kreditbedingungen. Ein Satz wird fast vollständig gestrichen: "Der Ausschuss geht davon aus, dass eine gewisse zusätzliche Straffung der Geldpolitik angemessen sein könnte, um einen ausreichend restriktiven geldpolitischen Kurs zu erreichen, der die Inflation im Laufe der Zeit wieder auf 2 Prozent ansteigen lässt." Damit ist der Straffungszyklus - zumindest aus heutiger Sicht - beendet. All das zusammengenommen zeigt vor allem eines: Wir sind mit den Zinserhöhungen am Ende und es gibt keinen unmittelbaren Grund für einen Kurswechsel. Die Zinsen könnten länger als erwartet so hoch bleiben wie heute: Willkommen in einer Ära der "geldpolitischen Mäßigung."
Börsepeople im Podcast S23/05: Tatjana Aubram
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