03.12.2022, 4990 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Zu DO & CO: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur DO&CO-Aktie bestätigen wir unsere Kauf-Empfehlung mit neuem Kursziel EUR 136,5/Aktie (zuvor: EUR 115,5). Wir glauben, dass die attraktive DO&CO-Investmentstory basierend auf dem starken post-pandemischen Erholungspotenzial sowie der ungebrochen erfolgreichen Geschäftsakquise durch das kompetente Managementteam in aktuellen Kursniveaus bei weitem noch nicht eingepreist ist. Für zusätzlichen Umsatzschub (sowie Kurstreiber) könnten vor allem Neuaufträge im Bereich Airline Catering und in der Division International Event Catering sorgen. Wir bleiben klar bei unserer Kauf-Empfehlung mit einem Kurspotential von über 50 %."
Zu Porr: "Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten hob der Vorstand seinen Finanzausblick 2022 an. Die Produktionsleistung wird nun bei rund EUR 6,0 Mrd. erwartet (zuvor: EUR 5,7-5,9 Mrd.) und das Vorsteuerergebnis bei über EUR 100 Mio. (zuvor: Steigerung ge- genüber Vorjahreswert von EUR 85,4 Mio.). 2023 wird eine weitere Steigerung des Ergebnisses erwartet. Die Q3-Ergebnisse trafen unsere Erwartungen und auch der angehobene Ausblick deckt sich mit unseren aktuellen Schätzungen. 2023 sollten der PORR ihr Auftragsbuch mit Fokus auf Hoch- und Tiefbau gegenüber Wohnbau entgegenkommen genauso wie die aktuell wieder rückläufigen Preise bei Baumaterialien. Dies sollte den Grundstein für eine weitere Margenerholung legen, was die erste Indikation des Managements für 2023 auch bestätigt. Wir bleiben bei unserer Kauf- Empfehlung und sehen den Baukonzern weiter auf gutem Weg, sein mittel- fristiges Margenziel von 3% zu erreichen."
Zu Strabag: "Die Strabag-Aktie bleibt aufgrund ihres geringen Streubesitzes von aktuell 12,8% die günstigste Bauaktie in Europa mit einem EV/EBITDA von 1,5x für 2023e. Die Nachfrist zum Pflichtangebot der Kernaktionäre zu EUR 38,94/Aktie läuft noch bis 2. Februar 2023. Wir empfehlen Aktionären weiterhin, dieses nicht anzunehmen. Einerseits würde es die ohnehin schon geringe Liquidität der Aktie weiter reduzieren, andererseits liegt der Preis weit unter unserem Kursziel."
Zu Flughafen Wien: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zum Flughafen Wien bestätigen wir unsere Akkumulieren-Empfehlung mit neuem Kursziel EUR 38,40/Aktie (zuvor: EUR 37,80). Unser neues Kursziel weist auf ein Kurspotential von knapp 18% auf Jahressicht hin, sodass wir den optimistischen Geschäftsausblick mit der früher als erwarteten Erholung aus der Pandemiekrise nicht adäquat auf aktuellen Kursniveaus reflektiert sehen. Die soliden Fundamentaldaten (in- klusive Dividendenpolitik, wobei der Vorstand seinen Plan bestätigt hat, eine Dividende von mindestens 60% des 2022 Nettoergebnisses nach Minder- heiten vorzuschlagen) sowie das kompetente Management sprechen weiter für die Aktie. Die Erfolgschancen des laufenden Teilübernahmeangebots von IFM GIF zu EUR 34/Aktie sind schwierig einzuschätzen, sollten aber die Kursentwicklung nach unten absichern."
Zu S Immo: "Wie angekündigt hat die S Immo begonnen, Teile ihres deutschen Wohnportfolios zu verkaufen, wobei eine größere Transaktion noch vor Jahresende stattfinden könnte. Die Erlöse sollen in renditestarke Objekte reinvestiert werden, wobei der Fokus derzeit auf Ungarn liegt. So wurden Anfang November Büroobjekte von der Immofinanz bzw. der CPIPG in Ungarn erworben mit jährlichen Mieteinnahmen von rund EUR 16 Mio. Nach Ablauf des Übernahmeangebots Mitte November hält CPIPG direkt und indirekt nun 88,37% an der S Immo. Der Aktienkurs ist seit dem Ende der Angebotsfrist zurückgegangen, wobei die Korrekturphase möglicherweise noch nicht zu Ende ist, dies suggeriert zumindest der Blick auf vergleichbare, börsennotierte Unternehmen bzw. deren Abschläge zu ihren Nettoimmobilienwerten."
Zur FACC: "Die Flugindustrie ist weiter auf Erholungskurs. Laut Flightradar24 werden die Passagierzahlen 2022 nur mehr rund 17% unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie liegen. Damit steigt auch die Nachfrage nach effizienten Flugzeugen wieder, und die OEMs erhöhen ihre Produktionsraten. FACC sollte insbesondere von höheren Auslieferungen der A320-Familie profitieren, aber auch von der Wiederaufnahme der Produktion der Boeing 787 sowie der chinesischen C919. Ein wachsames Auge werden Anleger jedoch auf die Finanzverschuldung werfen. Im Zuge einer höheren Bevorra- tung infolge der Lieferkettenengpässe stieg die Nettoverschuldung auf knapp EUR 240 Mio. Zu Jahresende soll sie wieder auf EUR 200-210 Mio. sinken, um die Financial Covenants in den Kreditverträgen einzuhalten. In Summe sehen wir die FACC weiter als attraktive Option, um auf die Erholung der Flugindustrie zu setzen."
Wiener Börse Party #1139: ATX legt zu, AT&S kann auf die unglaubliche Zahl 4 kommen, Bawag auf den Spuren der Erste Group
Aktien auf dem Radar:AT&S, Flughafen Wien, Bajaj Mobility AG, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Fabasoft, Hutter & Schrantz, Rath AG, Zumtobel, Semperit, Rosenbauer, BKS Bank Stamm, SW Umwelttechnik, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EVN, Österreichische Post, Telekom Austria.
cyan AG
Die cyan AG (XETR: CYR) ist ein Anbieter von intelligenten Cybersecurity-Lösungen mit fast 20 Jahren Erfahrung in der IT-Industrie. Die Gesellschaft bietet IT-Sicherheitsprodukte für Endkunden von Mobilfunk- und Festnetzinternetanbietern sowie Finanzdienstleistern an. Die Lösungen werden als White-Label-Produkte in die Apps und Systemlandschaft von internationalen Geschäftspartnern integriert, die diese unter ihrer eigenen Marke den Privat- und Geschäftskunden anbieten. Über Managed Service Provider bietet cyan zudem die Cybersecurity-Lösung cyan Guard 360 für mittelständische Unternehmen an.
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