31.08.2022, 4614 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Die heimische Börse musste den gestrigen Handel schwächer beenden, obwohl der ATX über weite Strecken klar im Plus gelegen war. Am Nachmittag zogen dann dunkle Wolken in Form einer gestiegenen deutschen Inflation auf, wodurch die Sorgen vor einer strafferen EZB-Zinspolitik wieder deutlich zunahmen, eine schwächere Eröffnung in der Wall Street sorgte dann für zusätzliche Verkäufe, so dass es für das heimische Börsenbarometer letztendlich um 0,9% nach unten ging. Bei den heimischen Unternehmen standen gestern einige Ergebnisveröffentlichungen auf dem Plan, Pierer Mobility meldete für das erste Halbjahr einen deutlichen Ergebnisrückgang, am Vorabend hatte der Motorradhersteller aber die Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben, dadurch konnte der Titel um deutliche 5,7% zulegen. Positiv aufgenommen wurden auch die Halbjahresergebnisse von Warimpex, das Immobilienunternehmen hat im Berichtszeitraum seinen Gewinn gegenüber der ersten Jahreshälfte 2021 von 1,7 Millionen auf 13,4 Millionen Euro verbessert, geholfen hat dabei auch die deutliche Aufwertung des russischen Rubel, da ja etwa die Hälfte des Geschäftes in Russland gemacht wird, für die Aktie ging es um 3,1% nach oben. Der Baukonzern Porr hat seine Produktionsleistung im ersten Halbjahr 2022 um gut 10 Prozent gesteigert und seinen Gewinn deutlich ausgebaut, der Auftragsbestand befindet sich mit mehr als 8 Milliarden Euro auf Rekordniveau, dennoch reagierten die Anleger auf diese Nachrichten wenig erfreut und schickten den Titel um 3,3% nach unten.
Wienerberger sichert die Produktion in Österreich über einen längeren Zeitraum ab, das Unternehmen kann bis zu 25 Gigawatt-Stunden Gaskapazitäten im Speicher Haidach lagern, dadurch kam es zu einem Anstieg von 0,7%. Die Erste Group erhöhte die Einstufung für Schoeller-Bleckmann von „Accumulate“ auf „Buy“ und das Kursziel wurde ziemlich stark von 44,8 Euro auf 74,5 Euro angehoben, dennoch musste der Ölfeldausrüster 0,3% nachgeben. Die Versorger standen wieder einmal auf den Verkaufslisten, EVN musste 3,7% nachgeben, für den Verbund ging es um 2,6% nach unten. Einen guten Tag hatten die Banken, die Bawag konnte um 0,5% vorrücken, für die Erste Group ging es um 2,2% nach oben und für die Raiffeisen Bank International gab es einen Anstieg von 0,6%.
Unternehmensnachrichten
Strabag
Der heimische Baukonzern Strabag veröffentlichte heute seine Ergebnisse zum H1/22, die in etwa den Erwartungen entsprachen. Die STRABAG SE erbrachte im ersten Halbjahr 2022 eine um 9% höhere Leistung von €7.587,7 Mio. Neben den Kernmärkten Deutschland, Österreich und Tschechien ist hier besonders der Leistungsanstieg im Vereinigten Königreich hervorzuheben. Der konsolidierte Konzernumsatz stieg ebenfalls um 11% auf €7.246,4 Mio. Der Auftragsbestand per 30.6.2022 lag mit €23.969,7 Mio. um 14% über jenem per 30.6.2021 und damit ein weiteres Mal auf Rekordniveau. In Deutschland allein wuchs er um rd. €2 Mrd., aber auch in Österreich und Polen sind signifikante Zuwächse zu verzeichnen. Das EBITDA lag bei €324,7 Mio. im Vergleich zu € 406,29 Mio. im ersten Halbjahr 2021. Das EBIT lag bei €63,6 Mio., was zwar im Vergleich zum besonders guten Ergebnis im Vorjahr einen Rückgang bedeutet, sich aber durchaus in den langjährigen Vergleich einfügt. Rückläufig entwickelte sich das Segment Nord + West. In Süd + Ost fiel das Ergebnis im ersten Halbjahr – wie in der Baubranche durchaus üblich – wieder leicht negativ aus, während in International + Sondersparten vor allem aufgrund erfolgreicher Großprojekte im Vereinigten Königreich ein Anstieg gelang. Es blieb ein Ergebnis nach Steuern von € 43,8Mio. (H1/2021: € 90,9 Mio.). Der Vorstand hält für 2022 unverändert an der angepeilten Bauleistung von €16,6 Mrd. fest, was gut durch den Auftragsbestand belegt ist. Des Weiteren geht er davon aus, eine EBIT-Marge von nachhaltig mindestens 4% zu erwirtschaften, da sich das Geschäftsmodell unter den aktuellen Bedingungen als robust erweist.
H1/2022: Umsatz: €7.246,4 (Vj. 6.943,4), EBITDA: €324,7 Mio. (Vj. 406,3); EBIT: €63,6 Mio. (Vj. 140,2), Konzernergebnis: €40,4 Mio. (Vj. 88,3)
Semperit
Helmut Sorger (44), zuletzt CFO der Nordamerika-Division der börsennotierten Wienerberger AG, wird ab 1. Oktober 2022 neuer Finanzvorstand der Semperit-Gruppe. Er folgt auf Petra Preining (49), die ihr Mandat vorzeitig niederlegt, da sie eine neue berufliche Herausforderung annimmt. Der Aufsichtsrat der Semperit AG Holding hat ihre Entscheidung mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen und der einvernehmlichen Vertragsauflösung per 30. September 2022 zugestimmt.
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