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Fazits zu AT&S, Erste Group, RBI, Flughafen Wien, voestalpine

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06.08.2022, 4594 Zeichen

Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

Zu den AT&S Q1-Zahlen: "Das Management bestätigte den Ausblick von Mitte Juni mit einem Umsatzziel 2022/23 von EUR 2,2 Mrd. (+38% j/j) und einer bereinigten EBITDA-Marge von 27-30% (dies entspricht rund EUR 594-660 Mio.). Das Investitionsbudget wird bis zu EUR 1,25 Mrd. betragen. 2025/26 wird weiter ein Umsatz von EUR 3,5 Mrd. bei einer EBITDA-Marge von 27-32% angepeilt. Wir sehen unsere positive Einschätzung der AT&S-Aktie durch die Q1-Zahlen bestätigt. Mit ihrem High-End-Fokus ist AT&S auch resilienter gegenüber einer schwächeren Konsumnachfrage als die meisten ihrer Mitbe- werber, zu denen sie immer noch mit Abschlägen notiert."

Zu Erste Group: "Für 2022 bestätigt die Erste Group das Ziel einer zweistelligen Eigenkapitalverzinsung (ROTE). Das Nettokreditwachstum wird im hohen einstelligen Prozent-Bereich erwartet und sollte - unterstützt durch stärker als erwartete Zinserhöhungen in CEE - zu einer Steigerung des Zinsüberschusses zumindest im niedrigen zweistelligen Bereich führen. Beim Provisionsüberschuss wird ein Anstieg im mittleren einstelligen Bereich prognostiziert. Die Risikokosten 2022 werden unter 20 Basispunkte der durchschnittlichen Bruttokundenkredite erwartet, die NPL-Quote sollte unter 3% liegen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2022 wird mit EUR 1,90/Aktie geplant. Risikofaktoren für die Prognose inkludieren (geo)politische und volkswirtschaftliche Entwicklungen (etwa auch Auswirkungen von Geld- und Fiskalpolitik), regulatorische Maßnahmen sowie globale Gesundheitsrisiken und Änderungen im Wettbewerbsumfeld."

Zu Flughafen Wien: "Die erneute Anhebung der Guidance für 2022 aufgrund der stärker als erwarteten Passagierentwicklung ist sehr positiv. Der Halbjahresbericht 2022 wird am 18. August veröffentlicht. Wir bleiben bei unserer Akkumulieren-Empfehlung." 

Zu RBI: "Für 2022 hob der Vorstand den Ausblick deutlich an. Der Konzern-Return-on-Equity (ROE) wird nun bei mindestens 15% erwartet (zuvor: 8-10%; H1/22: 25,5%). Die harte Kernkapitalquote soll zu Jahresende über 13% liegen. Die Mittelfristziele für ROE und Dividenden bleiben ausgesetzt. In Summe überraschten die Q2-Zahlen sehr positiv und auch der Ausblick liegt nun sehr deutlich über unseren aktuellen Schätzungen. Bezüglich des weiteren Vorgehens in Russland arbeitet die RBI weiterhin mit Nachdruck an der Evaluierung aller strategischen Optionen, ein Rückzug aus Russland ist weiterhin möglich. Im zweiten Quartal konnte die RBI den Kreditbestand in Russland in lokaler Währung um 22% verkleinern, während der starke Quartalsgewinn die Eigenkapitalbasis der lokalen Bank weiter gestärkt hat. Das mögliche Risiko aus Russland konnte somit erheblich reduziert werden, die Auswirkung des Worst-Case-Szenarios (Dekonsolidierung der russischen Tochter ohne Verkaufserlös) auf die CET1-Quote der RBI (13,4% im Halbjahr) wäre nun mit -0,05%-Punkten fast vernachlässigbar. Die extrem günstige Bewertung der Aktie wird offensichtlich, wenn man das Verhältnis des aktuellen Kurses von rund EUR 13 zum Halbjahresgewinn von EUR 5,07 je Aktie betrachtet. Wir bleiben bei unserer Kaufempfehlung und der Einschätzung, dass sich ein Rückzug aus Russland positiv auf den Aktienkurs auswirken würde."

Zu voestalpine: "Der Vorstand der voestalpine erwartet für das GJ 22/23 unverändert ein EBITDA von etwa EUR 2 Mrd. rechnet jedoch mit einer Konjunkturabkühlung im 2. Halbjahr 22/23. Der Ausblick steht unter dem Vorbehalt einer ausreichenden Gasversorgung in Europa. Trotz des Rekord-Q1 impliziert der Ausblick einen EBITDA-Rückgang über die nächsten drei Quartale von rund 36% infolge niedrigerer Stahlpreise, schwächerer Nachfrage und Kosteninflation. Dennoch sehen wir auf aktuellen Kursniveaus die erwartete Margenkontraktion bereits eingepreist. Mit einem KGV von rund 5,0x auf Basis unserer Schätzungen für 22/23e und 23/34e handelt die voestalpine weit unter dem historischen Schnitt. Hauptthema für den Aktienkurs bleibt jedoch die unsichere Gasversorgung in Europa. Der Stahlkonzern diversifiziert derzeit seine Lieferantenstruktur und hat ein Gaslager für den Bedarf von rund drei Monaten bevorratet. Wir bleiben bei unserer Akkumulieren- Empfehlung, erwarten jedoch, dass die Kursentwicklung von den Gaslieferengpässen gedeckelt bleibt."

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Christine Petzwinkler
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    Zu Erste Group: "Für 2022 bestätigt die Erste Group das Ziel einer zweistelligen Eigenkapitalverzinsung (ROTE). Das Nettokreditwachstum wird im hohen einstelligen Prozent-Bereich erwartet und sollte - unterstützt durch stärker als erwartete Zinserhöhungen in CEE - zu einer Steigerung des Zinsüberschusses zumindest im niedrigen zweistelligen Bereich führen. Beim Provisionsüberschuss wird ein Anstieg im mittleren einstelligen Bereich prognostiziert. Die Risikokosten 2022 werden unter 20 Basispunkte der durchschnittlichen Bruttokundenkredite erwartet, die NPL-Quote sollte unter 3% liegen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2022 wird mit EUR 1,90/Aktie geplant. Risikofaktoren für die Prognose inkludieren (geo)politische und volkswirtschaftliche Entwicklungen (etwa auch Auswirkungen von Geld- und Fiskalpolitik), regulatorische Maßnahmen sowie globale Gesundheitsrisiken und Änderungen im Wettbewerbsumfeld."

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    Zu RBI: "Für 2022 hob der Vorstand den Ausblick deutlich an. Der Konzern-Return-on-Equity (ROE) wird nun bei mindestens 15% erwartet (zuvor: 8-10%; H1/22: 25,5%). Die harte Kernkapitalquote soll zu Jahresende über 13% liegen. Die Mittelfristziele für ROE und Dividenden bleiben ausgesetzt. In Summe überraschten die Q2-Zahlen sehr positiv und auch der Ausblick liegt nun sehr deutlich über unseren aktuellen Schätzungen. Bezüglich des weiteren Vorgehens in Russland arbeitet die RBI weiterhin mit Nachdruck an der Evaluierung aller strategischen Optionen, ein Rückzug aus Russland ist weiterhin möglich. Im zweiten Quartal konnte die RBI den Kreditbestand in Russland in lokaler Währung um 22% verkleinern, während der starke Quartalsgewinn die Eigenkapitalbasis der lokalen Bank weiter gestärkt hat. Das mögliche Risiko aus Russland konnte somit erheblich reduziert werden, die Auswirkung des Worst-Case-Szenarios (Dekonsolidierung der russischen Tochter ohne Verkaufserlös) auf die CET1-Quote der RBI (13,4% im Halbjahr) wäre nun mit -0,05%-Punkten fast vernachlässigbar. Die extrem günstige Bewertung der Aktie wird offensichtlich, wenn man das Verhältnis des aktuellen Kurses von rund EUR 13 zum Halbjahresgewinn von EUR 5,07 je Aktie betrachtet. Wir bleiben bei unserer Kaufempfehlung und der Einschätzung, dass sich ein Rückzug aus Russland positiv auf den Aktienkurs auswirken würde."

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