21.07.2022, 4041 Zeichen
Die Aktienkurse sind seit Jahresbeginn stark im Sinken. Der Dow Jones hat seit Januar mehr als 16 Prozentpunkte eingebüßt. Der DAX ist sogar mit mehr als 20 Prozent im Minus. Noch schlechter ist die Entwicklung auf dem Technologie-Sektor. Der NASDAQ-100 Technology Sector hat seit Jahresbeginn rund ein Drittel seines Wertes eingebüßt. Doch was bedeutet das aktuell für all jene, die ihr Geld in ETFs investiert haben oder dies in näherer Zukunft vorhaben?
ETFs sind eine langfristige Anlage
Obwohl die Kurse einzelner ETFs stark im Sinken sind, kommt bei den Experten keine Panik auf. Sie wissen: Aktien waren schon immer starken Kursschwankungen unterworfen und das wirkt sich selbstverständlich auch auf die ETFs aus.
Doch genauso wissen sie auch, dass an der Börse nach dem Regen immer wieder Sonnenschein folgt. Bis jetzt haben sich die Kurse immer noch von einem Tief erholt. Das gilt vor allem bei der Betrachtung über einen längeren Zeitraum von mindestens fünf Jahren.
Genau dafür sind ETFs auch gedacht. Sie sind kein kurzfristiges Spekulationsobjekt, sondern ein wichtiger Teil einer langfristigen ausgeklügelten Finanzstrategie. Deshalb sollte den Anlegern auch die aktuelle Bärenmarkt-Rally keine allzu großen Sorgen bereiten.
Breite Streuung ist auch jetzt wichtig
Um das Risiko starker Verluste zu minimieren, empfehlen Finanzexperten schon immer eine breite Streuung des eingesetzten Kapitals. ETFs sind in diesem Fall bereits die wesentlich bessere Wahl als Einzelaktien, da sie nicht nur auf ein Unternehmen setzen, sondern zumeist einen kompletten Wirtschaftsraum wie etwa den Dow Jones in den USA abbilden.
Fonds wie beispielsweise S&P 500 gelten als sogenannte „World Indizes“, mit denen das Risiko noch einmal gesenkt werden soll, da die enthaltenen Werte auf viele Länder und Industriezweige verteilt sind. Auch wenn sie vom aktuellen Negativtrend betroffen sind, hilft die breite Streuung langfristig dabei, die Verluste in Grenzen zu halten. Als Alternative dazu kann auch ein eigenes Portfolio aus etwa fünf bis zehn ETFs erstellt werden, um eine möglichst breite Streuung zu erreichen.
Regelmäßige Investitionen senken das Risiko
Wer in ETFs investiert, sollte dabei nach Möglichkeit nicht nur auf eine Einmalzahlung, sondern auf einen ETF-Sparplan setzen. Denn durch die regelmäßigen Investitionen kommt es zum sogenannten Cost-Average-Effekt, mit denen die Kursschwankungen an der Börse langfristig gut ausgeglichen werden können.
Bei den ETF-Sparplänen wird zu jedem Investment-Zeitpunkt (in den meisten Fällen monatlich) immer ein Betrag in der gleichen Höhe investiert. Dadurch werden in Phasen, in denen die Kurse besonders hoch sind, weniger Anteile erworben, in Niedrigkursphasen hingegen entsprechend mehr.
Wer beispielsweise monatlich 120 Euro anlegt, erwirbt bei einem ETF-Kurs von 60 zwei Anteile, bei einem Kurs von 40 drei Anteile. Tendenziell führt dieser Durchschnittskosteneffekt zu überdurchschnittlich vielen günstig erworbenen Anteilen im Gesamtbestand. Fehlkäufe zu ungünstigen Zeitpunkten können durch Käufe zu günstigen Zeitpunkten im Laufe der Zeit immer wieder ausgeglichen werden.
Welche ETFs sind aktuell empfehlenswert?
In welche ETFs genau investiert werden soll, ist immer von der Gesamtstrategie abhängig. Einen guten Hinweis darauf, in welche ETFs es sich zu investieren lohnt, gibt in der Regel eine Übersicht der meistgehandelten ETFs innerhalb der letzten Monate. Damit können sich Anleger die Intelligenz der Masse, das sogenannte Schwarmwissen, zunutze machen. Eine Garantie für steigende Kurse ist das allerdings auch nicht, denn oftmals sind gerade jene erfolgreich, die gegen die allgemeinen Markttrends handeln.
In den letzten Monaten waren vor allem folgende ETFs sehr gefragt:
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