05.02.2022, 3290 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" wieder die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Zu AT&S: Der Vorstand hob seinen Ausblick für das GJ21/22 erneut an und rechnet mit einem Umsatzwachstum von 28-30% (davor: 21-23%) zum Vorjahr, wobei die Erwartung hinsichtlich bereinigter EBITDA Marge bei 21-23% bestätigt wird. Die Anlaufkosten der neuen Produktionskapazitäten in Chongqing sowie in Kulim von etwa EUR 25 - 35 Mio. (zuvor: EUR 50 Mio.) sind darin nicht beinhaltet. Demnach wird der Umsatz im Mittel der Guidance bei rund EUR 1,53 Mrd. und das bereinigte EBITDA bei rund EUR 337 Mio. erwartet. Der Vorstand bestätigte seinen Umsatzausblick 2025/26 mit EUR 3,5 Mrd. bei einer EBITDA-Marge von 27-32%. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung auf das exzellente Geschäftsupdate und wir sehen unsere Kauf-Empfehlung bestätigt mit Luft nach oben für unsere aktuellen Schätzungen. Wir erwarten jedoch, dass die Kursentwicklung der AT&S-Aktie volatil bleiben wird gekoppelt mit dem Tech Sektor, der unter dem bevorstehenden Zinserhöhungszyklus leidet. Dies bietet auf der anderen Seite bei Kursrückgängen interessante Einstiegsgelegenheiten in die Aktie."
Zu Post: "Die Post wird am 11. März ihre Ergebnisse 2021 präsentieren. Wir erwarten, dass das Paket & Logistik Geschäft mit starkem Umsatz- und Ergebniswachstum maßgeblich zu einem exzellenten Gesamtergebnis beitragen wird und erwarten einen EBIT-Anstieg auf über EUR 200 Mio. von EUR 161 Mio. im Jahr 2020. Dies sollte sich auch positiv auf die Dividende auswirken, die wir bei EUR 1,85/Aktie erwarten."
Zu Immofinanz: "Mit der Übernahme des S Immo-Anteils hält CPI fast 50% an der Immofinanz, sodass der tschechische Immobilienkonzern nach dem Ende der Angebotsfrist am 23. Februar höchstwahrscheinlich die Mehrheit an der Immofinanz halten wird. Somit sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Nachbesserung der Offerte. Eile für Immofinanz-Aktionäre besteht aber dennoch nicht, denn sie haben immer noch die Möglichkeit, das Angebot in der drei Monate dauernden Nachfrist anzunehmen."
Zu Addiko und der Schweizer Franken-Entscheidung in Slowenien: "Basierend auf dieser vorläufigen Einschätzung bekräftigt die Addiko Bank die Erwartung, dass die Kapitalquoten weiterhin deutlich über den verbindlichen Kapitalanforderungen bleiben, und dass die vorhandene Kapitalisierung ausreichend ist, um die möglichen Auswirkungen einer Umsetzung des Gesetzes abzudecken. Kritiker des Gesetzes argumentieren, dass es in der vorliegenden Form zumindest teilweise der slowenischen Verfassung und EU-Gesetzen widerspricht, was dafürsprechen würde, dass es durch den slowenischen Verfassungsgerichtshof mit einer einstweiligen Verfügung gestoppt wird. Aus unserer Sicht ist die erste Schätzung zur Auswirkung des Gesetzes auf die Addiko Bank mit EUR 100-110 Mio. sehr konservativ. Die slowenische Bankenvereinigung sieht die Belastung für den gesamten Bankensektor bei rund EUR 300 Mio. Wir müssen davon ausge- hen, dass die Kursentwicklung weiter volatil bleiben wird. Änderungen an dem Gesetz, das von vielen Seiten kritisiert wird, sowie eine etwaige Behandlung durch den Verfassungsgerichtshof könnten eine Wendung herbeiführen."
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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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