19.11.2021, 3487 Zeichen
Etwas deutlicher als die großen europäischen Indices musste gestern der heimische Markt nachgeben, für den ATX endete der Handel mit einem Rückgang von 1,7%. Mangels signifikanter makroökonomischer Neuigkeiten standen in Wien die Ergebnisse einzelner Unternehmen im Mittelpunkt, die Vienna Insurance Group hat in den ersten neun Monaten eine kräftige Gewinnsteigerung erzielt. Der Nettogewinn legte zum Vorjahreszeitraum in den ersten drei Quartalen um 53,6 Prozent auf 281,5 Millionen Euro zu, die Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal wurden weitgehend als im Rahmen der Erwartungen eingestuft, die Aktie musste gestern dennoch ein Minus von 2,1% hinnehmen. Auch für Uniqa ging es um 1,3% nach unten, trotz hoher Unwetterschäden bis Sommer und der schwierigen Veranlagungsbedingungen hat der Versicherungskonzern den Gewinn bis September kräftig gesteigert, das Konzernergebnis legte um 42 Prozent auf 235,8 Millionen Euro zu, diese Ergebnisse übertrafgen an sich die Erwartungen, aber anscheinend hatten sich einige Investoren noch bessere Zahlen erhofft. Kapsch TrafficCom konnte wieder ein positives Ergebnis präsentieren, der Umsatz war auf dem Vorjahresniveau, auch der Verschuldungsgrad blieb relativ stabil, insgesamt erwartet das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung, die Aktie musste gestern dennoch 3,1% nachgeben.
Ein klares Plus von 4,3% gab es für Do & Co, eine sich erholende Nachfrage hat dem Caterer im Halbjahr 2021/22 einen Gewinn von 7,32 Millionen Euro beschert, im Halbjahr des Vorjahres war noch ein Verlust von 37,27 Millionen Euro zu Buche gestanden. Raiffeisen Research kappte das Kursziel für FACC von 9,3 Euro auf 8,6 Euro, die Empfehlung „Hold“ wurde unverändert behalten, der Luftfahrtzulieferer endete gestern mit einem leichten Minus von 0,9%. Einen schwachen Tag hatten die im Index schwergewichteten Banken, die Bawag musste 2,0% nachgeben, die Erste Group verzeichnete ein Minus von 1,1%, für die Raiffeisen ging es um 0,8% nach unten und die Addiko Bank musste 1,4% tiefer aus dem Handel gehen. Gewinner des Tages nach Do & Co war Rosenbauer, der Feuerwehrausstatter konnte um 2,0% vorrücken, auch Frequentis war durchaus gesucht, für den Softwareanbieter ging es um 1,5% nach oben.
Do & Co
Das heimische Cateringunternehmen Do & Co präsentierte gestern seine Zahlen zum Q2/21-22, die eine deutliche Verbesserung reflektierten. Auch weiterhin sind zwar alle Geschäftsfelder des DO & CO Konzerns von den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie betroffen. Durch schrittweise Lockerungen der gesetzlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie erholt sich das Geschäft jedoch zunehmend. Die Nachfrage ist in allen Divisionen erfreulich hoch. Das EBITDA betrug €26,5 Mio. (Vj.: €14,3 Mio.), die EBITDA-Marge 14,6% (Vj.: 18,1%). Das EBIT betrug €13,9 Mio. und lag damit um €23,8 Mio. über dem Vorjahresergebnis. Das Konzernergebnis stieg von im Vorjahr €-15,1 Mio. auf €5,4 Mio. Durch erfolgreiches Krisenmanagement konnte das Unternehmen bereits das vierte Quartal in Folge ein positives Konzernergebnis ausweisen. Das Unternehmen erwartet im laufenden Jahr – unter der Voraussetzung keiner weiteren Schließungen – viele neue Projekte und zumindest eine Verdopplung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr sowie ab dem nächsten Geschäftsjahr wieder an die Umsätze von 2019 anzuschließen.
Q2/21-22: Umsatz: €183,2 Mio. (Vj. 78,9), EBITDA: €26,5 Mio. (Vj. 14,3), EBIT: €13,9 Mio. (Vj. -9,9), Konzernergebnis: €5,4 Mio. (Vj. -15,1)
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