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Agrana startet Verarbeitung in Stärke-Fabriken

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16.09.2021, 2408 Zeichen

Wie Agrana mitteilt, sind die Verarbeitungskampagnen in den drei österreichischen Stärkefabriken angelaufen. Am 30. August wurde im Agrana-Werk Gmünd (NÖ) mit der Stärkekartoffelübernahme begonnen. Diese Woche startete dort auch die Biostärkekampagne. Seit 15. September läuft in den beiden Agrana-Standorten in Aschach/Donau (OÖ) sowie in Pischelsdorf (NÖ) die Nassmais-Verarbeitung.

Die Stärkekartoffelkampagne wird in Gmünd voraussichtlich rund 130 Tage dauern und bis Anfang Jänner abgeschlossen sein. Insgesamt wurden heuer für den Anbau 2021 rund 250.000 Tonnen kontrahiert, wobei diese Menge nach gegenwärtigen Ernteeinschätzungen auch erreicht werden wird. Aufgrund des heurigen Vegetationsrückstandes hängt die Kartoffelliefermenge jedoch endgültig von der Witterung im Herbst ab. Der durchschnittliche Stärkegehalt wird auf Vorjahresniveau bei 18,5 Prozent erwartet.

Die Anlage in Gmünd im Waldviertel ist Österreichs einzige Kartoffelstärkefabrik und wichtigste Rohstoffabnehmerin für rund 1.350 Kartoffelbauern. Aktuell werden am Standort Gmünd 12 Millionen Euro in bestehende Produktionsanlagen zur Erweiterung der Trocknungskapazitäten investiert. Konkret werden ein Sprühturm -eine Trocknungsanlage für Säuglingsmilch, Maltodextrin und Trockenglukosesirup -sowie eine Walzentrocknung für Kartoffeldauerprodukte neu errichtet.

Die Nassmais-Kampagne in den Werken Aschach/Donau (OÖ) und Pischelsdorf (NÖ) wird voraussichtlich bis Mitte Dezember dauern. Danach wird wieder auf Trockenmais als Rohstoff zurückgegriffen. Aufgrund der heurigen Witterung mit einem im Vergleich zum Vorjahr verspäteten Vegetationsverlauf werden für die Maisernte 2021 durchschnittliche bis gute Erträge erwartet.

Die sofortige Verarbeitung von erntefrischem Nassmais schont die Umwelt, da es nicht zur energieintensiven Trocknung kommt. 2020 betrug die Verarbeitungsmenge von Nassmais im Werk Aschach/Donau rund 150.000 Tonnen. Dadurch wurden über 2 Millionen Liter Heizöl für eine Trocknung eingespart. Neben dem ökologischen Vorteil ermöglicht Nassmais dem Landwirt durch den Wegfall der Trocknungskosten einen höheren Deckungsbeitrag als Trockenmais.

Am Standort Aschach werden jährlich insgesamt rund 500.000 Tonnen Mais verarbeitet - zunehmend auch spezielle Maisarten wie Wachsmais und Bio-Mais. Aktuell investiert Agrana im oberösterreichischen Werk rund 13 Mio. Euro in die Erweiterung der Spezialmaisverarbeitung.

 



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Mais, Rohstoff, http://www.shutterstock.com/de/pic-132971723/stock-photo-corn-cob-between-green-leaves.html , (© (www.shutterstock.com))


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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