03.06.2021, 3250 Zeichen
Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: "Sell in May and go away" ist wohl eine der prägnantesten Börsenweisheiten, die sogar weniger börsenaffinen Menschen ein Begriff sein dürfte. Auch wenn der abgelaufene Monat zwischenzeitlich seinem Ruf alle Ehre zu machen schien, kam es am Ende des Tages aber doch deutlich weniger schlimm.
Rund 4 % gaben die US-Börsen im Mai zwischenzeitlich ab, wobei das Inflationsgespenst und damit einhergehende Ängste steigender Zinsen wesentlichen Anteil an der Unsicherheit hatten. Europas Börsen verzeichneten zwar einen weniger deutlichen Rückgang, allerdings glich auch am alten Kontinent die Entwicklung für einige wenige Handelstage einer ziemlichen Achterbahnfahrt. Unterm Strich aber gingen die Zentralbanken kalmierend vor und erreichten dadurch eine Stabilisierung des Sentiments. Im Resultat übernahmen die Bullen abermals das Ruder, sodass der marktbreite S&P 500 wieder in Richtung seines Allzeithochs schielt, der Euro STOXX 50 am höchsten Stand seit 13 Jahren notiert und der DAX jüngst sogar einen neuen Rekordstand erreichte.
Auch wenn die Höchststände aus dem Jahr 2007 noch ein Stück weit entfernt liegen, hatten auch Anleger des heimischen Aktienmarktes zuletzt immer wieder Grund zur Freude. Dieser zeigte sich von Inflationsdebatten und Zinsängsten gänzlich unbeeindruckt und setzte den schon im letzten Jahr eingeschlagenen Weg unbeirrt fort. So konnte der ATX im Mai mehr als 6 % zulegen und führt damit nicht nur auf Monats-, sondern auch auf Jahressicht die Tabelle im Performanceranking der von uns gecoverten Märkte an. Mit einem Plus von knapp 26 % wird so mancher erfolgsverwöhnte US-Tech Investor aktuell dementsprechend neidisch auf den österreichischen Markt blicken.
Im Hinblick auf die Sektorkomposition ist dies auch nicht allzu überraschend. Schließlich setzt sich der ATX genau aus jenen Industrien zusammen, die in den letzten Monaten zu den Überfliegern zählten, darunter Energiewerte, aber auch der in der Vergangenheit oft verschmähte Bankensektor. Wie in unserem Chart der Woche ersichtlich hatte der Tech-Sektor im Vergleich dazu deutlich mehr zu kämpfen, was in weiten Teilen auf die Zinsdebatte zurückgeführt werden kann. Es ist daher nicht überraschend, dass der hohe Tech-Anteil der USA in dieser Causa bremsend wirkte.
Obwohl die Kombination aus Gewinnwachstumsdynamik, Konjunkturoptimismus und Wiederöffnungsfantasie nun wieder das Marktgeschehen dominiert, soll dies nicht über die Bewertungsproblematik hinwegtäuschen. Wohlwissen, dass diese kurzfristig kaum Erklärungsgehalt liefern, trüben die hohen Bewertungskennzahlen mittel- bis langfristig die Ertragsaussichten ein. Auch die mittlerweile langsam wieder einkehrende Sorglosigkeit in gewissen Marktsegmenten stimmt nachdenklich. Sowohl im Bereich der Penny Stocks, Cannabis-Werte, SPACs als auch bei den als Meme-Aktien bekannten WallStreetBets-Wetten ist nach monatelangem Rücklauf wieder verstärkte Aktivität zu beobachten. Es ist zu vermuten, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Zuflüsse in diesen Bereich aus dem zuletzt schwächelnden Segment der Kryptowährungen stammt. Wir bleiben daher bei unserer neutralen Positionierung und belassen unsere Empfehlung unverändert für alle Aktienindizes auf HALTEN."
Wiener Börse Party #1156: Mai-Verfallstag mit zunächst fallendem ATX, Verbund gesucht, am Fenstertag wenige News, aber viel Research
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