01.06.2021, 2137 Zeichen
AT&S legt bei den Investitionen noch einmal nach: Der Leiterplatten und IC-Substrate-Produzent plant einen neuen Produktionsstandort für IC-Substrate in Südostasien zu errichten. Insgesamt sollen bis zu 1,7 Mrd. Euro in den Jahren 2021 bis 2026 investiert werden. Dies wäre die bisher größte Investition in der Unternehmensgeschichte von AT&S, wie das Unternehmen betont. Das Vorhaben "steht unter dem Vorbehalt der geplanten Zusammenarbeit mit zwei führenden Herstellern für High-Performance-Computing-Halbleitern, mit denen langfristige Verträge abgeschlossen werden sollen", heißt es weiters. Mit der Unterzeichnung dieser Verträge wird zeitnah gerechnet. Rund die Hälfte des Investitionsvolumens soll durch Finanzierungsbeiträge der Kunden bereitgestellt werden, deren bilanzielle Darstellung noch zu klären ist. Jedenfalls ist laut AT&S eine Kapitalerhöhung durch Begebung neuer Aktien für die Finanzierung des Projekts nicht erforderlich.
Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2021 und der Start der Serienfertigung ist Ende 2024 geplant. Die derzeit geplanten Kapazitäten können bei vollständiger Auslastung ein zusätzliches Umsatzpotenzial von bis zu 1 Mrd. Euro pro Jahr generieren.
Der Vorstand geht - im Fall der genannten Investition - von einer Geschäftsentwicklung mit einem Umsatz von rund 3 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2025/26 aus (2023/24: über 2 Mrd. Euro). Dies würde einem durchschnittlichen, jährlichen Wachstum (CAGR) bis 2025/26 von rund 20 Prozent entsprechen. Durch den verstärkten Fokus auf High-End-Applikationen in allen Bereichen könne eine Bandbreite bei der EBITDA-Marge von 27 bis 32 Prozent (2023/24: 25 bis 30 Prozent) erreicht werden.
Während der Projektlaufzeit bis zur Nutzung der Kapazitäten - abhängig on der bilanziellen Darstellung - könnte die Nettoverschuldungsquote (Nettoverschuldung/EBITDA) vorübergehend den mittelfristigen Zielwert von <3 überschreiten sowie die Eigenkapitalquote unter dem internen Zielwert von >30 Prozent zu liegen kommen. Der mittelfristige Ziel-ROCE des Konzerns würde weiterhin bei >12 Prozent liegen, dieser Zielwert soll mit Anlauf der Fertigung erreicht werden.
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