08.05.2021, 4239 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" wieder die Unternehmens-News heimischer Börsenotierten kommentiert. Hier einige Fazits:
Erste Group-Analysten zu Lenzing: "Nachdem Lenzing bereits zwei Wochen zuvor sein Q1 EBITDA sowie einen leicht höheren Ausblick für 2021 präsentierte, bestätigten die finalen Quartalszahlen nun den positiven Trend. Wir sehen das Unternehmen weiter gut positioniert, seine führende Position bei Spezialfasern mittel- bis langfristig zu halten und zu stärken. Während der Masken-Skandal bei Hygiene Austria die Positionierung im Bereich Nachhaltigkeit (ESG) angekratzt hat, so zeigen die letzten Entwicklungen, dass das Management hier schnell und entschlossen gegengesteuert hat. Der starke Nachhaltigkeitsfokus wird auch in Zukunft eine große Kursstütze für die Lenzing-Aktie bleiben."
Ad Agrana meinen die Analysten: Agrana veröffentlichte diese Woche Eckdaten zum Wirtschaftsjahr 2020/21 sowie ihren Dividendenvorschlag von EUR 0,85/Aktie. Der vorläufige Umsatz soll dabei EUR 2,55 Mrd. erreichen (+2,7% j/j), das EBIT EUR 78,7 Mio. (-10% j/j) und EPS bei EUR 0,96 liegen. Der finale Geschäftsbericht wird wie geplant am 11. Mai 2021 veröffentlicht. Wir sehen die langfristige Investment Story von Agrana, basierend auf ihrem diversifizierten Einnahmenstrom und dem kosteneffizienten Management weiter als attraktiv an. Die aktuelle Marktsituation in den Hauptgeschäftsbereichen wird jedoch noch länger herausfordernd bleiben. Wir sehen daher auf aktuellen Kursniveaus keine Eile für einen raschen Einstieg in die Aktie."
Der Kommentar zu Addiko: "Für 2021 erwartet das Management unverändert ein Nettoergebnis auf Vorjahresniveau und eine CET1-Quote von über 18,6%. Nach den Q1-Zahlen erscheint dieser Ausblick sehr plausibel. Die hohe Dividende 2019/20 bleibt das Hauptinvestitionsargument für die Aktie, die Ausschüttung ist jedoch von der EZB-Entscheidung im Herbst abhängig. Abgesichert sehen wir den Aktienkurs vor allem durch die niedrige Bewertung mit Abschlägen zum Buchwert von rund 70%."
Zu FACC sagen die Analysten: "Die Q1-Zahlen der FACC waren im Jahresvergleich erwartungsgemäß schwach. Wie in unserer Analyse letzte Woche dargelegt, gaben die Q1-Updates vor allem von Airbus aber auch von Boeing einige ermutigende Signale einer Stabilisierung. Der anspringende Flugverkehr in den USA und China belegt die positive Wirkung steigender Immunisierungen auf den Sektor und sollte im 2. Halbjahr auch in Europa spürbar sein. Diese Trends sollten FACC dabei unterstützen, seine Finanzziele 2021 zu erreichen und damit die Nettoverschuldung zu Jahresende unter dem Schwellwert von 5,25x EBITDA zu halten."
Zu Polytec meinen die Experten: "Die Q1-Zahlen trafen unsere Erwartungen und der positive Ausblick für 2021 wurde bestätigt. Die EBIT-Marge stieg im Q1 bereits auf 4,5% und wir sollten bereits im 2. Quartal weitere Verbesserungen sehen. Daher bleibt der Ausblick einer EBIT-Marge von 6% durchwegs realistisch. Die 2020 umgesetzten Restrukturierungsschritte wirken sich dabei sehr positiv auf Personal- und Strukturkosten aus. In der letzten Telekonferenz mit Investoren und Analysten zeigte sich das Management zudem zuversichtlich, mittelfristig mit EBIT-Margen von 8% sogar die Niveaus vor Corona und vor WLTP zu übertreffen, dank besserem Produktmix insbesondere für Elektroautos. Wir bleiben weiter bei unserer Kauf-Empfehlung."
Zu RBI heisst es: "Der Ausblick für 2021 wurde bestätigt. Das Kreditwachstum (+1% im 1. Quartal) soll im 2. Halbjahr an Dynamik gewinnen. Für die Risikokosten erwartet das Management eine Neubildungsquote von rund 75 Basispunkten (2020: 68bp, 1Q 21: 35bp), während sich der Konzern-ROE (Eigenkapitalrendite) von 6,4% im abgelaufenen Jahr steigern soll. Das nächste kursbewegende Ereignis ist die Entscheidung des polnischen Höchstgerichts in Bezug auf Schweizer Franken Kredite in Polen am kommenden Dienstag. Die möglichen Verluste aus dem Schweizer-Franken-Kreditportfolio der RBI in Polen lasten weiterhin auf der Kursentwicklung, sind aber in unseren Schätzungen berücksichtigt. Wir bleiben bei unserer jüngst bestätigten Kaufempfehlung, denn mit Abschlägen zum Buchwert von rund 50% bleibt die Aktie schlichtweg zu billig."
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