16.03.2021, 2169 Zeichen
Der Karton-Konzern Mayr-Melnhof hat im abgelaufenen Geschäftjahr Umsatzerlöse in Höhe 2.528,4 Mio. Euro erwirtschaftet (2019: 2.544,4 Mio. Euro). Einem mengenbedingten Umsatzanstieg in der Packagingdivision sei ein preisbedingter Rückgang in der Kartondivision gegenübergestanden, erklärt das Unternehmen.
Das EBITDA erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 398,9 Mio. Euro (2019: 389,6 Mio. Euro), das betriebliche Ergebnis liegt bei 231,4 Mio. Euro und damit um 9,4 Prozent unter dem Vorjahr (2019: 255,3 Mio. Euro). Hierin seien Einmalaufwendungen in Höhe von 64,0 Mio. Euro insbesondere aus markt- und strukturbedingt notwendigen Anpassungen enthalten. Wie berichtet, wurde etwa die Produktion auf der Kartonmaschine in Hirschwang beendet, wovon 150 Mitarbeiter betroffen waren. Abschreibungen inklusive Wertminderungen hätten sich von 134,3 Mio. Euro auf 167,5 Mio. Euro erhöht. Der Jahresüberschuss betrug 162,2 Mio. Euro (2019: 190,2 Mio. Euro). Der Hauptversammlung am 28. April 2021 soll eine zum Vorjahr stabile Dividende von 3,20 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2020 vorgeschlagen werden.
Für das laufende Jahr sieht das Unternehmen, aufgrund des Geschäftsportfolios der MM Gruppe mit Schwerpunkt auf systemrelevanten Verpackungsprodukten für Güter des täglichen Bedarfes, weiterhin eine gewisse Resilienz in der Nachfrage. Die aktuelle Entwicklung der Auftragsstände beider Divisionen würde jedenfalls Kontinuität signalisieren. Demgegenüber würden sich die Preise für den strategischen Rohstoff Altpapier stark im Steigen befinden und auch die Preise für Zellstoff, Energie, Chemikalien und Logistik, weshalb MM Karton die Preise für Recyclingkarton erhöht habe, was sich ab dem 2. Quartal auswirken sollte, wie es heißt. Aufgrund des aktuell starken Drucks auf die Kartonmargen, sei eine Behauptung der Ertragsniveaus des Vorjahres eine Herausforderung für 2021, wie es heißt.
In zahlreichen Werken von MM Packaging würden Investitionen zur Kapazitäts- und Effizienzsteigerung durchgeführt. Dementsprechend sei für Investitionen in 2021 und 2022 statt der üblichen rund 150 Mio. Euro von einer Bandbreite von 250 – 300 Mio. Euro p.a. auszugehen, so das Unternehmen.
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