28.12.2020, 1631 Zeichen
Bei der Uniqa Versicherung wurden 70 Mio. Euro in der Schaden- und Unfallversicherung für Corona-Schäden verbucht. "Die Covid-19-Pandemie hat nicht nur Einschränkungen im beruflichen, persönlichen und wirtschaftlichen Alltag gebracht, sie hat auch zu Schäden bei Kunden geführt", meint Peter Humer, Uniqa Vorstand Kunde & Markt in Österreich. Vor allem zwei Bereiche waren laut Uniqa besonders betroffen. Einerseits die Versicherungen für entfallene Veranstaltungen, die wegen des Lockdowns nicht stattfinden konnten und andererseits für Betriebsschließungen.
Covid-19 habe in der österreichischen Bevölkerung das Bewusstsein und auch den Bedarf für private Gesundheitsvorsorge merklich gesteigert, teilt die Versicherung mit. Die Nachfrage nach ambulanten Tarifen – auch gerne als Privatarzttarife bezeichnet – und Sonderklassetarifen mit Selbstbehalt ist nach dem ersten Lockdown deutlich gestiegen. Nach einem Einbruch bei Neuabschlüssen in der Krankenversicherung im zweiten Quartal wegen des ersten Lockdowns sind ab Juni die Abschlüsse wieder deutlich angestiegen. Die Steigerungen werden sogar den Einbruch fast zur Gänze kompensieren und Uniqa wird über das gesamte Jahr betrachtet das Vorjahresniveau annähernd erreichen. Wie wichtig allen Menschen in Österreich die private Krankenversicherung ist, belegt auch die geringe Anzahl der Stundungen während der Krise: Diese liegen mit 0,5 Millionen Euro Prämie im langjährigen Schnitt. Zu bemerken sei jedoch ein Rückgang von Leistungen vor allem im stationären Bereich gewesen - Operationen, die nicht unmittelbar stattfinden mussten, seien weniger in Anspruch genommen worden.
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