06.11.2019, 2308 Zeichen
Die Lenzing Gruppe erreichte in den erste drei Quartalen Umsatzerlöse von 1,62 Mrd. (minus 1,1 Prozent). Durch die weitere Optimierung des Produktmix und höhere Preise für Spezialfasern habe der Rückgang aber großteils kompensiert werden können, betont das Unternehmen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ging vor allem aufgrund des Marktumfeldes für Standardviscose um 8,1 Prozent auf 266,9 Mio. Euro zurück. Das führte zu einer niedrigeren EBITDA-Marge von 16,5 Prozent (nach 17,8 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 19,3 Prozent auf 153,5 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag mit 9,5 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 11,6 Prozent. Das Periodenergebnis lag mit 112,9 Mio. Euro um 15,6 Prozent unter dem Vorjahreswert.
CEO Stefan Doboczky: „Lenzing ist mit ihrer strategischen Ausrichtung und ihrem starken Fokus auf Spezialfasern sehr gut aufgestellt. Das zeigt sich mehr denn je im aktuellen Marktumfeld mit verschärften Handelskonflikten und historisch niedrigen Preisen für Standardviscose. Die Unsicherheit ist in der gesamten textilen Wertschöpfungskette zu spüren und führt zu einer deutlich gedämpften Nachfrage. Dank der Performance unserer Spezialitäten haben wir dennoch ein solides Ergebnis erzielen können“. Er ergänzt: „Während die Gewinnsituation vieler Unternehmen in der textilen Wertschöpfungskette angespannt ist, sind wir dank unserer Spezialitätenstrategie weiterhin optimistisch und erwarten ein zufriedenstellendes Gesamtjahresergebnis“.
Die Nachfrage auf den globalen Fasermärkten sei getrübt. In der gesamten textilen Wertschöpfungskette würden die Handelskonflikte zu deutlicher Nervosität und zu Nachfragerückgängen führen, so Lenzing. Das sehr angespannte und volatile Marktumfeld im Allgemeinen, gepaart mit unregelmäßigen Entwicklungen in den Handelsstreitigkeiten zwischen den wichtigsten Wirtschaftsblöcken und der hohen Unsicherheit in der textilen Wertschöpfungskette, trübt laut Lenzing die Ergebnis-Visibilität deutlich. Die Lenzing Gruppe geht auf Basis des oben genannten wirtschaftlichen Umfelds davon aus, dass das Ergebnis für 2019 leicht unter dem Niveau von 2018 liegen wird. Im Zuge der Halbjahreszahlen ging das Unternehmen noch von einem Ergebnis für 2019 "in etwa auf dem Niveau von 2018" aus.
Börsepeople im Podcast S23/03: Barbara Riedl-Wiesinger
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