06.11.2019, 2140 Zeichen
Für die Analysten der Baader Bank liegt der Gewinn der voestalpine im 2. Quartal unter den Erwartungen. Und auch die neuen EBITDA- und EBIT-Prognosen liegen leicht unter dem aktuellen Konsens. Basierend auf den aktuellen Erwartungen für das 2. Geschäftshalbjahr und dem aktuellen Aktienkurs würde die voestalpine -Aktie in der Nähe ihres 10-Jahres-Durchschnitts-KGV gehandelt. Dies basiere auf dem Thomson Datastream-Konsensdurchschnitt, der kontinuierlich sinkt, für 2020/21 jedoch immer noch eine EBIT-Steigerung in Richtung 700 Mio. Euro erwartet. Das von Infront erzielte Consensus-EBIT lag bei 632 Mio. Euro, so die Analysten. Sie sind bei voestalpine auf Hold mit Kursziel 26,0 Euro.
Bei Lenzing sind die Baader Analysten auf Buy mit Kursziel 115,0 Euro. Die 3Q/2019-Ergebnisse würden den Erwartungen entsprechen. Aus ihrer Sicht sei die textile Wertschöpfungskette eine der am stärksten von den aktuellen gesamtwirtschaftlichen Turbulenzen betroffenen. Vor diesem Hintergrund und vor dem Hintergrund der Überkapazitäten auf dem Standardviskosemarkt könnten die Ergebnisse von Lenzing aus ihrer Sicht als stark eingestuft werden, so die Baader-Experten. Wie erwartet habe Lenzing seine Prognose gekürzt, die Ergebnisprognose liege nun leicht unter dem Niveau von 2018 (Konsens erwartet bereits einen Rückgang des EBITDA um -4% gegenüber -7% bei Baader Helvea). Die Analysten bestätigen ihre positive Einschätzung des mittel- bis langfristigen Potenzials von Lenzing.
Für Andritz wird die Kauf-Empfehlung und das Kursziel von 46,0 Euro bestätigt. Den Baader-Analysten gefällt der sehr starke Auftragseingang (+ 42,6% im Jahresvergleich). Der Konzernumsatz von 1,690 Mrd. Euro (+ 17,6%) habe die Erwartungen leicht übertroffen. Die operative Profitabilität (bereinigtes EBITA von 101,7 Mio. EUR; 6,0% Marge gegenüber 6,0%) entsprach ihren und den Konsensprojektionen. Die Analysten bestätigen ihre Kaufempfehlung, da sie Andritz im Industriesektor mit einem moderaten Multiplikator (bereinigt um P / E 20E 13.0x, EV / EBITA 20E 10.0x) als einen Value Play betrachten, der deutlich unter dem historischen Durchschnitt liegt, so die Analysten.
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